Als erklärter Fan deutscher heimatfilmklassiker und überhaupt des deutschen Nachkriegsfilms der 50er und 60er kam ich natürlich auch nicht an Luis Trenker vorbei. Nun, der Mann war ein "Schnellsprecher" und teilweise für manche schwerer zu verstehen, aber er hat eine beeindruckende Biographie, war ein absolutes Multitalent (Alpinist, Schauspieler, Regisseur, Autor, Produzent) und mir sehr sympathisch. Okay, die Serie "Luis Trenker erzählt..." war jetzt nicht unbedingt der Bringer, aber mein Vater hat sie sehr gerne gesehen, und sie war allemal unterhaltsamer als später auf den Sendeplatz nachgerückte unglaubliche unerträgliche Sendungen wie "Das Bayrische Bilder- und Notenbüchel" (das für mich zu den langweiligsten deutschen TV-Produktionen gehört), und der "Fenstergucker", das dem Notenbüchel in Sachen Langeweile in nichts nachsteht. Dafür hat Luis Trenker aber auf der Kinoleinwand einige bis heute unglaublich beeindruckende Bergfilme gemacht (in den meisten spielte er die Hauptrolle und machte alle Bergszenen und Skistunts selbst!), und mit diesen Filmen hat er sich ein Denkmal gesetzt. Der Mann hatte eine unglaubliche Leinwandpräsenz und Ausstrahlung und brachte das "Bergkameraden-Feeling" rüber wie kein zweiter. Im Fernsehen gelang ihm dann in den frühen 70ern noch ein Erfolg mit der humorvollen Serie "Luftsprünge" zusammen mit Toni Sailer und Franz Muxeneder. Auf jeden Fall war Luis Trenker, zumindest was den deutschen (deutschsprachigen) Bergfilm angeht, einer der ganz Großen, wenn nicht der Größte.