Meine erste Begegnung mit den alten "Slapstick"-Filmen der Stummfilmzeit hatte ich, wenn ich mich recht erinnere, durch diese Sendung. Der englische Komiker Bob Monkhouse war der Moderator und ihm flog schon mal während der Moderation eine Torte ins Gesicht oder es wurde ein Eimer Wasser über seinem Kopf entleert. Die gezeigten Filmausschnitte aus den "Klassikern" drehten sich jeweils immer um ein bestimmtes Thema.
ja das waren noch ganze kerle.....die haben ihre stunts zum größten teil selber gemacht und wie gefährlich...wie z. b. wenn da eine hauswand umfällt und genau auf den schauspieler...der genau da stehen muss, wo die tür aufkommt......oder die autostunts......alles ohne servolenkung,abs,airbag,esp,2.ten aussenspiegel......
Diesbezüglich reichen meine Erinnerungen komischerweise sehr weit zurück - und zwar in die Anfang-60er-Jahre. Mein Vater war ein begeisterter "Slapstick"-Fan ..... und dann saßen wir beide immer einträchtig vor der Glotze und guckten "Es darf gelacht werden". Werner Schwier gab "das Zeichen, vorausgesetzt, der Operateur sieht es." (Der Satz ist witzigerweise bis heute hängengeblieben ;o) Etwa 10 Jahre später gab's dann noch "Väter der Klamotte" und Vater und Tochter gackerten immer noch gemeinsam über die komischen Stummfilme, die dann von Hanns Dieter Hüsch witzig kommentiert wurden. (ich glaub, bei mir setzt schon das Alters-Langzeitgedächtnis ein ;o)
Hanns Dieter Hüsch hat auch die kurzen Stummfilme, in denen Stan Laurel und Oliver Hardy in ihrer Frühzeit einzeln oder später auch gemeinsam auftraten, und die immer wieder mal am Anfang einer "Dick und Doof"-Folge mit eingestreut waren, in gewohnter Manier kommentiert. Also noch einer mit ´nem Langzeitgedächtnis. Die Folgen mit dem deutschen Moderator habe ich nicht mehr in Erinnerung. Später wurde halt der englische Moderator mit übernommen und synchronisiert und nur das ist irgendwie bei mir "hängengeblieben".
Genau... "Es darf gelacht werden". Das haben wir immer gesehen, lief dienstags nach der Tagesschau, einer der zwei Termine in der Woche, an denen ich wach bleiben durfte. (Ich war vier Jahre alt und wir wohnten in einer Kreuzberger Hinterhaus-1-Zimmer-Wohnung). Danach wurde der Fernseher auch immer ausgemacht, denn für Mutter und Vater war um 5 Uhr die Nacht zu Ende. Der zweite Fernsehabend war der Montag, da gabs im Ostfernsehen (damals nur ein Programm), konnten wir in Berlin ja empfangen, immer einen alten deutschen Film mit Marika Rökk, Heinz Rühmann usw. (wobei man bei einer Rückrechnung sagen muß, daß selbst die ältesten gezeigten Filme damals keine 30 Jahre auf dem Buckel hatten)
An allen anderen Tagen war für mich mit dem Gong der Tagesschau Zapfenstreich.
Im DDR-Fernsehen lief auch noch "Willy Schwabes Rumpelkammer", in welcher Ausschnitte aus den alten UFA-Filmen gezeigt wurden. Dieses Sendung hat sich meine Oma immer voller Begeisterung angesehen.
Zitat von cessnaritterHans-Dieter Hüsch als Kommentator bei "Väter der Klamotte" genial... auch als Kabarettist einsame Klasse. leider schon verstorben
Hab in meinem Schallplatten-Fundus noch jede Menge Hüsch-Raritäten, die ich mir so nach und nach mal zu Gemüte führen werde.....ach ja, der Winter hat doch mitunter auch seine guten Seiten - ein schönes Glas Rotwein, ein bequemes Sofa, spannende DVDs und Schönes auf Vinyl *schnurr*
ja genau...diese theo lingen...laurel und hardy serie hatte damals nur einen nachteil........sie lief so spät, dass ich sie nicht schauen durfte....aber später habe ich sie dann auch gesehen