Ich bin dann mal so dreist und erstelle zu o.a. Themenbereich einen eigenen Thread:
So aus dem Stand heraus fallen mir neben den von anderen Foristen/innen bereits genannten dazu folgende Filme ein: Natürlich "Der Schuh des Manitu" ganz vorne weg! Sonst kommen mir so auf die Schnelle noch in den Sinn: "Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe", "Latigo", "Die Letzten vom Red River", "Rancho River" und "McLintock" (eine Verlegung von Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" in den Wilden Westen mit John Wayne und Maureen O´Hara als "Traumpaar") als eher reine Westernkomödien.
Western, die "komische Elemente" beinhalten, sind nach meinem Dafürhalten "Rio Bravo", "El Dorado", "Rio Lobo" und "Big Jake" aus dem Schaffensbereich von John Wayne.
In "Cheyenne" ("Cheyenne Autumn") von John Ford ist ungefähr in der Mitte eine Art längere komische Einlage mit James Steward als trinkfestem und obercoolem Wyatt Earp, wo es um die unbegründete Panik der Einwohner Dodge City´s hinsichtlich der wegen Hungers aus ihrem Reservat geflohenen Cheyenne geht und die Einwohnerschaft der Stadt sich rüstet, gegen die "Wilden" in den Kampf zu ziehen. Dieses Vorhaben endet aber bereits kurz hinter der Stadtgrenze in einem chaotischen Fiasko. John Ford wollte mit diesem Film seine "Versöhnung" mit den amerik. Ureinwohnern vollziehen, da er sie in seinen vorherigen Filmen zumeist als blutrünstige unzivilisierte Wilde gezeichnet hatte, die völlig zurecht der weissen "Zivilisation" weichen mussten. Mit der Schilderung der historischen Flucht der Cheyenne aus ihrem Reservat, der Gründe hierfür und des Scheiterns dieser Flucht sowie des schäbigen Umgangs der Armee mit den gestellten Flüchtigen wollte er das von den Weissen gegenüber den Indianern (auch in seinen Filmen) angetane Unrecht quasi wieder gut machen. Die Einstreuuung der oben angeführten "komischen" Sequenz schadet dem löblichen Anliegen des Filmes meiner Meinung nach aber mehr als das er ihm nutzt. Diese komische Einlage passt halt irgendwie nicht in diesen ansonsten hervorragenden Film und seine eigentliche Botschaft.
Berggeist, ich habe es verschoben - gehört in die Filme.
Hätten wir aber auch ruhig in den normalen Western lassen können (ist jetzt kein Rüffel!). Man kann nicht alles kategorisieren, meiner Meinung nach habe ich damals ohnehin viel zu viel kategorisiert, und wenn ich das im Nachhinein noch zusammenschmelzen könnte, würde ich es tun. :-) Andererseits sind Kategorien natürlich auch übersichtlicher, sonst hätten wir alle paar Wochen neue Threads zum gleichen Thema. Hinterher fällt einem immer noch was ein, was man besser machen könnte.
Besten Dank für die "Verschiebung"! Habe selbst kurz zuvor gemerkt, dass das wohl in der falschen Rubrik gelandet war und wollte um entsprechende "Neueinsortierung" bitten. Dieses hat sich somit von selbst erledigt.
Tja, also dann. Ich halte es mit unserer Forumsgründerin. "40 Wagen westwärts" Halleluja! Ganz klar auf Platz 1. "Klar: Auch ein Sherriff braucht mal Hilfe", "Latigo","Land der tausend Abenteuer" natürlich. Und in Neuerer Zeit: Keine Frage: "Der Schuh des Manitou" !! Ein Film, der mit dem Spass anfängt, dass ein Indianer auf einen Saloon zeigt und spricht: "Das ist unser Stammlokakl!", der hatte in einer Sekunde all meine Sympathien! Und da wir uns in einem Serien-Forum befinden: In frühester Kindheit 2Pistolen und Petticoats" später dann unangefochten: "Maverick" mit James Garner. Übrigens ist auch die Verfilmung aus den 90ern sehr gelungen!
"Geschossen wird ab Mitternacht" von 1970 mit James Stewart, Henry Fonda und Shirley Jones ist doch auch noch zu erwähnen. James Stewart als alternder Cowboy macht eine Erschaft, denkt es wäre ein Saloon, und als er nach einem Ritt von hunderten von Meilen mit seinem Freund Henry Fonda vor Ort ankommt, muß er feststellen, daß es ein Bordell ist.
Hm, den kenne ich gar nicht - ich bin entsetzt! Ich als Riesen-James-Stewart-Fan. Fassungslosigkeit macht sich breit. Oder kenne ich ihn doch, und ich kann mich bloß nicht erinnern? ... Hm.
klar- ein köstlicher Film! hab ich glatt vergessen! Und, oh je, einer der besten seines Genres darf natürlich nicht vergessen werden:: "Cat Ballou, hängen sollst Du in Wyoming"Mit diesem herrlich selbstironischen Lee Marvin und seiner Homage an "Liberty Valance"
Wasserloch 13 oder ne andere Zahl, weiß ich nicht mehr. mit James Coburn und Claude Atkins. an diesen Film erinnere ich mich auch gerne und meine, dass er sehr komisch auch ist. und dann fällt mir noch einer mit ähnlicher Besetzung ein, die sich um ein Pferderennen dreht und am Ende rührend 2 der Protagonisten über die Ziellinie kommen lässt..
Die 13 bringt doch Unglück, aller guten Dinge sind drei, deshalb "Wasserloch Nummer 3" ;-) Aber Du hast recht, ein wirklich komischer Film, der leider viel zu selten gezeigt wird. Regie führte der gerade verstorbene Blake Edwards
Wasserloch Nummer 3? Lief der nicht gerade gestern in der Glotze? (Auf "Das Vierte" - ist mir da irgendwo in der Programmvorschau begegnet...)
Bin kein Freund von Western - deswegen kenne ich auch nur wenige solcher Filme. Wenn schon Western, dann muss es lustig sein, oder an dem Film muss sonstwas besonderes sein, das mich interessiert.
Früher fand ich "Wo Männer noch Männer sind" ("Pardners") mit Jerry Lewis und Dean Martin ganz witzig. Auf jeden Fall ist's eine Westernkomödie. Dann fällt mir noch "Die Marx Brothers im Wilden Westen" ("Go West") ein.
Die einzige andere Westernkomödie, die mir auf die Schnelle noch einfiele, wäre "Texas" von Helge Schneider. Natürlich ist sowas immer Geschmackssache. Aber schlimmer als "Der Schuh des Manitu" ist der Film sicher nicht. Deswegen sei er an dieser Stelle mal erwähnt.
"Silverado" von 1985 hatte auch ein paar komische Elemente. Ich habe ihn nur einmal gesehen, aber soweit ich mich erinnere, spielte John Cleese darin einen Sheriff, der wohl vor den Banditen die Flucht ergriff. Es ist jedenfalls etwas witziges passiert. Ansonsten wars ein "klassischer Western", wenn auch nicht zur klassischen Westernzeit gedreht, sondern erst in den 80er Jahren.
Zählt "Mein Name ist Nobody" eigentlich auch als Western? Da spielte Henry Fonda doch einen gealterten (ehemaligen) Westernhelden. Und viele Filme mit Terence Hill haben doch einen gewissen Hang zur Komik. Bei diesem Film erinnere ich mich vor allem an die lustige Titelmelodie...
Mir fällt da auch noch was ein: "Cowboy" mit Jack Lemmon und "In Colorado ist der Teufel los" mit Glenn Ford. Ich würde beide aber nicht als reine Westernkomödien bezeichnen. Halt Western mit komischen Elementen drin.
Ach ja, Mel Brooks hat auch mal eine Westernparodie gemacht: "Is´ was, Sheriff?" mit Gene Wilder.
"Cowboy" mag ich sehr, obwohl man da wirklich höchstens ein paar komische Elemente findet. Ansonsten erzählt der Film ja eher etwas über den Charakterwandel von Jack Lemmon (der Rollenname fällt mir gerade nicht ein) vom ziemlichen Weichei mit einem romantisch verklärten Blick auf den Beruf des Cowboys zu einem ziemlich harten Burschen, der am Schluß sogar Glenn Ford an Kaltschnäuzigkeit in den Schatten stellt.
"In Colorado ist der Teufel los" ist schon spannenend erzählt, aber die Spannung löst sich immer wieder vor allem durch die Wortgeplänkel zwischen Glenn Ford und Shirley McLaine und es macht Spaß, zuzusehen wie (voraussehbar) aus den beiden ein Paar wird.
Na klar. Wasserloch Nr. 3. Danke- Hätt´s mir mit der Zahl denken können.... Aber das der von Blake Edwards ist, hatte ich vergessen- und dann auf das Vierte zufällig in dieser Woche! Na denn, eine Homage mehr an den großen Regisseur. Hab Sonntag Nacht auf Bayern mal wieder "Der rosarote Panther" selbst völlig eingeschneit geschaut. "Mein Name ist Nobody" finde ich übrigens auch durchaus recht witzig, auch wenn dieses Genre einschliesslich "4 Fäuste für ein Halleluja" nicht so mein Ding ist Und Ach: Danke für die erinnerung: "Die Marx Brothers im wilden Westen"! GRO?ARTIG - na klar- auch eine wunderbare Western-Parodie
Ich weiss nicht, ob man diesen Film ebenfalls im Bereich "Komödiantischer Western" führen kann: "Way Out West" (dt. verschiedene Titel wie z.B. "Zwei ritten nach Texas") mit Laurel & Hardy.
Und nochmal zu "In Colorado ist der Teufel los": Zwei spätere TV- und Kino"lieblinge" sind hier als "Bösewichter" zu sehen - "Adam" Pernell Roberts als bezahlter Killer/Revolvermann und "Lt. Frank Drebin" Leslie Nielsen als fieser Gegenspieler von Glenn Ford.