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TV-Nostalgie-Forum

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 Sonstiges - Serien ohne Kategorie, allgemeine Serienthemen
Berggeist1963

Beiträge: 221


20.12.2010 06:55
Tadellöser & Wolff antworten

Ich weiss nicht, ob dieser Fernsehfilm als Serie bezeichnet werden kann. Mit dem Nachfolger "Ein Kapitel für sich" kommen insgesamt 5 Folgen zusammen. Da mit Sicherheit jede(r) Forist/in diesen Mehrteiler kennen dürfte lassen wir den Inhalt mal beiseite. Ich kann zu diesem wirklich sehr guten Mehrteiler aber ein Anekdötchen bzw. "Schwank aus meiner Jugend" beisteuern.
Die Passagen im ersten Teil, die im Urlaub im Harz spielen, wurden damals in meinem kleinen Heimatort gedreht. Die Dreharbeiten dauerten ca. 3 Wochen und in dieser Zeit war das gesamte Team inkl. Darsteller in einem örtlichen Hotel untergebracht. Das Verhältnis Schauspieler - Einwohner war eigentlich sehr gut, wenn man mal von kleineren verbalen Reibereien zwischen der "halbstarken" örtlichen Jugend und dem damals ebenfalls noch nicht ganz "ausgewachsenen" Martin Semmelrogge absieht. Da der Name des filmischen Urlaubsortes jedoch ein völlig anderer als der meines Heimatortes war, wurde am Bahnhof einfach das Bahnhofsschild entsprechend ausgetauscht. Die Informationspolitik der Bahn war nun aber damals auch nicht viel besser als heute und so kam es vor, dass manch Tourist, (damals wurden die bei uns noch "Kurgäste" genannt), der eigentlich in "meinem" Ort urlauben wollte, nach erblicken des Filmortsschildes "Sophienruh" einfach im Zug hockengeblieben und durchgebrettert ist. Irgendwann während der Weiterfahrt kam den Touris da dann doch mal etwas komisch vor. Ist halt dumm, wenn der Schaffner erst nach befragen die entsprechende Auskunft erteilt und die Fahrgäste nicht schon vorher informiert. Aber spätestens am Endpunkt der Bahnline 20km weiter, wo der Zug mittels Drehscheibe gewendet wurde, hat auch der Letzte gemerkt, dass irgendwas schiefgelaufen sein musste.

Die Bevölkerung durfte auch jederzeit den Dreharbeiten als interessierte Beobachter beiwohnen. Das war natürlich gerade für so ins "Halbstarkenalter" kommende Jungspunde wie meinereiner ganz was Feines.
Allerdings habe ich es tatsächlich geschafft, als neutraler Beobachter eine Szene zu "schmeissen". Es wurde eine Szene gedreht, in der es wie aus Eimern regnen sollte. Da nun aber herrlichstes Sommerwetter war musste somit die Freiwillige Feuerwehr für entsprechend starke Berieselung sorgen. Ich kam mit meinem Fahrrad (natürlich ein Rennrad*grins*!) nun dort angedüst, um mir dieses "Spektakel" nicht entgehen zu lassen. Die Dreharbeiten waren bereits in vollem Gange, als ich mein Fahhrrad an einen vor dem "Set" befindlichen hölzernen Zaun lehnte und mich dann schwungvoll auf jenem zum sitzen niederlassen wollte. Der Zaun brach durch und riss den so ca. ein - bis zwei Meter neben mir befindlichen "Tonfritzen" samt seiner langen Mikrophonstange ebenfalls mit nach unten. Diese Aktion sorgte bei Regisseur Fechner für wahre und ungespielte Begeisterung! Als er jedoch recht ungehalten die Treppe in meine Richtung runtergestürmt kam zog ich es dann doch vor, mit meinem Radl schnell das Weite zu suchen.

Nach dieser gelungenen Slapstickeinlage habe ich mich bei weiteren Beobachtungen der Dreharbeiten dann immer so positioniert, dass mich Meister Fechner ja nicht ins Blickfeld bekam. Kein Wunder also, dass bis heute meine eigene Fernsehkarriere noch nicht so recht in Schwung gekommen ist.



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