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TV-Nostalgie-Forum

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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 2.957 mal aufgerufen
 Adventsvierteiler und Weihnachtsserien - Vom Seewolf zu Anna
flint ( gelöscht )
Beiträge:

08.11.2011 18:53
Hatte John Silver ein echtes Holzbein? antworten

Hallo,
ich heisse Karl und bin 6 Jahre alt.Ich habe am Wochenende zum ersten Mal auf DVD den Film "die Schatzinsel"gesehen.
Ich möchte wissen, ob John Silver, den ich ganz toll finde, ein echtes Holbein hat und wenn nicht, wie die das im Film gemacht haben, daß das echt aussieht.
Im Auftrag schreibt meine Mama.
liebe Grüße
flint

Petra



Beiträge: 7.266

08.11.2011 19:10
#2 RE: Hatte John Silver ein echtes Holzbein? antworten

Oh, unsere Fans werden immer jünger :-)) ich nehme mal an, du meinst den Schauspieler Ivor Dean, der den John Silver dargestellt hat.

Nein, der hatte kein echtes Holzbein, zumindest konnte man das nirgendwo lesen. Der war wohl einfach ein guter Schauspieler. Wie man das hinkriegt - keine Ahnung :-)

Brigitte



Beiträge: 535

12.11.2011 16:11
#3 RE: Hatte John Silver ein echtes Holzbein? antworten

Ich vermute mal, dass der Schauspieler seinen Unterschenkel nach hinten oben an den Oberschenkel klappen musste, und dass ihm das dann zusammengebunden wurde. Mit ner weiten Hose, die bis zum Holzbein geht, sieht man ja nicht, was drunter ist.

Allerdings ist das doch bestimmt katastrophal für die Durchblutung - wenn das dann wieder losgebunden wurde, brauchte der doch sicher jeden Tag Zeit, bis er sich wieder bewegen konnte...

(P.S. Hast Du was mit der Familie Feuerstein zu tun? )

cessnaritter ( gelöscht )
Beiträge:

12.11.2011 17:52
#4 RE: Hatte John Silver ein echtes Holzbein? antworten

Vielleicht ist er ja auch der Flint von den Pichelsteinern? :-)))

Mariposa



Beiträge: 855

13.11.2011 15:19
#5 RE: Hatte John Silver ein echtes Holzbein? antworten

Apropos fehlendes Bein ...

Wie war das eigentlich bei "Köchlein" Emmerich Mugridge Schäfer im Seewolf, als der sein Bein verloren hat oder als ihm der Hai seines abgebissen hat? Sah ziemlich echt aus und sehr blutig. Gibt Seewolf & Co. da was her oder weiß jemand Genaueres? Ich weiß nur, dass Köchlein leicht seekrank wurde und später in LOCKRUF DES GOLDES war das Bein ja wieder drann ...

Vielleicht hatten die Vierteiler-Produzenten ja beim Seewolf schon mehr Erfahrung mit "ab-benen" Beinen ...

Übrigens hatte sich Jim Hawkins in DIE FESTUNG auch das Ohr abgeschnitten, weil es so abstehend war und später im Alten war er wieder im Vollbesitz seiner beiden Lauscher ...

Mit sonntäglichem Gruß, merke gerade dass ich das mit dem Follyfoot-Preisrätsel versemmelt habe ...

MARIPOSA

loe



Beiträge: 80

30.07.2019 22:20
#6 RE: Hatte John Silver ein echtes Holzbein? antworten

DIE SCHATZINSEL: Long John Silver und das Holzbein

Die Frage "Hatte John Silver ein echtes Holzbein?" kann man zweimal mit "nein" und zweimal mit "ja" beantworten, je nachdem, wen man meint.

Die Verfilmung der SCHATZINSEL von 1966 mit prächtigen Schauspielern (nicht nur Ivor Dean) ist für viele der beste aller Vierteiler (wofür es gute Gründe gibt). Im Buch hatte Long John Silver bekanntlich gar kein Holzbein, sondern bloss eine Krücke (erste Nein-Antwort).
Mein erster Religionslehrer in der Grundschule anfangs der 70er Jahre war ein kriegsversehrter deutscher Pfarrer. Er stieg am Samstag für eine Lektion Religion mit einem Bein und zwei Krücken die Treppen zu unserem Klassenzimmer im dritten Stockwerk hoch. Dieser Pfarrer hatte wie der John Silver im Buch kein Holzbein; da war einfach eine Leere.

Am 8. November 2011 fragte der 6-jährige Karl "Flint" in diesem Forum zu der Verfilmung von 1966, ob John Silver, den er toll fand, ein echtes Holzbein habe, oder auf welche Weise das sonst gemacht worden sei.

Wie im November 2011 im Forum schon beantwortet wurde, erzielte Ivor Dean die Wirkung durch das Hochbinden des linken Beins, und zwar dank "eines kunstvoll gefertigten Ledergestells" sowie durch das Kaschieren mit dem weit ausladenden schwarzen Rock, den er oft trug (die zweite Nein-Antwort). [1]

Wer weiss, ob die grossartige Verfilmung der SCHATZINSEL aus dem Jahr 1966 mit Ivor Dean nicht einen solch starken Eindruck auf den 6-Jährigen Karl "Flint" hinterlassen hat, dass der heute 14-Jährige schon in ein paar Jahren Chirurg, Orthopäde oder Prothesenbaumeister wird!

Nicht alle Figuren der SCHATZINSEL sind einfach erfunden:
Die Figur des Ben Gunn, der "Grütze im Kopf hat", hatte ein wirkliches Vorbild im Leben, nämlich Benjamin Gun, der einen Hafen am Rio Pungo betrieb. [2]
John Silver hat es in gewisser Hinsicht auch wirklich gegeben. In ihm sind zwei Menschen als Vorbilder vereinigt. Und beide hatten ein echtes Holzbein (die zwei Ja-Antworten).

Der Erste:
Bei einem berühmten Seegefecht im August 1720 vor der Insel Johanna bei Madagaskar wurde James Macrae, Kapitän des Ostindienfahrers "Cassandra" von zwei Piratenschiffen angegriffen. Nachdem Mcrae selbst eine Musketenkugel im Kopf stecken hatte, 13 seiner Leute getötet und 24 verwundet, sein Schiff und damit Waren im Wert von 75'000 Pfund verloren waren, hatte er trotzdem zehn Tage später die Kühnheit, mit den Piraten über die Herausgabe seines Schiffs und seiner Ladung zu verhandeln. Viele der Piraten wollten ihn auf der Stelle töten.
"Im entscheidenden Augenblick stürmte ein grimmig dreinblickender Pirat mit dichtem Backenbart, einem Holzbein und dem Gürtel voller Pistolen an Deck und fluchte wie ein Rohrspatz. Er nahm Mcrae bei der Hand und schwor, dass er den Kapitän (Mcrae) kenne, früher mit ihm gefahren sei und sich freue, ihn zu sehen.
'Zeigt mir den Mann, der es wagt, Captain Macrae ein Leid anzutun', brüllte er, 'und ich werde mich ihm stellen, denn mit einem ehrlicheren Burschen bin ich noch nie gefahren.' Niemand wagte es, sich mit dem Einbeinigen anzulegen!"
Dieser namentlich nicht bekannte, imponierende Einbeinige aus der Mannschaft des Piratenkapitäns John Taylor war für Stevenson wohl der Ideenanstoss zu der Figur des Long John Silver in der SCHATZINSEL. [3] Denn schon lange vor der Niederschrift des Buches hatte Stevenson die "Allgemeine Geschichte der Piraten" von Captain Johnson gelesen, und darin ist dieses Ereignis geschildert.

Der Zweite:
Das zweite Vorbild ist noch wichtiger. Stevenson hat immer wieder betont, dass er bei der Figur des John Silver an einen Freund dachte, nämlich den Schriftsteller und Verleger W.E. Henley, "der auf jeden, der ihm begegnete, einen tiefen Eindruck machte". [4]
Man beschrieb diesen holzbeinigen Henley als "grossen, breitschultrigen Mann mit rotem Bart und Krücke, freundlich, von verblüffender Intelligenz und mit einem Lachen, das er hinausschmetterte wie ein Lied. Sein Feuer und seine Vitalität waren unglaublich. Man musste von ihm einfach begeistert sein."
Kurz nach Vollendung der SCHATZINSEL schrieb Stevenson seinem Freund Henley aus der Schweiz:
"Ich muss Ihnen ein Geständnis machen. Es war der Anblick Ihrer Stärke und Überlegenheit als Behinderter, der John Silver in DIE SCHATZINSEL zum Leben verhalf. Natürlich ähnelt er Ihnen sonst in keiner Weise, doch die Idee, einen behinderten Mann zu erschaffen, der andere beherrscht und dessen blosse Erwähnung Furcht einflösst, geht allein auf Sie zurück."
Stevenson präzisierte später, es sei sein Ziel gewesen, "den bewunderten Freund seiner edleren Eigenschaften zu berauben, bis nur noch seine Stärke und Freundlichkeit übrigblieben, und dann wollte er diese Charakterzüge der Gestalt eines rauhen Seemanns verleihen".

So ist also Long John Silver entstanden. Ivor Deans unvergessliche Leistung liegt darin, dass er genau diese eigenartige Mischung aus Stärke, Freundlichkeit, Gerissenheit, Charme, Charisma und Skrupellosigkeit so umwerfend in seinem Spiel vereinigt hat.

John Silver hatte sein linkes Bein als Quartiermeister unter Piratenkapitän Flint verloren, als das Schiff vor Malabar von einer Breitseite getroffen wurde. Silver erzählt aber Trelawney aus taktischen Gründen eine andere Beinverlust-Geschichte.
(Auf einem Piratenschiff stand der Quartiermeister höher als die anderen Offiziere; er war der Zweite nach dem Kapitän.)

In der wirklichen Seefahrt war nicht immer ein Wundarzt zur Verfügung. Dann hätte es John Silver mit seinem Bein so ergehen können wie William Philips:

"William Philips erhielt bei einem Gefecht zwischen zwei Piratenschiffen einen Beinschuss, und da kein Wundarzt zur Stelle war, musste der Schiffszimmermann in die Bresche springen. Er zog die grösste Säge aus seinem Werkzeugkasten und machte sich ans Werk, 'als wolle er eine Planke durchsägen, und bald war das Bein vom Rumpf des Patienten getrennt'. Zum Ausbrennen der Wunde [sog. Kauterisation zur Stillung der Blutungen] erhitzte er sein Breitbeil, handhabte es aber mit weniger Geschick als die Säge und versengte mehr Fleisch als nötig. Wie durch ein Wunder überlebte Philips die Operation." [5]

Der holländische Wundarzt und Pirat Exquemelin schuf eine der bedeutendsten Quellen zur Geschichte der Piraterie überhaupt, 1678 in Amsterdam gedruckt. Die Piratenhistoriker weltweit sind ihm dankbar, besonders für das "Goldene Zeitalter der Piraterie" (1650 - 1726).
Über die Ausübung seines Berufs als Schiffsarzt und Apotheker erfährt man in seinen Erlebnisberichten wenig. Einer seiner Piratenbrüder wurde bei einem Entermanöver mit den Spaniern von einem Säbel getroffen, der ihm fast alle Nackenmuskeln abtrennte.
Exquemelin näht den offenen und losen Nacken mit den Eingeweiden der Seekuh zu, fixiert Kopf und Brust auf einem Brett und schafft es so, seinen Anführer zu retten!

Nach dem Kampf muss Exquemelin weggefegte Beine oder Arme behandeln, Musketenkugeln herausholen, Speerwurfwunden oder Verletzungen durch Säbel- oder Axthiebe heilen. Dabei sollten wir nicht vergessen:
Diese Eingriffe wurden durchgeführt ohne Narkose (sie wurde erst 1844 mit Lachgas entdeckt) und ohne Hygiene (denn erst durch die Arbeit von Lister und Pasteur – ab 1867 – entstand der Begriff des Antiseptikums).[6]

Die erfahrensten Chirurgen führten die Amputation in wenigen Minuten durch, um die Schmerzen und Blutungen zu reduzieren, die sie oft durch Kauterisation beherrschten (Zerstören des Gewebes durch Brenneisen). Zudem benutzten sie Brandy, der einen Blutkreislauf-Kollaps verursachte (eine Art Komazustand, der dem Patienten half, die Schmerzen besser zu ertragen), oder benutzten Medikamente oder Opiate wie den berühmten Theriak, dessen aktivster Bestandteil Opiumwein war. Diese Praxis, die heute etwas barbarisch erscheinen mag, hatte den Vorteil, die Keime von Wundbrand und Wundstarrkrampf zu neutralisieren, der damals wegen der Straffung der Kiefermuskeln "der Krampf" genannt wurde. Dieser chirurgische Eingriff rettete, falls der Patient dem chirurgischen Schock standgehalten hat, manche vor dem sicheren Tod aufgrund der grossen Risiken der Blutungen, aber auch aufgrund der ebenso hohen Infektionsrisiken.

In den fortgeschrittenen Industrieländern Europas entstanden die ersten Unfallversicherungen erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts.
Aber die Piraten hatten schon über 200 Jahre früher eine Art von vertraglicher Unfallversicherung erfunden!

Entschädigungen für verlorene Körperteile und Verletzungen in spanischen Silber-Pesos:

600 für den rechten Arm
500 für eine Wunde im Leib, aus welcher der Eiter mit einer Röhre abgeleitet werden muss
500 für den linken Arm
500 für das rechte Bein
400 für das linke Bein
100 für einen Finger
100 für ein Auge. [7]

1 spanischer Silber-Peso entspricht dem Wert von 44 Euro im Jahr 2002. Demnach erhielt Long John Silver für den Verlust seines linken Beins eine Entschädigung in der Kaufkraft von 17'600 Euro des Jahres 2002.
In der Schweiz erhält man heute für den Verlust eines Beins zwischen 54'000 und 67'000 Euro, je nachdem ob unterhalb oder oberhalb des Knies.

Auch wenn man das Schlimmste überlebt hatte, konnte es sein, dass man ein paar Wochen später gleichwohl starb. 1702 versuchte Admiral John Benbow fünf Tage lang, sieben französische Schiffe bei den Westindischen Inseln zur Schlacht zu stellen. Bei der Schlacht wurde sein Bein in Stücke gerissen. Trotzdem gab er weiter Befehle. Er starb erst rund neun Wochen später an den Verletzungen. Ihm zu Ehren nannte Stevenson das Gasthaus in der SCHATZINSEL "Admiral Benbow".

Kapitän Woodes Rogers war ein Freibeuter mit einem Kaperbrief, der ihn ermächtigte, spanische und französische Schiffe anzugreifen. Rogers erwies sich als harter und fähiger Kommandant, der auch mehrere Meutereien niederschlug. Er wurde dann sogar zum Helden des Krieges gegen die Piraten. In einem erbitterten Gefecht vor der kalifornischen Küste wurde er schwer verwundet:

"Ich erhielt einen Schuss durch die linke Wange. Die Kugel zerschmetterte einen Grossteil des Oberkiefers und mehrere Zähne. Einige davon fielen auf das Deck, wohin ich ihnen alsbald folgte." [8]

"Nur wenige Tage später [!] wurde er bei der Begegnung mit einem grossen spanischen Schiff von 900 Tonnen und 60 Kanonen erneut verwundet, diesmal von einem Holzsplitter, der seinen Knöchel durchbohrte und einen Teil des Fersenbeins zertrümmerte. Woodes Rogers erteilte eisern weiter Befehle und sorgte für Disziplin unter seinen zuweilen aufsässigen Männern." [9]

Man stelle sich besser nicht vor, was los wäre, wenn wir solche Typen wie Benbow oder Rogers heute als Kapitäne auf einem Ausbildungsschiff wie der "Gorch Fock" hätten.

Die Frage, ob Long John Silver ein echtes Holzbein hatte, ist nur im Rumrausch mit der Frage verwandt, ob "Long Jansen Silver" dem Hölzenbein ein echtes Langbein gestellt hatte (was Deutschland im WM-Final 1974 Gold ebnete und – mit langer Nase – Holland mit Wim Jansen bloss Silber).

_______________

[1] Oliver Kellner, Ulf Marek:
Seewolf & Co. Die grossen Abenteuer-Vierteiler des ZDF. Erweiterte Neuausgabe.
Berlin 2005, 78.

[2] Douglas Botting, John Horace Parry, Richard Knight, William Avery Baker:
Die Piraten. Amsterdam 1979, 168.

[3] Botting u.a. (1979), 62 f. Und auch:
David Cordingly:
Unter schwarzer Flagge. Legende und Wirklichkeit des Piratenlebens (1996). München 2001, 21.

[4] Dies und das Folgende zu Henley nach Cordingly (2001), 21 f.

[5] Cordingly (2001), 23.

[6] Dies und der folgende Absatz nach Doktor Yannick Romieux:
La chirurgie mutilante. In: Michel Le Bris (Hg.): Pirates & Flibustiers des Caraïbes. Centre culturel Abbaye de Daoulas & Musée national de la Marine, Paris. Paris 2001, 132 u. ebd.
Dieses Buch enthält zahlreiche Beiträge von Spezialisten, darunter den bekannten Piratenhistoriker Marcus Rediker von der Universität Pittsburgh. Das Buch ist zugleich der Katalog zur Ausstellung "Piraten & Freibeuter der Karibik", die 2001 in der Abtei von Daoulas in der Bretagne sowie 2002 in Paris stattfand; damit verbunden war das europäische Kolloquium "Das Abenteuer der Freibeuterei", 2001 in Brest.

[7] Alexandre Olivier Exquemelin:
Pirata America oder die Amerikanischen Seeräuber. Enthaltend die genaue und wahrhaftige Erzählung aller der schlimmsten Räubereien und unmenschlichen Grausamkeiten, welche die englischen und französischen Räuber wider die Spanier in Amerika verübt haben. Beschrieben durch A.O. Exquemelin, der selbst allen diesen Räubereien durch Not beigewohnt hat. In: ders.: Das Piratenbuch von 1678. Nach alten Übersetzungen des Buches "Die amerikanischen Seeräuber", bearbeitet von Reinhard Federmann. Tübingen und Basel 1969, 122.

[8] Cordingly (2001), 143.

[9] Cordingly (2001), 143.

Brigitte



Beiträge: 535

02.08.2019 23:41
#7 RE: Hatte John Silver ein echtes Holzbein? antworten

Donnerwetter, das sind aber ne Menge interessanter (und auch teilweise schrecklicher) Informationen, die ich komplett durchgelesen habe. Danke für die ganzen Infos - so wird die Vergangenheit ein Stück lebendiger.

loe



Beiträge: 80

09.08.2019 16:57
#8 RE: Hatte John Silver ein echtes Holzbein? antworten

Danke, liebe Brigitte. Was schrecklichen Realismus anlangt, so werden viele von uns ja auch an LOCKRUF DES GOLDES denken. Dort wurde unter unvorstellbaren Bedingungen gedreht, bei echten Schneestürmen und Temperaturen bis 20 Grad minus. Rumänische Statisten harrten stundenlang in extremer Kälte aus. Zwei Rumänen suchten entlaufene Hunde und gerieten dabei in einen Schneesturm mit Windstärke 10. Als man sie am nächsten Tag fand, war der eine erfroren, dem anderen musste ein Bein amputiert werden.
Rüdiger Bahr und Walter Ulbrich waren begeistert von dem Können und dem Einsatz der Rumänen, besonders der rumänischen Stuntleute, auch von den hergestellten Bauten, die alle echt waren und nicht wie sonst in der Welt bloss Attrappen, Pappe und Kunststoff. Der schreckliche Realismus in diesem Vierteiler packt mich heute noch.

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