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TV-Nostalgie-Forum

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Dieses Thema hat 5 Antworten
und wurde 878 mal aufgerufen
 Krimis - gab es kriminelles Leben vor Derrick?
Schnupsmaltese ( gelöscht )
Beiträge:

13.11.2012 15:57
Mannix & Cannon antworten

Hallo zusammen,
Habt Ihr die beiden unten genannten Serien auch in Erinnerung?? Ich habe sie damals gerne gesehen.

Mannix

194 Episoden in 8 Staffeln
Deutsche Erstausstrahlung: 12.12.1969 ARD

1969–1973 (ARD); 1989–1991 (Pro Sieben); 1992–1993 (Kabel 1); 1995 (Pro Sieben). 194 tlg. US Krimiserie von William Link und Richard Levinson („Mannix“; 1967–1975).

Joe Mannix (Mike Connors) arbeitet als Privatdetektiv in Los Angeles, zunächst für die Firma Intertect, bei der Lew Wickersham (Joe Campanella) sein Boss ist. Intertect stellt Hightech-Computer her, doch von Computern hält Mannix ebenso wenig wie von freundlicher Konversation. Die Fälle lassen sich schließlich auch durch Schlägereien lösen. In der zweiten Staffel ab Juli 1971 ist Mannix selbstständig mit eigener Detektei und Sekretärin Peggy Fair (Gail Fisher), prügelt sich aber unvermindert weiter. LeutenantAdam Tobias (Robert Reed) und LeutenantArt Malcolm (Ward Wood) werden seine neuen Kontaktmänner bei der Polizei.

Die Autoren Link und Levinson waren auch die Erfinder von Columbo, was man der äußerst brutalen Leichenschauserie Mannix jedoch nie angemerkt hätte. Wie zu vielen Krimiserien der 70er Jahre (Columbo, Cannon, Detektiv Rockford) erschien auch zu Mann124 Episoden in 5 Staffeln
Deutsche Erstausstrahlung: 15.06.1973 ARD
Quelle fersehserien.de
Dier erste Staffell kam ja mal auf Dvd heraus, dann leider nicht mehr.Den Hauptdarsteller habe ich sonst nur noch 1x gesehen in den Film Lawinenexpress mit Lee Marvin.

Cannon

122 tlg. US-Krimiserie von Edward Hume („Cannon“; 1971–1976).

Der stark übergewichtige Frank Cannon (William Conrad) war früher Polizist und ist jetzt Privatdetektiv, der seine Fälle im Alleingang löst und sich dafür gut bezahlen lässt. Dadurch finanziert er sein teures Penthouse und seine liebsten Freizeitbeschäftigungen: essen und mit seinem Lincoln-Continental-Luxuswagen fahren. Zwischen den Mahlzeiten setzt er bei seinen Ermittlungen in erster Linie auf Intelligenz. Für Schießereien, Prügeleien oder eine Verfolgungsjagd zu Fuß hätte er gar nicht die Kondition. Aber in seinem Wagen fährt er schon mal jemandem hinterher. Sich selbst nennt er ein „überfüttertes Walross“.

Quinn Martin war der Produzent der Serie, William Conrad spielte die einzige wiederkehrende Rolle. Seine deutsche Synchronstimme gehörte einem Mann mit ähnlicher Figur: Günter Strack. In den 70er-Jahren konnte man die Geschichten um Frank Cannon auch in einer Romanheftserie nachlesen. Ein dickes Buch wäre natürlich angemessener gewesen.

Cannon lief mit 45 Folgen 14 täglich im ARD-Abendprogramm, zunächst freitags, dann donnerstags um 21.00 Uhr, fast alle weiteren Folgen zeigte Sat.1 erst 15 Jahre später in deutscher Erstausstrahlung dienstags um 19.30 Uhr. Die Folgen dauerten in der ARD 45 Minuten, im Privatfernsehen inklusive Werbung eine Stunde. Zwei noch immer ausgelassene Folgen zeigte Vox im Rahmen einer Gesamtwiederholung 1993; der eigentliche Pilotfilm und ein Comeback-Fernsehfilm von 1980 waren 1990 bzw. 1993 im ZDF zu sehen. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)
ix eine Romanheftserie.

Die ARD zeigte 47 dreiviertelständige Folgen im Abendprogramm, zunächst alle 14 Tage freitags, ab Mitte 1972 im gleichen Rhythmus donnerstags um 21.00 Uhr. Die restlichen 147 Folgen waren erst etwa 20 Jahre später bei Pro Sieben und Kabel 1 erstmals in Deutschland zu sehen. (aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier)

William Conrad hat später noch eine andere Krimi Serie gedreht dessen Titel ich aber vergessen habe.Mir ist er aber auch aus einigen Filmen in Erinnerung zb Der nackte Dschungel mit Charlton Heston und Der Ritt zurück mit Anthony Quinn.

Gruß Schnupsmaltese

Lonewolf Pete


Beiträge: 67

28.11.2012 03:27
#2 RE: Mannix & Cannon antworten

Mannix ist inzwischen in den USA komplett erschienen. Ich habe inzwischen sechs Staffeln im original gesehen. Zugegeben habe ich mir mit der Serie etwas schwer getan, da ich von Erfolgsserien wie Der Chef oder Hawaii Five O verwöhnt gewesen war. Die erste Staffel von Mannix empfinde ich zugleich als die gewöhnungsbedürftigste, da er nicht auf eigene Faust sondern als Angestellter einer Detektei arbeitet. Als er sich selbstständig macht und mit der farbigen Sekretärin Peggy tolle Unterstützung bekommt, wird die Serie besser und die Drehbücher erhalten mehr Spielraum. Man kann sagen, dass sich die Serie von Staffel zu Staffel qualitativ weiterentwickelt und zulegt, was ich nach Sichtung der ersten Staffel nicht erwartet hätte. Ich hatte die Serie zuvor nie gesehen und war also mit hohen Erwartungen herangegangen. Inzwischen gehört Mannix zu meinen Krimiserien-Favoriten. An Serien wie Der Chef oder Hawaii Five O kommt Mannix allerdings nicht heran. Mike Connors, der hauptdarsteller, war in mehreren Westernserien als Bösewicht zu sehen, z.B. auch in Maverick als Gegenspieler von Bart und Bret, sowie in dem recht harten TV-Thriller "Too scared to scream", der in Deutschland auf Video erschien. Er hatte außerdem Gastauftritte in weiteren Serien, oft allerdings auch als Bösewicht.

Pete

Lonewolf Pete


Beiträge: 67

28.11.2012 03:35
#3 RE: Mannix & Cannon antworten

William Conrad ist dem breiten amerikanischen Publikum und meiner Wenigkeit als Stimme des Marshal Matt Dillon aus "Rauchende Colts" bekannt, denn Conrad sprach den marshal in unzähligen Radiohörspielen BEVOR die Serie ihren Weg ins Fernsehen fand und das Radio die einzige Unterhaltung für das "arbeitende Volk" darstellte. Conrads charismatische Art, den Marshal zu sprechen, hatte auch Einfluss auf die spätere TV-Version, in der Conrad allerdings nicht gecastet wurde. Zwei weitere male verlih Conrads Stimme Serien einen Teil ihres Erfolgs - in "Invasion von der Wega" und "Auf der Flucht" ist Conrad der Hintergrundsprecher, der die Usprungsgeschichte erzählt, jede Episode einleitet und mit einem Schlusswort beendet. Gerade in "Invasion von der Wega" verleiht Conrad der Serie einen enormen Gänsehautfaktor.
Jahre später trat er in einer Folge von "Matlock" als Staatsanwalt mit Fistelstimme auf, was wohl die Rolle des dicken Staatsanwaltes in der krimiserie "Der Dicke und ich" (Jake and the Fat Man) insopiriert haben dürfte, die ebenfalls im deutschen TV lief. Conrads wohl bekannteste Roille in deutschland neben Cannon dürfte die Rolle des dicken egozentrischen Privatdetektivs Nero Wolfe in der gleichnamigen Serie gewesen sein, die auf Romanen des Erfolgsautors Rex Stout basiert und deren 13 Teile in den 70er Jahren im Vorabendprogramm des ZDF ausgestrahlt wurden - für mich die beste Umsetzung der Bücher bislang, obwohl Wolfe in den Romanen keinen Vollbart trägt. Gesprochen wurde Nero Wolfe abermals von Günther Strack, und Volker Brandt gab den Archie Goodwin, soviel ich weiß. Der wurde von lee Horsley gespielt, und ebenso großartig, dass er später selbst einen privatermittler mit namen matt Houston verkörpern durfte.

Pete

cessnaritter



Beiträge: 2.438

29.11.2012 09:58
#4 RE: Mannix & Cannon antworten

"Mannix" war für mich damals bei der Erstausstrahlung das Non-Plus-Ultra, habe ich noch lieber gesehen als "Hawaii Fünf Null".
Das liegt vermutlich daran, daß ich Privatdetektive damals noch für viel cooler (wobei man das Wort damals noch gar nicht benutzte ) hielt als Polizeiermittler.
Nichtsdestotrotz werde ich mir im Laufe der Zeit sicherlich die in Deutschland erschienenen DVDs von "Hawaii Fünf Null" zulegen. Eine vernünftige Veröffentlichung von "Mannix" ist ja wohl noch nicht in Sicht.

Horace



Beiträge: 480

27.01.2017 11:16
#5 RE: Mannix & Cannon antworten

Jetzt hat es auch Mannix getroffen. Mike Connors aka Mannix ist gestern im Alter von 91 Jahren gestorben. Ich habe nicht so ausgeprägte Erinnerungen an die Serie, aber weiß, dass ich sie gut fand.

http://www.t-online.de/unterhaltung/tv/i...-gestorben.html

Petra



Beiträge: 7.160

27.01.2017 18:21
#6 RE: Mannix & Cannon antworten

Ich habe Mannix bewusst nie gesehen, weiß aber, dass die Serie gerade bei "Jungs" meines Alters sehr beliebt war. Sie kam zu einer Uhrzeit, wo ich schon im Bett lag :-)

Auch wenn er mit 91 gestorben ist, so wird er wohl in den Erinnerungen vieler immer ein Mann um die vierzig sein. Das ist doch irgendwie ... schön.

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