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TV-Nostalgie-Forum

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Dieses Thema hat 31 Antworten
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 TV-Nostalgie-Stammtisch
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Petra



Beiträge: 7.160

11.09.2014 20:30
TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

Hallo,

meine vier zuerst angedachten Vorschläge sind keineswegs vergessen :-) Und falls es den Stammtisch lange genug gibt, komme ich sicher mit einem der vier noch einmal, vielleicht will ja auch der eine oder andere einen der Vorschläge aufnehmen für den dritten oder vierten Thread.

Meine Webseite TV-Nostalgie ist über 11 Jahre nun schon im Internet zu finden. Die erste Serie auf der Seite war "Auf der Flucht" - eine amerikanische Kultserie über einen Arzt, der seine Frau ermordet haben soll und dem niemand glaubt, dass er unschuldig ist. "Wie Richard Kimble auf der Flucht" wurde zu einem geflügelten Wort. Die Serie war nicht nur in Amerika Kult, auch bei uns. So wurde die Schlussfolge in allen Ländern, die die Serie ausstrahlten, am gleichen Tag gezeigt, in den USA wurden sogar wichtige Baseballspiele verschoben. Es war unglaublich, wie sehr man sich mit Dr. Kimble solidarisierte.

Die erste bei uns ausgestrahlte Folge ist "Eingekreist". Eigentlich ist es die dritte Folge, die beiden ersten wurden jedoch nie bei uns gezeigt. Sie ist vollständig auf Youtube zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=PCdPAELyRyI

Sie lief erstmals 1965 bei uns, wurde aber mehrmals in den Dritten wiederholt. Von daher dürfte die Serie kaum jemandem völlig unbekannt sein - und wenn doch, wäre es gerade interessant, diese erstmals anzusehen und sich darüber Gedanken zu machen, wieso diese Serie so zum Kult wurde, was sie ausmachte und was sie von anderen damaligen Krimiserien unterschied. Eigentlich alles, was Euch auffällt, wäre interessant. Mit welcher Serie von heute wäre sie vergleichbar? - Bitte nicht vergessen: es geht vorrangig um diese Folge, natürlich soll die Entwicklung der Serie nicht zu kurz kommen, aber alle, die hier mitmachen, sollten zumindest diese Folge gesehen haben, damit wir auch alle über das gleiche reden.

Ich würde mich über eine hohe Beteiligung ab dem 22.09.2014 freuen, auch wenn ich weiß, dass dies in einem kleinen Forum schwierig ist. Also: wer macht mit?

Horace



Beiträge: 480

12.09.2014 03:01
#2 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

Bin dabei. Dr. Kimble ist absoluter Kult. Habe die Serie damals regelmäßig gesehen - nur, und jetzt kommt's, das Ende nie erlebt.

Zementa


Beiträge: 130

12.09.2014 18:21
#3 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

Na jut, jetzt haben wir hier eine, die Dr. Kimble nur als Reinkarnation in Gestalt von Harrison Ford kennt (ich kannte nämlich damals bloß diese themenähnliche Serie mit dem Coronet Blue ... war doch so ähnlich, oder ... ), aber dann nutze ich es einfach mal als Chance.

Petra



Beiträge: 7.160

13.09.2014 12:51
#4 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

Zementa, vielleicht ist sogar da ein Vergleich interessant - Serie zum Film. Obwohl man da sicher allen Darstellern Unrecht tut. Aber ich will nichts vorweg nehmen, wir klönen erst ab dem 22.09. :-) Und hoffentlich werden es noch ein paar mehr.

Volker


Beiträge: 95

13.09.2014 16:21
#5 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

Bin gerne dabei, habe einige Folgen als Kind gesehen, ich weiß nicht einmal ob ich von dieser Serie die ersten und letzten Folgen kenne.

Petra



Beiträge: 7.160

22.09.2014 00:11
#6 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

So, heute ist Samstag, gerade habe ich mir die Folge angesehen (ich weiß, wir haben schon Montag, aber verfasst habe ich es am Samstag ... ):

Alles in allem glaube ich nicht, dass die Folge ein Hightlight der Serie ist. Heute wäre "Auf der Flucht" wahrscheinlich kein Erfolg mehr, dazu war das ganze doch ein wenig zu dröge. Aber damals war es wohl etwas ganz anderes, Fernsehen war noch was besonderes, man schaute noch ganz anders fern, die etwas langsamere Art war normal.

Tja. Was ist mir aufgefallen? Wäre es eine Folge "mittendrin" gewesen, wäre sie kaum bemerkenswert gewesen. Aber es war die erste in Deutschland gesendete Folge, und eigentlich gab es keine Einführung. Man erfuhr nur, dass Richard Kimble seit acht Monaten auf der Flucht war. Nicht, was die näheren Umstände seiner Flucht waren, nur dass er unschuldig sein sollte und Philipp Gerard ihm auf den Fersen war. - Das fand ich ein wenig befremdlich, war aber wohl irgendwo typisch fürs deutsche Fernsehen: es wurden eben nicht alle Folgen gezeigt, man fing mit der dritten Folge an, und da sollte man sich alles selbst zusammenreimen.

Richard Kimble befindet sich in West Virginia in einer kleinen Stadt, kommt in einen Saloon und gerät sofort in eine Schlägerei. Eine Szene, wie sie sich in vielen Serien wieder findet. Der Sheriff will ihn festnehmen, um ihm die Fingerabdrücke abzunehmen, doch ihm gelingt die Flucht. Diese führt ihn in die Berge, gefolgt von Männern und Suchhunden aus dem Ort, und auch der benachrichtigte Philipp Gerard ist mit dem Flieger unterwegs nach West Virginia, um den vermeintlichen Ehegattenmörder Dr. Kimble endlich zu schnappen. Auf seiner Flucht läuft Dr. Kimble eine junge Frau über den Weg, die sofort bereit ist, ihm zu helfen. Sie weiß, dass er gesucht wird, vermutet aber, es läge an der Schlägerei. Sie führt ihn zu sich nach Hause, wo sie mit ihrer Großmutter lebt. Schnell ist klar, dass sie in ihm eine Art "Retter" für ihr ödes Leben sieht. Als einer der Hilfssheriffs kommt, macht sie sich verdächtig, weil sie ihn nicht herein lässt, sondern ihn sogar mit dem Gewehr bedroht.

Philipp Gerard ist im Ort eingetroffen, hört sich den Verdacht an, dass sich Richard Kimble im Haus der Großmutter aufhält und beschließt, gemeinsam mit dem Sheriff und einigen Helfern den Berg hochzuklettern, damit man seine Ankunft nicht hört. Doch Richard Kimble ist mit seiner jungen Helferin bereits unterwegs zum stillgelegten Bergwerk, in dem ein Stollen auf die andere Seite führen soll. Von dort aus kann er seine Flucht fortsetzen. Gerard kommt - wie so oft - zu spät.

Das ist in Kürze der Inhalt der Folge, und wenn ich mich recht erinnere, gab es in den in Deutschland gesendeten Folgen (75 insgesamt) nicht sooo große Unterschiede. Immer große Dramatik, immer jemand, der bereit ist, Kimble zu helfen, immer ein geschlagener Philipp Gerard. Die Musik betonte das Dramatische sehr - selbst wenn man nicht genau wußte, was gleich passiert: die Musik verriet es uns.

Was war also das Besondere an der Serie? Meine Theorie(n):

- ein ganz normaler Mann, dem man auf dem ersten Blick nichts Schlechtes zutraut, ist der Held. Eigentlich sogar ein recht langweiliger Typ. Aber trotzdem: er weckt Mitleid, Solidarität, Hilfsbereitschaft. Er ist immer höflich, nie brutal, irgendwo ein Antiheld.

- die fortlaufende Handlung. So was gab es damals in Deutschland noch nicht, auch in den USA dürfte dies eine der ersten Serien gewesen sein. Trotzdem war der Fortsetzungscharakter nicht so gravierend, dass man zwangsläufig jede Folge sehen musste. Immerhin befand sich Dr. Kimble immer woanders und er lernte immer andere Menschen kennen. Trotzdem wollte man wissen, ob es nicht irgendwann mal eine Überraschung gab, ob man ihm näher auf die Fersen rückte.

- die Serie vereinte Abenteuer- und Krimiserie in einem. Es gab zwei ständige Darsteller, als Hauptdarsteller den flüchtenden Dr. Kimble und als Nebendarsteller den jagenden Philipp Gerard. Barry Morse hat erzählt, dass er oft beschimpft worden sei in dieser Zeit, er solle den armen Dr. Kimble in Ruhe lassen - man solidarisierte sich sehr stark mit Dr. Kimble.

Ich habe mir auch Gedanken gemacht, mit welcher Serie von heute man sie wohl vergleichen könnte. Aktuelle Krimiserien schaue ich momentan gar nicht, aber vielleicht fällt Euch ja was dazu ein. Heute hat man ja eher Ensemble-Serien als Einzelheld-Serien.

Der Vergleich mit einer Serie aus den 60ern, wenn auch ein anderes Genre, drängte sie mir allerdings auch auf: "Invasion von der Wega". Auch hier ein etwas langweiliger Held mit einem renommierten Beruf, ein Außenseiter, nur, dass David Vincent jagt statt gejagt wird. Doch auch da gibt es nur einen Helden, der immer woanders ist.

Richard Kimble zeigte dem deutschen Publikum vor allem das ländliche und kleinbürgerliche Amerika.

Ach ja, den Film mit Harrison Ford habe ich nicht mehr genau in Erinnerung. Aber ich fand, dass er die ideale Besetzung für die Rolle war. Tommy Lee Jones war eher ein gleichberechtigter Darsteller als Barry Morse für David Janssen, aber einen Hollywood-Star wie Tommy Lee Jones kann man nur schwer für eine Nebenrolle begeistern, denke ich :-) Und er kam ja sogar besser an als Harrison Ford, so drehte er ja noch eine Fortsetzung.

Da ich ja im Besitz aller 120 Folgen von "Auf der Flucht" bin, werde ich mir die nach und nach sicher mal ansehen. Man kann sich heute zwar den Straßenfegerstatus dieser Serie kaum noch vorstellen, aber man muss eben auch die Zeit berücksichtigen, in der das erstmals lief. Aber wer weiß das nicht als Mitglied dieses Forums?

So, und nun hoffe ich auf ein paar Meinungen zur Folge, zur Serie, zur Besetzung - alles, was Euch einfällt :-)

Horace



Beiträge: 480

22.09.2014 07:47
#7 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

Ich habe mir die Folge angesehen, und ja man ist nach kurzer Erläuterung mitten im Geschehen. Ich will es zwar nicht, aber dennoch ganz im Stillen ärgere ich mich auch jetzt noch darüber, wie man damals willkürlich einfach Folgen weggelassen hat, da man der Meinung war, darauf verzichten zu können - und dann auch noch die ersten zwei Folgen...
Kimble sieht meines Erachtens eigentlich immer verdächtig aus. Die Szene in der Kneipe entwickelt sich gegen Kimble, wobei ich nicht verstehe, dass er sich bereits dort versucht zu flüchten. Später trifft er seine Fluchthelferin, die sich teils aber auch etwas unbeholfen anstellt - insbesondere als sie verschwweigen will, dass Kimble im Haus ist. Skurril wirds als die Großmutter erklärt, er solle sie mitnehmen, in einem Kleid sähe sie ganz gut aus - autsch. Der Fahnder, der Kimble sucht, wirkt auf Anhieb unsympathisch. Man ist gleich auf Kimbles Seite - zudem man ja weiß, dass er unschuldig ist. Ja, auch ich kann mir vorstellen, dass die Folgen überwiegend nach gleichem Schema ablaufen. Aber dennoch fand ich es ganz interessant sie nochmals zu sehen.

Petra



Beiträge: 7.160

22.09.2014 07:52
#8 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

Darum geht's aber nicht, Horace :-) Über weggelassene Folgen ärgern sich TV-Nostalgiker immer, aber damals, so behaupte ich mal, ging es gar nicht anders. Die zwei Programme sendeten maximal sechs Stunden täglich. Die Einführungsfolgen wegzulassen war allerdings wirklich ein großer Fehler.

Kimble wirkt meiner Meinung nach nicht immer verdächtig, aber wir wissen ja, dass er verdächtig ist :-) Und was ist dir sonst noch aufgefallen? Woraus schließt du den Riesenerfolg der Serie? - Okay, du hast editiert, da steht jetzt plötzlich mehr als vorher :-)

Ich finde Gerard nicht unsympathisch, nur übermotiviert, und natürlich will er dem Helden an den Kragen, von dem wir ja wissen, dass er unschuldig ist. Aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass er damals auf die Erstzuschauer so wirkte. Wie geschrieben, auch der Darsteller wurde ja mit der Rolle identifiziert und oft angegriffen, warum er den armen Dr. Kimble nicht endlich in Ruhe läßt.

Horace



Beiträge: 480

22.09.2014 08:34
#9 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

Ob die Sendezeit bei einer derart langlaufenden Serie eine Rolle spielt, dass Folge 1+2 wegfallen müssen...na ja...
Na ja, er ist halt schon "verdächtig", weil er als "Fremder" natürlich zwangsläufig auffällt. In dieser Zeit hatten "Fremde" wohl auch noch einen anderen Stellenwert als heute. Sein stets gequälter Gesichtsausdruck (subjektive Wahrnehmung) scheint irgendwas zu verbergen. Der Erfolg scheint mir darauf begründet zu sein, dass man als Zuschauer vom Unrecht weiß, dass imble widerfahren ist. Nicht nur die Tragödie, dass er seine Frau verloren hat (gibt es eigentlich eine Folge, wo er das mal nach außen trägt bzw. seine Gedankenwelt dies mitteilt, oder hat er das komplett abgehakt und konzerntriert sich nur auf seine Flucht ? Da ich nicht alle Folgen gesehen habe, würde es mich interessieren. Scheinbar scheint das in der Handlung ohne Belang zu sein. Als Zuschauer fiebert man offensichtlich von Folge zur Folge mit und hofft natürlich, dass der "unsympatische" Fahnder es wieder nicht schafft Kimble zu schnappen. Zudem ist Kimble in der Tat nicht der Superheld, der souverän jeder Gefahr entgeht. Er braucht in jeder Folge einen Helfer, der seine ständige Flucht erst ermöglicht. Ich weiß noch, wie meine Eltern mir damals erzählten, dass sie immer wissen wollten, wie es mit Kimble weiter ging. Ich habe die Serie erst später in der Wiederholung gesehen. In den 60er hatten solche Serien ja diesen Straßenfeger Charakter - wie bei einigen Krimi Serien dieser Zeit. Heutzutage würde eine derart einfach manchmal naiv strukturierte Serie nicht mehr den Erfolg haben, aber damals war ja eben auch die Erwartungshaltung eine andere, und es funktionierte. Zudem gibt es Serien, die tatsächlich völlig ohne Humor auskommen, Kimble gehört zweifellos dazu.

Elisabeth


Beiträge: 94

22.09.2014 09:22
#10 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

Ja, es ist wirklich erstaunlich, dass damals die Sender so einfach mehrere Folgen weglassen konnten, ohne dass es massive Zuschauerproteste zur Folge gehabt hatte. Ich empfand Richard Kimble damals durchaus als Held auf Grund seiner überlegenen Besonnenheit, die ihn auszeichnete. Dass er bei seiner Flucht häufig auf die Hilfe anderer Menschen angewiesen war, tat seinem Charisma keinen Abbruch; dies machte die Geschichte spannender. Auch die
uns heute etwas langgezogen erscheinenden Handlungsstränge störten mich nicht. Dies empfand ich damals nicht als langweilig, es machte alles sogar etwas realistischer (im Gegenzug zu den heute oft viel zu schnellen, ständig wechselnden Kameraeinstellungen).
Ich hatte mit Spannung auf jede neue Folge gewartet, wollte unbedingt wissen, wie es Dr. Kimble weiter ergeht.

Petra



Beiträge: 7.160

22.09.2014 10:06
#11 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

Wobei ich das "ganz ohne Humor" in der heutigen Zeit fast schon erfrischend finde. Heute könnte man glauben, dass nur noch "Schmunzelkrimis" gedreht werden. Damals war ein Krimi eben ein Krimi, es ging um ein Verbrechen, einen Täter und einen Ermittler. Hier mal eben nicht um einen Täter, aber einen, von dem der Ermittler glaubte, es sei einer.

Elisabeth, hast du die angesprochene Folge gesehen? Natürlich interessiert uns auch ein Gesamt-Resümee der Serie, aber im Grunde sollte es auch um die speziell angesprochene Folge gehen. Was das "Charisma" anging: da gibt es sicher mehrere Meinungen. Ich fand Richard Kimble eigentlich überhaupt nicht charismatisch (ich fand auch David Vincent nicht charismatisch). Aber das musste er auch nicht sein.

Die Serie habe ich erst in der Wiederholung in den Dritten Ende der 70er gesehen, und sicher auch nicht alle 75 deutsch synchronisierten Folgen. Aber auch ich fand es damals sehr spannend! An die letzte Folge kann ich mich übrigens nicht erinnern, obwohl ich glaube, sie gesehen zu haben. Wäre sicher interessant, auch die mal gemeinsam zu schauen. Das muss damals das erste "Welt-Serien-Ereignis" gewesen sein, lange vor der Aufklärung, wer auf J.R. geschossen hat :-)

Horace



Beiträge: 480

22.09.2014 14:01
#12 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

Was den Humor betrifft, da bin ich ganz bei Dir, Petra. Vieles wirkt heutzutage (ist mir im Tatort Münster aufgefallen) zwanghaft komisch. Von daher ist es gar nicht so verkehrt, auch mal auf blöde Sprüche zu verzichten. Ähnlich verhält es sich bei der Serie "Chicago 1930 - Die Unbestechlichen". Das war auch das klassische Gegenbeispiel zum "Schmunzelkrimi". Gewollt war es natürlich bei "Die 2", wo man es natürlich auch erwartete, nachdem man die erste Folge gesehen hatte. Es ist schon seltsam, aber irgendwie bekomme ich Lust, mir weitere Folgen von "Auf der Flucht" anzusehen.
BTW Wie lange kann man nochmal Texte editieren, bevor die Sperre kommt ? Manchmal ärgern die eigenen Tippfehler schon...

Petra



Beiträge: 7.160

22.09.2014 14:29
#13 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

15 Minuten bzw. so lange, bis auf den Beitrag geantwortet wurde.

Elisabeth


Beiträge: 94

22.09.2014 15:13
#14 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

Ich habe auch alle Wiederholungsfolgen in den 70er Jahren in den dritten Programmen gesehen. Auf Grund der Nachhaltigkeit, die diese spannende Serie bei mir hinterlassen hat, ist mir die Serie, auch viele Szenen daraus, noch gut im Gedächtnis geblieben. Jedoch bei etlichen detaillierten Einzelheiten habe ich sicher Erinnerungslücken und hoffe, dass hier mit dem TV-Nostalgie-Stammtisch nochmals vieles zum Vorschein gerufen wird. Der Schluss der Serie ist mir beispielsweise noch gut im Gedächtnis, als sich alles zu Kimbles Gunsten aufgeklärt hatte. Wobei eigentlich seit Folge 3 "Eingekreist" klar war, dass es der einarmige Mann gewesen sein musste, den Kimble vor seinem Haus in der Mordnacht gesehen hatte. Gerade diese Tatsache fand ich damals sehr gut in der Serie umgesetzt, da die Flucht für Kimble (außer seinen Kopf zu retten, natürlich) der weitere Hauptgrund war, den Einarmigen zu suchen. Man fieberte förmlich mit und hoffte, dass er den Einarmigen findet, um seine Unschuld zu beweisen.

Petra



Beiträge: 7.160

22.09.2014 15:49
#15 RE: TV-Nostalgie-Stammtisch 2: Auf der Flucht/Eingekreist antworten

Hm, aber der Einarmige ist, soweit ich das gesehen habe, überhaupt kein Thema in "Eingekreist" - und ich glaube schon, dass ich nichts versäumt habe von der Folge. Oder habe ich vielleicht doch was verpasst? Der Link zur kompletten Folge bei Youtube ist im ersten Beitrag, vielleicht magst du noch mal gucken?

Unser Stammtisch soll sich ja eben nicht nur auf Erinnerungen stützen - zumindest nicht bei der zu besprechenden Folge. Daher ja auch der Untertitel des Forums "Wir schauen gemeinsam fern" - weil eine spezielle Folge das Thema ist, die sich jeder dann nochmal angucken sollte. Ansonsten wäre es ja kein Unterschied zu den jeweiligen anderen Themen. Die Folge gibt aber zugegebenermaßen nicht all zu viel Diskussionsstoff her, weshalb ich dann dankbar bin, wenn auch der weitere Verlauf der Serie noch besprochen wird.

Trotzdem: versucht Euch mal vorzustellen, dass diese Folge gestern die erste einer neuen Serie war. Oder zumindest, dass Ihr die Folge gestern das erste Mal gesehen habt und keine weitere Kenntnis von anderen Folgen oder dem Ausgang der kompletten Serie hättet. Wie wäre dann Euer Eindruck gewesen? Ich schildere mal meinen:

- etwas langatmig
- z. T. wirklich etwas merkwürdige Dialoge
- erinnerte mich an einen Western
- Nicht uninteressant, aber da muss noch viel mehr Action kommen
- Hauptdarsteller blass, eine wirkliche Bindung ist in dieser Folge noch nicht zu erkennen
- einzig und allein die Umstände und die Neugier, was wohl wirklich passiert sein mag im Leben des Dr. Kimble, würden mich veranlassen, noch eine zweite Folge anzusehen.

Man darf nicht vergessen, dass es fast 50 Jahre her ist, dass die Serie lief. Wenn wir es nicht vor fünfzig Jahren gesehen haben, dann vor ca. 35 Jahren. Und auch da befanden wir uns in einer ganz anderen Fernsehwelt.

Wobei ich noch einmal die Frage stellen möchte: mit welcher Serie von heute wäre es irgendwie vergleichbar? Ich meine jetzt nur die Komponente einsamer Hauptdarsteller, durchgehende Handlung, aber abgeschlossene Folgen, nur eine oder wenige ständige Nebendarsteller, es geht um ein Verbrechen. Die Handlung muss nicht identisch sein, das Tempo durchaus höher (keine Kunst, denke ich). So was gibt's heute bestimmt auch.

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