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TV-Nostalgie-Forum

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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 388 mal aufgerufen
 Familienserien - von Salto Mortale zu den Waltons
Lutz Zander



Beiträge: 452

06.01.2017 17:41
Ohnsorg Theater antworten

Tratsch im Treppenhaus
Ich habe gestern telefonisch mit einem Mitarbeiter des Mitschnittservice von NDR-Media gesprochen, da ich mir dort am Mittwoch die 1974er Fassung dieses Schwanks bestellt hatte, stattdessen aber per e-Mail ein Angebot für die Version vom 31.12.1966 bekommen habe.
Dieses Angebot anzunehmen wäre aber irgendwo unsinnig gewesen, da ich die im Jahr 2007, im Vertrieb durch Studio Hamburg Distribution und Marketing GmbH, erschienene Kauf-DVD, mit dieser 1966er Fassung, bereits besitze.
Leider hat mir der Mitarbeiter nun gesagt das die Version der Fernsehaufzeichnung vom 14.09.1974 im NDR-Archiv nicht, bzw. nicht mehr, archiviert ist.
Demzufolge wird es wohl auch nicht mehr möglich sein diese Fassung noch irgendwo her zu bekommen. Es sei denn irgendein Zuschauer hätte die Ausstrahlung damals auf Video aufgenommen. Allerdings halte ich die Chance dafür das jemand so eine Aufzeichnung besitzt für relativ gering, da VHS-Videorecorder zu dieser Zeit noch nicht so weit verbreitet waren wie in späteren Jahren. Ich selber hatte diese Fassung damals mit meinen fast 12 Jahren auch gesehen und den Ton der TV-Ausstrahlung auf einer Musikcasette aufgenommen. Daher weiß ich noch sehr genau dass das Stück "Tratsch im Treppenhaus" in dieser Version, im Gegensatz zur 1966er Schwarz/Weiß-Fassung, wo "Was kann schöner sein" von Lys Assia gesungen zu hören ist, mit "In The Mood", vom Orchester Glenn Miller gespielt, begann, worüber sich Heini Kauffeld in der Rolle als Ewald Brummer dann auch sofort aufregen konnte.
Für mich war die 1974er in Farbe aufgezeichnete Aufführung die erste Bekanntschaft mit diesem unterhaltsamen Schwank überhaupt. Gesehen habe ich diese Fassung aber auch nur in Schwarz/Weiß, da meine Eltern damals (noch) keinen Farbfernseher besessen haben. Es ist wirklich Schade das mir über die Jahre bzw. Jahrzehnte hinweg leider die Tonkonserve auf MC abhanden gekommen ist. Und noch Bedauerlicher ist es dass die damalige TV-Aufzeichnung des NDR im Archiv nicht mehr existiert. Das ist Traurig aber wahr.
Diesen Hinweis wollte ich an dieser Stelle nur kurz weitergeben, da es ja vielleicht, außer mir, noch andere TV-Nostalgie-Fans gibt die sich ebenso noch an diese Fassung erinnern können.

Ghosty


Beiträge: 109

08.01.2017 13:51
#2 RE: Ohnsorg Theater antworten

Also ich kenne nur die 1966er Fassung. Ob ich diese spätere Fassung jemals gesehen habe, weis ich nicht. Wirklich schade, dass es sie nicht mal mehr im Archiv gibt, denn jetzt würde es mich schon mal interessieren, sie zu schauen. Ich habe nur mit bekommen, dass es jetzt wohl auch eine 2016er Fassung gibt, in der Heidi Mahler die Rolle ihrer Mutter übernommen hat. Gesehen habe ich sie aber noch nicht.

Lutz Zander



Beiträge: 452

09.01.2017 13:02
#3 RE: Ohnsorg Theater antworten

Zitat von Ghosty im Beitrag #2
Also ich kenne nur die 1966er Fassung. Ob ich diese spätere Fassung jemals gesehen habe, weis ich nicht. Wirklich schade, dass es sie nicht mal mehr im Archiv gibt, denn jetzt würde es mich schon mal interessieren, sie zu schauen. Ich habe nur mit bekommen, dass es jetzt wohl auch eine 2016er Fassung gibt, in der Heidi Mahler die Rolle ihrer Mutter übernommen hat. Gesehen habe ich sie aber noch nicht.


Na ja, lass es mich mal so ausdrücken. Sehr viel verpasst hast du nicht, wenn du die neue Fassung nicht gesehen hast.
Heidi Mahler hat es zwar geschafft in der Rolle der Tratschtante Meta Boldt ebenso zu überzeugen wie einst ihre Mutter. Auch ihre Kollegen waren nicht unbedingt falsch besetzt.
Aber irgendwie fehlte mir hier doch die Atmosphäre der "alten" Versionen. Man hat zwar den Zeitpunkt der Handlung des Stückes im Jahr 1962 belassen. Und auch die Dialoge stimmten, bis auf ein paar wenige Details, mit denen der alten Aufführungen überein. So macht der Schlachtemeister Bernhard Tramsen hier eben kein "Nitribitt" mehr in die Wurst, wie noch 1966, sondern "Gammelfleisch". Oder die verjüngende Veränderung, die Meta Boldt an Ewald Brammer auffällt, ist in der neuen Fassung eben nicht der verschwundene Schnurrbart, sondern die Brille, die Herr Brummer nun nicht mehr trägt.
Insgesamt wirkte die gesamte Inszenierung auf mich aber trotzdem zu "heutig". Mir fehlte da irgendwo auch ein wenig die Originalität, wie sie eine "Type" von Schauspielern wie Vahl, Kaufeld oder Riepel einst besessen haben.
Gut, mag ja sein das ich das etwas zu subjektiv sehe.
Aber, der Vorteil der beiden "alten" Versionen vom 31.12.1966 und 14.09.1974 lag wohl im wesentlichen darin, dass in beiden Fassungen auch das "alte" Ensemble agiert hat. Hier spielte eben Heidi Kabel, sowohl 1966 als auch 1974, die Rolle der Meta Boldt. Und auch Heinz Lanker war, sowohl als auch, als Vater Seefeldt mit dabei. Nur die anderen Charaktere waren mit anderen Mitgliedern des damaligen Ensembles besetzt:
Hanne Knoop: Erna Raupach-Petersen (1966) / Hilde Sicks (1974)
Dieter Brummer: Edgar Bessen (1966) / Jürgen Pooch (1974)
Heike Seefeldt: Gisela Wessel (1966) / Herma Koehn (1974)
Bernhard Tramsen: Ernst Grabbe (1966) / Werner Riepel (1974)
und natürlich als
Ewald Brummer: Henry Vahl (1966) und Heini Kaufeld (1974).
Und man muss auch sagen das sowohl Henry Vahl als auch Henry Vahl absolut keine Fehlbesetzung in der Rolle des alten Ewald Brummer gewesen sind. Und das kommt wohl auch daher, das die beiden als Schauspieler nicht einfach nur Schauspieler gewesen sind, sondern auch, wie bereits gesagt, echte Typen, oder von mir aus auch Originale, so wie es sie heute nicht mehr gibt. Ja eigentlich auch nicht mehr geben kann. Das gilt übrigens, aus meiner Sicht, gleichfalls auch für alle anderen Mitglieder des Ohnsorg-Ensembles die damals in den beiden "alten" Fassungen von 1966 und 1974 gespielt haben.
Aber wie gesagt. Vielleicht sehe ich das einfach nur viel zu subjektiv.

Lutz Zander



Beiträge: 452

09.01.2017 13:25
#4 RE: Ohnsorg Theater antworten

Kleine Berichtigung. Der folgende Satz, in meinem zuvor verfassten Beitrag, sollte eigentlich so lauten:

"Und man muss auch sagen das sowohl Henry Vahl als auch Heini Kaufeld absolut keine Fehlbesetzung in der Rolle des alten Ewald Brummer gewesen sind."

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