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Dieses Thema hat 7 Antworten
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Eiwennho


Beiträge: 139

27.02.2020 20:31
Peter Wiechmann der Kauka Verlag und Ich Antworten

So um 1961 bekam ich von meiner Mutter neben ihrer Hörzu das erste Fix und Foxi Heft gekauft. Sie waren die einzigen Periodika die es in unserem kleinen Dorfladen wöchentlich gab.
Ich konnte grade so lesen und ich fand die Geschichten mit den Füchsen Lupo Tom und Biber und Pauli einfach toll. Und nebenbei lernte ich immer besser lesen. Meinte meine Mutter.
Wahr ja auch so denn bei mir zu Hause stand man der Schundliteratur relativ gelassen gegenüber. Aber so mit 9 Jahren wurden mir die Hefte doch relativ zu brav.
Aber zum Ausgleich gabs ja die Abenteuergeschichten aus dem Lehnig Verlag wie Sigurd Falk und Nick. Die musste ich mir aber selber kaufen. Und mein Geld war immer zu knapp.
Aber dann so 1964 wurden die Geschichten plötzlich spannender und neue Serien kamen hinzu. Und Lupo Modern Nummer eins haute mich vom Hocker.
Asterix und Lucky Luke, Pit und Piccolo und viel andere Geschichten kamen hinzu und ich war weiter am sammeln.
Was war da mit dem doch eher gemütlichen Kauka Verlag geschehen. Was ich damals nicht wusste ein neuer Redakteur brachte frischen Wind ins alte Gebälk und fegte die Spinnenweben hinweg.
Hätte ich mich damals schon für das Impressum interessiert dann wäre mir vielleicht der Name Peter Wiechmann aufgefallen.
Aber so kaufte ich mir weiterhin die Fix und Foxi Hefte und Lupo Modern das bald Tip Top Und dann Super Tip Top hieß bis zu seiner Einstellung 1967 hatte ich sie alle.
Die FF Hefte hab ich dann so bis 1970 noch gelesen vor allem wegen den Beiserien und dann auch wegen dem Tramp mit spannenden grusligen Abenteuern die allesamt der Peter erfunden hat.
Doch das erfuhr ich erst Jahrzehnte später.

Im Lauf der Zeit sind mir alle meine Kauka Hefte abhanden gekommen aber als ich so Ende der 70er Jahre meine Lehning Abenteuer Geschichten zum sammeln begonnen habe und die innerhalb weniger Jahre komplett hatte brauchte ich was neues zum sammeln.
Ich hatte damals viel Arbeit und zum Ausgleich vom Stress begann ich abends Angebotslisten zu wälzen und mir meine verloren gegangenen Kindheitserinnerungen wieder zusammen zu suchen.
Das war auch damals nicht gerade billig aber im Vergleich zu heute immer noch ein Schnäppchen auch wenn die Preise für schlecht erhaltene hefte im fallen begriffen sind.
Da ich diesmal die Hefte genauer unter die Lupe nahm viel mir schon der Name des Redakteurs Peter Wiechmann ins Auge. Der auch statt Rolfs Moralfinger eigene Beiträge in Lupo Modern verfasste.
Aber dann dauerte es doch nochmal 2 Jahrzehnte bis ich ihn kennen lernen konnte.

Ende des ersten Teils

Horace



Beiträge: 516

06.07.2020 15:07
#2 RE: Peter Wiechmann der Kauka Verlag und Ich Antworten

Also zum Kauka Verlag fallen mir neben den von Dir erwähnten spontan die Figuren Jo-Jo (im Original "Gaston), Katja, Mischa sowie das Comic "PRIMO" ein.
Das war zu meiner Grundschulzeit so um 1972/1973. Allerdings habe ich die nur sporadisch gelesen. Ich war mehr von "ZACK" aus dem Koralle Verlag angetan, das um die gleiche Zeit in Deutschland auftauchte. Aber Kauka Comics haben bei mir auch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Die Geschichten waren toll. Ach, "Paulchen - der (B)engel aus der Hölle" fällt mir gerade noch ein. Schade, dass meine Mutter eine Comic-Neurose hatte. Sie hat immer dafür gesorgt, dass die "Schundheftchen" möglichst schnell auf dem Müll gelandet sind. Da waren leider richtige Klassiker aus den 60er und 70er bei - tut mir heute noch in der Seele weh, v.a. da meine Hefte immer in 1a Zustand waren.

Zementa


Beiträge: 140

08.07.2020 19:48
#3 RE: Peter Wiechmann der Kauka Verlag und Ich Antworten

Zitat von Horace im Beitrag #2
Jo-Jo (im Original "Gaston)

Da du ihn gerade erwähnst: Ich fand die Kauka-Übersetzungen immer so viel lustiger als die Carlsen-Übersetzungen . Besonders deutlich war das halt bei all diesen Franko-Belgischen Comics und hier besonders bei Pit und Piccolo (Spirou und Fantasio). "QRN (QRZ) ruft Bretzelburg" ist in der Kauka-Version ein echter Brüller, in der Carlsen-Version zwar immer noch amüsant, aber ich habe nicht laut losgelacht.

Und ich teile dein Schicksal mit den abhanden gekommenen top erhaltenen Fix-und-Foxi-Heften .

Kaschi


Beiträge: 3.109

09.07.2020 22:36
#4 RE: Peter Wiechmann der Kauka Verlag und Ich Antworten

Manche - zu viele! - Kauka-Übersetzungen waren aber leider von rechtem polit-missionarischen Eifer durchdrungen! Und das bei der Zielgruppe! Beispiele dafür finden sich etwa bei "Pirat Schwarzbart/Old Nick", "Siggi und Babarras = Asterix" und leider auch bei "Pit und Pikkolo = Spirou und Fantasio". Gerade "Bretzelburg" gehört dazu:

https://www.comicforum.de/showthread.php...ou-und-Fantasio
(zum Thema hier etwa ab Posting 33)

Zementa


Beiträge: 140

10.07.2020 06:26
#5 RE: Peter Wiechmann der Kauka Verlag und Ich Antworten

Joaaa, kann sein. Als Kind habe ich das aber definitv nicht geschnallt. Und ich glaube auch nicht, dass ich missioniert wurde. Ich weiß nur noch, dass ich mehr lachen musste, und das soll ja gesund sein .

Horace



Beiträge: 516

10.07.2020 16:05
#6 RE: Peter Wiechmann der Kauka Verlag und Ich Antworten

Und Jo-Jo war wirklich witzig. Da sind mir die Tränen gekommen.

Eiwennho


Beiträge: 139

12.07.2020 21:01
#7 RE: Peter Wiechmann der Kauka Verlag und Ich Antworten

Man kann da über die Frankobelgischen Comics und seine Kauka Übersetzungen, die ja oft eher eigenständig waren, Seitenweise diskutieren.
Tatsache ist aber dass es der damalige Zeitgeist war und der Aufschrei darüber hielt sich ja in Grenzen.
Aber die Alben von Bretzelburg und Asterix bei den Goten haben von ihrer Machart her geradezu herausgefordert die damalige Deutsch Deutsche Situation so zu übersetzen.
Aber Goscinny und auch Franquin haben später immer wieder betont dass es nicht so ist um nicht in eine rechte Ecke gedrängt zu werden.
Aber die Bildsprache spricht da eine andere Sicht.
Aber auch ich lese heute immer noch viel lieber die damaligen Kauka/Wiechmann Übersetzungen als die späteren und auch langweiligeren politisch korrekten Übersetzungen.
Dass man das heute nicht mehr so bringen kann steht wieder auf einem anderen Blatt da die heutigen Leser ja in einer anderen Zeit aufwachsen und mit vielen Anspielungen ja garnichts mehr anfangen können.
Auf jeden Fall hat Wiechmann einen nicht unerheblichen Anteil daran dass diese Klassiker bei uns erschienen sind. Und ich damit aufwachsen konnte. Ohne ein Rechtsaußen zu werden.

Über den Comicguide habe ich dann vor ca. 12 Jahren den Peter kennengelernt und wir haben dann die Jahre danach viele Mails ausgetauscht und uns oft köstlich über alte Zeiten amüsiert.
Er als der damalige Macher und ich als damaliger Leser. Und so habe ich eine ganze Bibliothek über und von Ihm zusammengetragen.
Doch dazu später mehr.

Horace



Beiträge: 516

13.07.2020 10:07
#8 RE: Peter Wiechmann der Kauka Verlag und Ich Antworten

Mir fällt da zum Thema "politisch korrekt" noch die Serie "Viva la revolution" ein - müsste auch eine Wiechmann Schöpfung gewesen sein. Wenn ich mich recht erinnere, ist die Geschichte damals bei ZACK gelandet, aber ich kenne das auch noch aus PRIMO. Muss ich mal googlen...

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