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Dieses Thema hat 17 Antworten
und wurde 5.072 mal aufgerufen
 Familienserien - von Salto Mortale zu den Waltons
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Edmund ( gelöscht )
Beiträge:

27.05.2007 11:31
Alle Meine Tiere Antworten
Alle meine Tiere war eine neun teilige, in Schwarz-Weiß gedrehte Fernsehserie zu je 45 - 50 Minuten in der Regie von Otto Meyer aus den Jahren 1962 bis 1963, die in einer Tierarztpraxis im Schwarzwald spielte.

Gedreht wurde in sowie um Baden-Baden. Das noch real existierende Anwesen ist heute ein Restaurant „Zur Molkenkur“.

Neben Gustav Knuth in der Hauptrolle des Tierarztes Dr. Hofer spielte Tilly Lauenstein seine Ehefrau. Die beiden erwachsenen Kinder Bärbel (Sabine Sinjen als ältere Tochter) und Ulli (Volker Lechtenbrink), der noch zur Schule geht, spielen ebenso eine Rolle in der Serie wie das Hausfaktotum Lenchen (Käte Jaenicke), die sich um den Haushalt der Hofers kümmert. Produziert wurde die Serie von dem SWF (Südwestrundfunk).

Hauptdarsteller.:

Gustav Knuth.: * 7. Juli 1901 in Braunschweig; † 1. Februar 1987 in Zollikon, Schweiz
Tilly Lauenstein.: * 28. Juli 1916 in Bad Homburg; † 8. Mai 2002 in Potsdam
Sabine Sinjen.: * 18. August 1942 in Itzehoe; † 18. Mai 1995 in Berlin
Volker Lechtenbrink.: * 18. August 1944 in Cranz/Ostpreußen
Käte Jaenicke.: * 22. März 1923 in Danzig; † 1. November 2002 in München
Wolfgang Jansen (Frank).: * 3. April 1938 in Danzig; † 9. Januar 1988 in Hamburg

Weitere Schauspieler.:

Naomi
Renate Kasche
Hilde Engel
Heinz Rabe
Martin Rickelt
Renate Schacht
Hansi Jochmann
Wolffried Lier
Ingrid Schwarz
K.G. Gensichen


Die Folgen.:

1. Der Graue
2. Das Picknick
3. Der Besuch
4. Der Urlaub
5. Der Unfall
6. Die Party
7. Der Verdacht
8. Der blaue Brief
9. Das stille Fest


Die DVD.:

Erscheint am 25. Mai 2007 auf DVD und ist ab sofort bei amazon.de & alphamusic.de bestellbar...
Alle neun Folgen auf drei DVD mit Versandkosten zirka (21.50.--) Ich habe mir die Serien am
Pfingstwochenende angesehen und bin begeistert gewesen ...

Das Taschenbuch gibt es noch unter http://www.buchfreund.de/
Angefügte Bilder:
alle meine tiere.jpg  
Kaschi


Beiträge: 3.112

28.05.2007 14:23
#2 RE: Alle Meine Tiere Antworten

Ein weiterer Hauptdarsteller ist "Der Graue", der Schäferhund der Hofers. In Folge 1 wird er von Ulli als verwilderter Hund aufgegabelt und dann von allen gesund gepflegt. In Folge 4 gerät er (natürlich zu Unrecht ...) unter Tollwutverdacht, weshalb der lange geplante Familienurlaub ins Rutschen gerät.

Petra



Beiträge: 7.307

28.05.2007 14:33
#3 RE: Alle Meine Tiere Antworten

Sag bloß, Kaschi - hast du die Serie gekauft?

Kaschi


Beiträge: 3.112

28.05.2007 15:04
#4 RE: Alle Meine Tiere Antworten

Aba logo!

Kaschi


Beiträge: 3.112

28.05.2007 20:58
#5 RE: Alle Meine Tiere Antworten

Daß Johann, Butler von Graf Yoster, zuvor ein übler Heiratsschwindler war ...

Petra



Beiträge: 7.307

29.05.2007 08:28
#6 RE: Alle Meine Tiere Antworten

Heiratsschwindler bei "Alle meine Tiere"? Wollte er etwa Lenchen heiraten? (Ich hab's immer noch nicht angesehen).

Kaschi


Beiträge: 3.112

29.05.2007 10:44
#7 RE: Alle Meine Tiere Antworten

Stimmt! Und nachdem das aufgeflogen ist, hat er sich an Yoster rangemacht, der elende Schlawiner! Und in Kürze verduftet er wohl in Richtung Chroma ...

cessnaritter ( gelöscht )
Beiträge:

29.05.2007 20:52
#8 RE: Alle Meine Tiere Antworten

Ja, Petra! (nun ist es ja eh` schon ans Licht gekommen). Er wollte Lenchen ihr Erspartes abnehmen... der Schuft!) Aber es kommt noch rechtzeitig ans Tageslicht, daß er schon(noch) verheiratet ist.

Kaschi


Beiträge: 3.112

30.05.2007 13:25
#9 RE: Alle Meine Tiere Antworten

Gekauft habe ich mir die Serie wegen der Nostalgie. Aber mir gefällt sie auch darüber hinaus. "Herzschmerz" ist nicht das zentrale Thema, sondern bestenfalls eines unter mehreren - wie in der Realität halt auch. Die Tierarzt-Arbeit steht oft im Mittelpunkt. Dazu kommen Probleme wie Vater-Sohn-Konflikte, Flüchtlings(nicht)eingliederung/Armut oder artgerechte Tierhaltung zur Sprache. Die rustikale, aber herzliche Grundhaltung der Familie finde ich sehr sympathisch. Hervorgehoben wird das durch die eine oder andere Gastrolle, die mit der handfesten Moral der Hofers wenig anfangen kann. Übrigens: daß Schimanski der erste TV-Star gewesen sein soll, der laut "Scheiße!" geflucht hat, ist nun wirklich Quatsch. Da sei Doktor Hofer vor ...

Nicht ganz so dolle und nicht zu dieser Rustikalität passend ist in meinen Augen teilweise die Schauspielerei. Besonders bei Sabine Sinjen fällt mir das auf: sie spricht sehr korrekt, verschluckt keine Silben usw. Wirkt für mich bei einer Teenagerin etwas unnatürlich. Auch bei Volker Lechtenbrink und Tilly Lauenstein hört man hin und wieder so eine "Schauspielersprache" durch (paradox?). Gustav Knuth hingegen hört sich so an, als würde er wirklich "frei Schnauze" reden. Allerdings wirken er und seine Partnerin nicht unbedingt gleich alt (was sie laut Drehbuch wohl in etwa sein sollen). Was ich auch noch vermisse, ist eine regionale Anbindung der Serie. Die Schwarzwaldnähe ist nirgendwo auch nur ansatzweise heraus zu hören. Das hätte die Handlung noch authentischer wirken lassen, glaube ich.

Neben all den 60er Utensilien, die haufenweise vertreten sind, gehört zum Zeitgeist aber auch das Rollenverständnis der Familienmitglieder. Zwar ist Papa kein Diktator im engeren Sinne, aber als eine schwierige Entscheidung ansteht (in Urlaub zu fahren trotz des Tollwutverdachts beim "Grauen"), gewährt er der Familie eine demokratische Abstimmung ... Da schimmert doch noch das Alte durch. Andererseits ist seine Frau keineswegs das Hausmütterchen, sondern - halbwegs - gleichberechtigte Ärztin im Betrieb, fährt selbstverständlich Auto - und das waren Anfang der 60er noch keineswegs Selbstverständlichkeiten, wie auch an der verwunderten Reaktion des Besuchers aus Südamerika deutlich wird.

Petra



Beiträge: 7.307

30.05.2007 15:45
#10 RE: Alle Meine Tiere Antworten
Eigentlich sind alle Serien von Heinz-Oskar Wuttig ("Alle meine Tiere" war wohl seine erste) sehr authentisch, zumindest was die Verhältnisse der Familienmitglieder untereinander angeht, für regionale Dialekte kann ich nicht so sprechen.

"Der Forellenhof" spielt auch im Schwarzwald, hier geht es um eine Hoteliersfamilie (nur wenig später angesiedelt als "Alle meine Tiere"). Heinz-Oskar Wuttig hatte damals auch häufiger die gleichen Schauspieler. Tilly Lauenstein spielte dort die Schwägerin Ruth Buchner, Hans Söhnker war der Hotelier, Jane Tilden seine Ehefrau (stammt aus Wien, genau wie "in Wirklichkeit"). Die Kinder waren Helmut Förnbacher (mit der Familie ein wenig entzweit, wie im richtgen Leben so oft), Gerhard Lippert und Helga Anders (die mir auch manchmal etwas unnatürlich vorkam).

1968 kam "Salto Mortale" - eine ganz andere Familie, aber wieder mit Gustav Knuth in der Hauptrolle (und mit Hans Söhnker mal wieder). Auch hier spielt er den knorrigen Vater ganz toll. Und Jakobsen macht keinen Hehl daraus, dass er Hesse ist (Joseph Offenbach).

In den späten 70ern dann "MS Franziska" - auch sehr realistisch und glaubwürdig - und da kann ich erstmals selbst sagen, dass da die regionale Anbindung fehlt. Die Wildes haben ihren Stammsitz in Leutesdorf am Rhein, ich bin etwa 10 km entfernt von dort aufgewachsen und weiß, wie die Leute dort reden. Aber Paul Dahlke und seine Söhne (u. a. Klaus Knuth, der Sohn von Gustab) sprachen hochdeutsch. Trotzdem: alle Serien von Heinz Oskar Wuttig sind gut recherchiert und sehr glaubwürdig erzählt.
Kaschi


Beiträge: 3.112

01.06.2007 23:29
#11 RE: Alle Meine Tiere Antworten

Folge 7 heißt in der DVD-Box übrigens nicht, wie es ansonsten überall zu lesen ist, "Der Verdacht", sondern "Die Kündigung".

Gisela Tantau, die in Folge 4 die Urlaubsvertretung Frl. Glaser spielt, war vorher u.a. in dem Klassiker "In jenen Tagen" zu sehen, außerdem in "Fabrik der Offiziere" und später zweimal im "Tatort".

Auch Dieter Eppler (u.a Tatort-Kommissar, Edgar Wallace) als Leiter eines Reitstalls ist in einer Nebenrolle zu sehen, genauso wie "Kommissar Freytag" Konrad Georg. Relativ oft treten zwei Freunde von Ulli und Bärbel in Erscheinung: Ruth Wegener, gespielt von Renate Kasché und Frank, gespielt von Wolfgang Jansen. Eine Schauspielerin namens Naomi gibt die Sybille Katz, Tochter aus reichem Hause, an der Ulli einen Narren gefressen hat, aber alsbald eine Abfuhr kassiert. Wolfried Lier spielt den rücksichtslosen Hundehalter Strecker, dem "Der Graue" ausbüxt.

TV-GLOTZER ( gelöscht )
Beiträge:

17.06.2007 19:22
#12 RE: Alle Meine Tiere Antworten
Diese TV-Serie ist in etwa gleich wie der Forellenhof mit dem themenbezogenen Unterschied eben. Lieb, süß, nett zum sorglosen entspannten Anschauen und feststellen, um wieviel besser doch früher alles war. Was auffällt, ist die Tatsache, dass mehr Wert auf Untehaltung als auf Quote gelegt wurde. Das würde heute oftmals wieder mehr Orientieung in die Etagen der Senderverantwortlichen bringen. Ansonsten siehe Bericht zum Forellenhof !
Kaschi


Beiträge: 3.112

17.06.2007 22:10
#13 RE: Alle Meine Tiere Antworten

Die Hofers waren als Tierarztfamilie im übrigen für damalige Verhältnisse durchaus begütert: Küchenhilfe, Fernseher, Kühlschrank, Elektroherd, Telefon, Opel Rekord, mehrere Wohnzimmer, Garten, ... All das waren Anfang der 60er durchaus Statussymbole. Bei der Flüchtlingsfamilie aus Folge 2 sah das auch ganz anders aus.

Andererseits galt für die Hofers offenbar das Prinzip: "Leben, um zu arbeiten", nicht umgekehrt. Das paßt durchaus zur Zeit des "Wirtschaftswunders". Insbesondere die Eheleute beklagen sich des öfteren darüber, wissen aber auch keinen Ausweg. Bemerkenswert nur (und unrealistisch?), daß das für die beiden herangewachsenen Kinder anscheinend kein Problem ist.

Kaschi


Beiträge: 3.112

26.06.2007 17:45
#14 RE: Alle Meine Tiere Antworten

Beim Anschauen alter Fernsehserien tritt oft ein Effekt ein, der mich traurig stimmt. Nämlich zu wissen, wie es weitergegangen ist mit den Schauspielern, insbesondere mit denen, die deutlich vor der Zeit gestorben sind. Bei "Alle meine Tiere" sind das Sabine Sinjen (als Bärbel) und Wolfgang Jansen (als Frank). Während Gustav Knuth, Tilly Lauenstein und Käte Jaenicke über bzw. knapp 80 Jahre alt wurden, ist Sabine Sinjen nur 52 Jahre alt geworden und Wolfgang Jansen 49.

Zu Wolfgang Jansen ein Zitat aus Wikipedia:

In Antwort auf:
Als er die Rolle des Film-Teenagers nicht mehr ausfüllen konnte, wandte sich Jansen dem Fernsehen zu, wo er in zahlreichen Sendungen Kostproben seiner komödiantischen Fähigkeiten gab, und moderierte 1974 die Kinderserie Kli-Kla-Klawitter. Er zeigte sich jetzt auch an mehreren deutschen Theatern.

Im Jahr 1983 wurde seine Ehe mit einer Arzthelferin nach 22 Jahren geschieden, und kurz darauf verunglückte seine neue Lebensgefährtin tödlich. Er selbst verlor 1985 bei einem Zugunglück in Darmstadt das rechte Bein. Wolfgang Jansen starb in ärmlichsten Verhältnissen.


Und zu Sabine Sinjen aus derselben Quelle:
In Antwort auf:
Wegen eines 1984 diagnostizierten Karzinoms an der Tränendrüse verlor sie 1986 nach mehreren chirurgischen Eingriffen ein Auge. Trotz ihrer schweren Erkrankung spielte sie weiter Theater und trat in mehreren Fernsehfilmen auf. Sie trug dabei ständig eine Augenklappe, die durch ihr Haar verdeckt wurde. 1995 erlag sie ihrem Krebsleiden


Das Leben ist halt keine Fernsehserie.

cessnaritter ( gelöscht )
Beiträge:

26.06.2007 19:48
#15 RE: Alle Meine Tiere Antworten

Zitat von Kaschi
Die Hofers waren als Tierarztfamilie im übrigen für damalige Verhältnisse durchaus begütert: Küchenhilfe, Fernseher, Kühlschrank, Elektroherd, Telefon, Opel Rekord, mehrere Wohnzimmer, Garten, ... All das waren Anfang der 60er durchaus Statussymbole. Bei der Flüchtlingsfamilie aus Folge 2 sah das auch ganz anders aus.
Andererseits galt für die Hofers offenbar das Prinzip: "Leben, um zu arbeiten", nicht umgekehrt. Das paßt durchaus zur Zeit des "Wirtschaftswunders". Insbesondere die Eheleute beklagen sich des öfteren darüber, wissen aber auch keinen Ausweg. Bemerkenswert nur (und unrealistisch?), daß das für die beiden herangewachsenen Kinder anscheinend kein Problem ist.


Kaschi, ich glaube, das Verhalten der Eltern war typisch für diese Generation. Die hatte oft im Krieg alles, aber auch alles verloren und mußte erst mal anschaffen. Da hat niemand am Prinzip gezweifelt, daß man lebt um zu arbeiten, denn wer arbeitete konnte sich was anschaffen! Die halberwachsenen Kinder hatten ja nun im Elternhaus schon den Luxus frei Haus, die haben schon eher mal gedacht, warum soll man sich anstrengen? Von daher also sicher nicht ganz unrealistisch.

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