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Pete war in der alten Yahoo-Group ja berühmt-berüchtigt für lange Postings, hier habe ich eines seiner längsten ausgegraben, das über die Abenteuerserien:
Unter „Abenteuer-Serie“ verstehe ich nicht etwa eine Western- oder eine Krimiserie, sondern ich vermag sehr wohl zu unterscheiden. Selbst die beliebten Tier-Serien wie „Flipper“, „Skippy“ oder „Fury“ reihe ich nicht in die Kategorie „Abenteuer“ ein. Dadurch wird die Liste der Serien nicht übermäßig lang und wesentlich übersichtlicher. Ich werde in meinen Erinnerungen hin und wieder mal auf die Abenteuer-Vierteiler verweisen, doch ich selbst bin eigentlich kein Fan der Vierteiler – es gab nur wenige, die mich wirklich nachhaltig beeindruckt haben. Deshalb möchte ich diesmal auch nur meinen absoluten Lieblings-Vierteiler erwähnen und hoffe, ihr nehmt es mir nicht allzu übel, wenn ich nicht an „Schatzinsel“, „Seewolf“, „Tom und Huck“ und „David Balfour“ erinnere...
Meine frühesten Begegnungen mit „Fernsehabenteurern“ liegen Mitte der 60er Jahre. Da gab es zwei gestandene amerikanische Mannsbilder namens Ted McKeefer und Jim Buckley (gespielt von Larry Parnell und Ken Curtis, dem späteren „Festus“ aus „Rauchende Colts“). In einer der ersten Serien des auf Natur-Abenteuer spezialisierten Ungarn Ivan Tors schnallten sich die beiden Ritter der Lüfte ab März 1963 den Fallschirm auf den Rücken, stiegen mit einer Cessna in den Himmel und sausten dann wieder zu spektakulären Rettungs- und Verfolgungsaktionen dem Erdboden entgegen. „Sprung aus den Wolken“ (im Original „Ripcord“ = „Reißleine“) war nicht nur eine der ersten Spannungsserien, die sich in der ARD ungemein großer Beliebtheit erfreuten, sondern auch die erste Serie, zu der ich ein Fernsehbuch bekam! Eines jener inzwischen heiß begehrten Bücher aus dem Engelbert/PEB-Verlag, das meine Sammelleidenschaft für Fernsehbücher und Fernsehserien viele viele Jahre später neu entfachen und aufflammen lassen sollte. Es dauerte immerhin die letzten vier Jahre, bis ich Band Zwei dieses Fernsehbuches endlich mein Eigen nennen konnte!
Nun, Ted McKeefer und Jim Buckley bannten mich vor den Fernsehschirm. Es war einfach atemberaubend, wie „meine“ Helden sich durch die Lüfte schwangen. Doch dann gab es noch ein anderes Element, das für meine Helden wichtig war: Das Wasser. Mike Nelson nannte sich ein von Lloyd Bridges gespielter Taucher, der seine spannenden und mitreißenden Abenteuer in den Tiefen des Meeres bestand. Wieder war Ivan Tors ein Hit gelungen (sein letzter war glaube ich „Mein Freund Ben“), und „Abenteuer unter Wasser“ (im Original „The Sea Hunt“) war die erste amerikanische Serie, die zu zwei Dritteln im und unter Wasser handelte. Lloyd Bridges war prädestiniert für die Rolle des Tauchers Mike Nelson und sein Konterfei zierte schon bald die Regale der Zeitschriftenhandlungen, denn der Tessloff-Verlag brachte die Comic-Reihe „Fernsehabenteuer“ heraus. Auch zu dieser Serie gab es Romane aus dem Engelbert-Verlag, die der Spannung der Serie nicht nachstanden.
Tja, und dann wechselte ich von den Lüften und dem nassen Element wieder in festere Gefilde. Ein wagemutiger Reporter einer amerikanischen Zeitung bestand zwar bereits 1961 auf deutschen Bildschirmen atemberaubende Abenteuer in „Die Abenteuer des Hiram Holiday“, aber da hatten meine Eltern noch kein TV-Gerät, und ich war noch ein Hosenscheißer. Ich musste bis Ende der 60er Jahre warten, um Reporter bei ihren Abenteuern begleiten zu können. Denn da lief dann im ZDF die von mir sehr geliebte Serie „Die Globetrotter mit Edward Meeks und Yves Renier.
1964 durfte der beliebte deutsche Schauspieler Paul Klinger („Kommissar Brahm“ und die „Immenhof“-Filme) uns in der Serie „Abenteuerliche Geschichten“ in die Welt der Bildschirmabenteuer einführen, aber auch das habe ich nur am Rande mitbekommen. Nein, mich zog es erst mal ins Mittelalter. (“Royal Canadian Mounted Police“ und „Sergeant Preston vom Yukon“ erwähne ich in diesem Zusammenhang nicht, da sie im weitesten Sinn Westernserien sind...). Im Mittelalter allerdings tummelten sich dann alle Helden, die in mir auch ein Faible für strahlende Ritter, Burgen (und die dazugehörigen Fräulein) und Schwerterklirren weckten: Robin Hood, Richard Löwenherz, Ivanhoe, Sir Francis Drake, Quentin Durward...und so weiter. Sie machen für mich das Mittelalter lebendig, und ich war nicht mehr vom Bildschirm wegzukriegen!
„Ivanhoe“ hieß der erste Held, der auf deutschen Bildschirmen für Volk, Vaterland und die Krone den wipfelbehelmten Kopf und den geharnischten Body hinhalten musste. Es war die Debütrolle eines jungen Engländers namens Roger Moore, der sich später mit „Mein Name ist Bond – James Bond vorstellen sollte. Ich selbst kam erst in den 90er Jahren auf Arte in den Genuss, Sir Ivanhoe und seine treuen Begleiter Gurth und Bart beim Fechten und Kämpfen zu beobachten. Die Serie war in ihrer ebenso schlichten wie heute wohl eher zum Schmunzeln anmutenden Machart aus einer ganzen Reihe ähnlicher britischer TV-Serien nicht mehr wegzudenken.
Mein persönlicher Favorit aber, und wohl die beste Ritterserie ihrer Zeit, war eine britische Produktion aus dem Jahre 1955: „Die Abenteuer von Robin Hood“ (The Adventures of Robin Hood) hieß sie, und wenn Richard Greene sonntags nachmittags seinen Pfeil auflegte und ihn schwirren und mit sattem Zittern in den Baumstamm schnellen ließ, war der Tag für mich gerettet! Richard Greene spielte den Robin sehr sympathisch, sein Gegenspieler war der großartige Mime Alan Wheatley als Sheriff von Nottingham, und Maid Marian wurde von Bernadette O’Farrell gegeben. Hier begegneten mir alle Helden wieder, die ich schon aus dem berühmten Robin Hood-Sagenbuch von Howard Pyle kannte: Bruder Tuck, Little John, Will Scarlett, Alan of Dale und viele andere. Besonders das Titellied vergaß ich nie:
„Robin Hood, Robin Hood,
reitet durch die Lande,
voller Stolz und Wagemut
folgt ihm seine Bande.
Die Bösen sind ihm bös,
die Guten sind ihm gut,
Robin Hood, Robin Hood, Robin Hood…”
Wenn man allerdings die Serie heute betrachtet, kann man sich des Schmunzelns nicht erwehren...da belagert doch der Sheriff von Nottingham eine Burg, in der sich Robin und seine Schützlinge verschanzt haben, mit einer Armee, und die besteht aus...ZWEI MANN !!! Auch erfand der Produzent der Serie aus Kostengründen die sehr effektive Drehbühne, die es ermöglichte, ein und die selbe Szenerie durch Drehen der Bühne aus vielen verschiedenen Blickwinkeln zu filmen und so den Eindruck zu erwecken, man habe es mit verschiedenen Drehorten zu tun.
Auch unser allseits bekannter „Wilhelm Tell“ durfte in England sein Unwesen in pseudo-schweizer Kulissen treiben – Conrad Phillipps verkörperte den schweizer Freiheitshelden wunderbar spannend, aber uns Deutschen blieb die Serie leider vorenthalten.
Erst in den späteren 60er Jahren tummelten sich wieder zwei Helden in Strumpfhosen auf deutschen Bildschirmen und brachten mich dazu, nicht nur die sonnengefluteten Nachmittage vor der Flimmerkiste zu verbringen, sondern auch meine Fingernägel abzukauen (eine blöde Angewohnheit): Dermot Walsh schwang das Schwert für England und gegen Prinz John, denn als „Richard Löwenherz“ kehrte er aus österreichischer Gefangenschaft in die Heimat zurück und holte an seinem Bruder Johnny nach, was dessen Papa in jungen Jahren versäumt hatte... Wenig später (im Film allerdings ein paar Jahrhunderte später) zückte Terence Morgan als „Sir Francis Drake – Pirat der Königin“ sein ellenlanges Rasiermesser und stutzte bösen Spaniern die Schnurrbärte. Er trug immer ein nietenbesetztes glänzendes Lederwams, und lehrte seine Widersacher das Fürchten. Meine Güte, hatte dieser Degen geblitzt!
Der Frauenschwarm Amadeus August schließlich verteidigte als „Quentin Durward“ Anfang der 70er Jahre im ZDF mit Schwert und Herz die Ländereien der gar lieblichen Gräfin Isabelle de Croye gegen die habgierigen Griffel des Herzogs von Burgund. Ich hab schon mal über diese Serie geschrieben und musste mich für die letzte Folge, den Entscheidungskampf, so zu sagen durch den Dreck robben, um ihn sehen zu können. Aber was tut man nicht alles, wenn man Fernsehverbot bekommt?
Außer der Reihe tanzte der Holländer Rutger Hauer, inzwischen zum „B “-Picture-Star in den USA aufgestiegen, als „Floris von Rosemund“, der wohl ersten Mittelalter-Comedy-Serie aus dem Jahre 1969 (die erst sechs Jahre später zu uns kam), die sich durch eine ausgesprochen dämliche und dümmliche deutsche Synchronisation auszeichnete. Zusammen mit seinem depperten Kumpel Sindala schreitet Floris von Rosemund immer dann zu Taten, wenn es darum geht, holde Maiden vor bösen Burschen zu bewahren. Dabei geht allerdings alles schief, was schief gehen kann, was uns beweist, dass ein gewisser Murphy und sein Gesetz bereits vor mehreren hundert Jahren existiert haben müssen...
Was die Engländer konnten, konnten die Franzosen schon immer! Ende der Sechziger prügelte sich ein wagemutiger Husar durch die französischen Provinzen – Chevalier de Ricci hieß er und focht nicht nur fürs Vaterland, sondern auch für seine Angebetete Isabelle...“Die Abenteuer des Chevalier de Ricci“ (Im Original: La Chevalier Tempete) lief bei uns am Samstag Nachmittag, und wer, glaubt ihr wohl, spielte diesen wagemutigen Draufgänger? Ja, genau der: ARPAD, DER ZIGEUNER !!! Robert Etcheverry führte den Degen wie kein Zweiter, um das Herz von Genevieve Cassile als Isabella zu erobern. Nun ja, nur wenig später wechselte er ins Lager der Zigeuner und bekämpfte die ungarische Obrigkeit als „Arpad“, jener Rolle, die ihm in Deutschland den endgültigen Durchbruch und im Film das Herz der wirklich schönen Rilana (Edwige Pierre) bescherte. Nein, keine Sorge, ich hab sie nicht mit „Ribana“ verwechselt, die gehörte nämlich dem Winnetou...
In Italien spuckt derweil Italiens Robin Hood dem Grafen von Ticino in die Suppe, was diesem natürlich gar nicht schmecken will. „Rinaldo Rinaldini“ nennt sich der ehemalige Adlige, der zum Räuberhauptmann avanciert, um die Reichen zu beklauen und die Armen zu betrauen (sollte sich mal einer bei uns überlegen...). Gespielt wird unser Held in dieser überaus erfolgreichen Vorabendserie der ARD von dem Münchner Fred Williams, der mit dieser Rolle zu Ruhm und Ehre gelangte und später in zahlreichen italienischen Sexploitation-Filmen auftrat. Seine geliebte Rosalie wurde von Ursula Mellin gespielt, die später leider wieder in der Versenkung verschwand.
Anfang der 70er Jahre brachte England ein „neues Gesicht“ hervor – einen Abenteuerhelden, wie er im Buche stand: Oliver Tobias war „König Artur “. In der Serie war er unsterblich in die Barbarentochter Gila von Weitershausen verknallt und stritt an der Seite von Alt-Kollege Rupert Davies („Maigret“) und...Georg Marischka, den wir als Produzenten von deutschen Lederhosen-Sexfilmchen und als Sägewerksbesitzer vom bayrischen Küblach („Forsthaus Falkenau“) kennen...
Oliver Tobias begegnet uns wieder in der großartigen Produktion „Das neue Land/Firbecks neues Land“ als Luke Firbeck, der versucht, sein Land im australischen Outback des 18. Jahrhunderts gegen die britische Obrigkeit zu verteidigen. Eine wunderbare Serie, die uns das ZDF hier bescherte und an die ich mich nachhaltig gern erinnere. In australischen Gewässern spielte auch die Serie „Die Überlebenden der Mary Jane“, in der sich eine Gruppe Schiffbrüchiger, Reisende und für die australischen Sträflingskolonien vorgesehene Deportierte gegen die Tücken der Natur behaupten müssen. Mit „Gegen den Wind“ schließlich bringt das ZDF eine ebenso schöne wie spannende australische Serie, die uns mit John English und Mary Larkin ein Traumpaar beschert und auch noch einen tollen Titelsong von John English. Auch hier geht es um Deportierte (ein sehr beliebtes Thema), und wir erhalten eine realistische Schilderung, wie die Kolonialisierung Australiens vor sich ging.
Noch einen Helden wollen und dürfen wir nicht vergessen – den Helden meines Lieblings-Adventsvierteilers des ZDF – „Michael Strogoff – Kurier des Zaren“. Raimund Harmstorff schlägt, schwimmt, rennt, reitet und prügelt sich für die Rolle durch tausend Meilen unwegsamstes Sibirien, begleitet von der schönen und begehrenswerten Nadja. Scharmützel, spannende und hochdramatische Kämpfe, schöne Frauen, eine ansprechende Geschichte und ein wahrlich heldenhafter Raimund Harnstorff verkürzten uns die Zeit bis Weihnachten. Ich habe diese Serie geliebt und liebe sie noch! An Dramatik und Stunts war die deutsch-französische Co-Produktion kaum zu überbieten, und die Titelmusik war schlichtweg kultig!
Nicht unerwähnt sollten zwei Mehrteiler mit Matthias Habich in der Hauptrolle bleiben, die mich damals beeindruckt hatten: Zum einen war da „Des Christoffel von Grimmelshausens abenteuerlicher Simplicissimus“ aus dem Jahre 1975, der die Schrecken des 30-Jährigen Krieges recht unverblümt zeigte und Themen wie Hexenwahn und das Lotterleben der Söldner ziemlich drastisch aufgriff. Eine Serie, die selbst unter meinen eher fernsehfeindlichen Mitschülern für Gesprächsstoff sorgte...
Der andere Mehrteiler mit Matthias Habich ist „Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck“, die zwar nicht so eindringlich war wie der „Simplicissimus“, dennoch aber beeindruckend gespielt war. Allerdings gefiel mir die Neuverfilmung mit Ben Becker und Alexandra Maria Lara vor einem halben Jahr auch gut.
In den Achtziger Jahren erleben wir dann Michael Praed und Jason Connery in der Titelrolle des „Robin of Sherwood“, die uns die Sage um Robin Hood mystischer und in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt und die neben dem Serienklassiker mit Richard Greene wohl die beste Verfilmung des Stoffes darstellt.
Begeben wir uns zurück in die Moderne. Die Australier hatten ja schon öfters ein Händchen für „Abenteuerserien“ bewiesen, und so bereitete uns das ZDF mit „Bumerang“ relativ spät aber dennoch eine Serie um einen Jungen, der mit einem magischen Bumerang allerlei aufregende Abenteuer erlebt. Nie werde ich die Folge „Der Buschbrand“ vergessen, in der sich Tom und seine Freunde vom Feuer eingeschlossen im australischen Busch wiederfinden und Tom in höchster Not den Bumerang schleudert. Denn so lange sich das Teil in der Luft befindet, können sich Tom und seine Freunde einen Weg durch das Feuer bahnen...
„SOS Charterboot“ war eher eine Krimiserie, aber es gab noch „Die Abenteuer der Seaspray“. Der amerikanische Captain John Wells dümpelt mit seinen Teenager-Kindern Mike und Susan auf der Motoryacht Sea Spray durch polynesische Gewässer und erlebt allerlei Aufregendes. Bei uns ging es im ARD-Regionalprogramm zur Sache, und ich mochte die Serie ausgesprochen gern.
„Barrier Reef“ schließlich erzählt die Geschichte eines Teams von Ozeanologen, das mit seiner Yacht „Endeavour“ am Barrier Reef kreuzt. Der eigentliche Star der Serie ist aber „Grandma“, ein ultramodernes Computersystem. Die Serie begeisterte nicht nur die Zuschauer in Down Under, sondern auch auf unserer Seite des Planeten, und damals hätte der Spruch, dass man mit dem Zweiten besser sieht, auch gut gepasst.
Bleiben wir im nassen Element: „Der Mann aus Atlantis“, gespielt von Patrick „Bobby Ewing“ Duffy, taucht und schwimmt im Jahre 1977 durch amerikanische Gewässer, um allerlei Unheil zu verhindern. Eine sehr mystische Fantasy-Abenteuerserie, die sich aber inzwischen zum Kult-Hit entwickelt hat.
Die deutschen Sender warteten ebenfalls mit Abenteuer-Produktionen auf. Da gab es 1968 „Der Staudamm“, in der sich Horst Niendorf durch die bayrischen Berge buddeln durfte (schon Jahre zuvor war mit „Wolken über Kaprun“ ein ähnliches Projekt realisiert worden, bei dem sich die Schauspieler durch die Geröllmassen des Großglockners wühlen mussten.) Dann gab es „Semesterferien“ mit Gerhart Lippert und Raimund Harmstorff, eine mystische, bisweilen auch gruselige Serie, mit der uns das ZDF den Vorabend versüßte.
1970 schickt wiederum das ZDF den feschen Rittmeister von Rotteck ins Rennen, gespielt von Klausjügen Wussow, der mit seinem treuen Begleiter Padua als „Kurier der Kaiserin“ zwischen die Fronten feindlicher Armeen gerät. Eine actionreiche, kurzweilige und bisweilen recht lustige Vorabendserie.
Karl Michael Vogler und Heinz Schuberth mimen schließlich 1973 „Kara Ben Nemsi Effendi“ und dessen Begleiter mit den drei Hadschis (Gesundheit!) im Namen.
Damit kommen wir in afrikanische und asiatische Gefilde, wo sich auch allerlei Abenteuer im Dschungel bestehen lassen. „Daktari“ beispielsweise entwickelt sich zum Renner unter den samstäglichen ZDF-Serien. Doktor Marsh Tracy (Marshall Thompson) und seine Tochter Paula betreiben zusammen mit den Assistenten Jack Dane und Mike die Tierpflegestation Wameru im afrikanischen Busch. Ein stets gern gesehener Gast ist der Wildhüter Hedley. Eigentliche Stars der Ivan Tors – Serie aber sind Judy, die Schimpansin, und Clarence, der schielende, zahme Löwe. Mehr zu Daktari erfahrt ihr auf Petra’s Fernsehserien-Hompage.
In Afrika wird Daktari von einem jungen lendenbeschurzten, lianenschwingenden Krakeeler namens Ron Ely abgelöst, der den zwei- und vierbeinigen Bösewichten das Fürchten lehrt. „Tarzan“ wird zu einer der erfolgreichsten ZDF-Samstags-Serien. Und da wir schon im Dschungel sind, wechseln wir flugs über einen Ozean hinweg nach Indien, wo der junge Amerikaner Terry Bowen seinen Pappi sucht. Weil der aber im Urwald verschollen ist, haben Terry und der indische Elefantenboy Jay zusammen mit der Elefantendame „Maya“ achtzehn Folgen lang Zeit, den alten Herrn aufzustöbern. Die Serie wurde dem US-Spielfilm „Gefahr im Tal der Tiger nachempfunden und sorgte achtzehn Wochen lang für spannendes Wochenendvergnügen. Auch die ARD hatte übrigens einen „Elefantenboy“, der immerhin dem deutschen Schauspieler Uwe Friedrichsen ein festes Einkommen bescherte.
Bleiben wir in den Wäldern und begleiten die Forest Rangers vom „Indian River“ in die kanadischen Forste. Die Serie war sehr kurzweilig, spannend und lief sonntags nachmittags (meist vor dem sonntäglichen obligatorischen Familien-Spaziergang).
„Sierra“ schließlich war eine Vorabendserie der ARD, die eine Gruppe Forest Rangers im Yosemite Nationalpark in den USA bei ihrer aufregenden Arbeit begleitet. Die Truppe muss in jeder Folge mehrere Einsätze bestehen und sich mit unerfahrenen Touristen, Verbrechern und vor allem einem gefräßigen Braunbären herumschlagen, der ständig für Panik und Aufregung sorgt. Das Titellied wird von dem inzwischen leider verstorbenen John Denver gesungen.
Dies war also mein kleiner Streifzug durch die Welt der „Bildschirm-Abenteurer“. Ich hoffe, ich konnte einige Fernseh-Erinnerungen bei euch wecken und euch wieder mal über Ostern in die wunderbare Nostalgie-Welt des Heimkinos entführen. Mit Sicherheit habe ich zahlreiche Serien vergessen, und wenn sie euch einfallen, scheut euch nicht, sie nachträglich zu erwähnen...
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