Er reitet - wie so viele andere Helden - einsam durch den Westen. Er ist eine Legende. Sein markenzeichen: Schwarze Hose, schwarze Weste, schwarzer Hut, schwarzer Revolvergurt und manchmal schwarze Handschuhe, und ein weißes hemd mit schwarzem Binder. Sein Gesicht: Gutaussehend, markant, mit manchmal stechenden Augen und einem harten Zug um den Mund. Sein Name: Bill Longley. Sein Ruf: Revolvermann.
Bill Longley ist ein Texaner, einer jener harten Männer, die im Westen für Recht und Gerechtigkeit sorgen. Er ist ein einsamer Wolf, der unglaublich schnell mit dem Sechsschüsser umgehen kann. Er ist ein Mann, der wie die meisten Texaner einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn hat und Unrecht in jeder Form bekämpft. Und es gibt kaum einen Gesetzeshüter, der den Namen Bill Longley NICHT kennt und NICHT zu schätzen weiß...
In Amerika durfte Bill Longley recht viele Abenteuer bestehen, obwohl die Titelsequenz recht unspektakulär war und auch die Titelmusik nicht unbedingt ins Ohr ging. In Deutschland schaffte er es auf einen bruchteil der Serie im Vorabendprogramm des ZDF. Aber der hauptdarsteller, Rory Calhoun, war der große Pluspunkt der Serie. Calhoun war ein routinierter Westernheld, der in zahlreichen Kinowestern vor der Kamera gestanden hatte - meist auf der Seite des Gesetzes, ab und an auch auf der Gegenseite. In Bonanza durfte er einen Freund von Adam Cartwright spielen, den dieser schließlich erschießen musste. In "Fluss ohne Widerkehr" sah ich ihn zum ersten Mal, als er Robert Mitchum umlegen wollte und von Tommy Rettig erschossen wurde. Und dann kam "Der texaner" - Rory Calhoun prägte mit seinem markanten Gesicht, seiner unvergleichlichen Ausstrahlung und seiner ruhigen Art diese wunderbare und mitunter recht bleihaltige Westernserie, von der es bei uns leider viel zu wenige Folgen gab. Auch auf den Texaner auf DVD werden sowohl amerikanische Fans als auch meine Wenigkeit wohl ewig warten...leider.