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TV-Nostalgie-Forum

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Dieses Thema hat 107 Antworten
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 Filme - Winnetou, Immenhof oder gar Sissi? ;-)
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Berggeist1963 ( gelöscht )
Beiträge:

29.01.2011 04:10
#76 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

Na also nun enttäuschst Du mich aber, Charlotte. Als "alte" Westernlady kennst Du "Doc" nicht? Dieser Film wurde schon sehr oft bei uns im Fernsehen gezeigt. Allerdings lief er meist erst spätabends oder nachts und das wohl eher bei den "privaten" (Kabel 1 oder so).

charlotte ( gelöscht )
Beiträge:

29.01.2011 14:52
#77 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

Zitat von Berggeist1963
....... Allerdings lief er meist erst spätabends oder nachts und das wohl eher bei den "privaten" (Kabel 1 oder so).


da hammer's scho widder, Berggeist.....verweise hierzu auf die aktuelle Diskussion: Private und ÖR - seit zwei Jahren schau i fast nix mehr und die Privaten hab ich schon Jahre vorher von meiner Fernbedienung gesch(m)issen (war glaub ich mal eine Wortspielerei von Cessna )
..... und wie des halt so üblich ist - wenn überhaupt was (für mich) Vernünftiges läuft..... dann noch mitten in der Nacht :o(

Lonewolf Pete ( gelöscht )
Beiträge:

29.01.2011 17:33
#78 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

Sooo weltbewegend find ich Doc jetzt aber nicht... Stacy Keach ist schon sehr behäbig... nicht meine Art von Western. Der fällt für mich in die gleiche kategorie von "Spätwestern" wie "McCabe & Mrs. Miller", den ich auch in keiner allzu guten Erinnerung habe.

Ich finde, es ist auch für Westernfans nicht unbedingt ein Manko, wenn man "Doc" nicht gesehen hat. genauso gut könnte jetzt jemand kommen und "Der große Schweiger" mit Gregory Peck in den Himmel loben, der nun wirklich (meiner Ansicht nach) gar nichts hat, was einen guten Western ausmacht und einfach nur langweilig ist...

Der Lonewolf Pete

Lonewolf Pete ( gelöscht )
Beiträge:

29.01.2011 17:52
#79 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

Na ja, als "Persiflage" würde ich die Spaghetti-Western nicht bezeichnen. Es war einfach der Versuch, zum einen für Europa ein eigenes Westerngenre zu schaffen (die Winnetou-Filme waren ja die ersten Euro-Western), zum anderen aber auch die Härte und den Schmutz des alten Westens rüberzubringen. Und das war es, was den europäischen vom amerikanischen Western unterscheiden sollte - die Härte. Dabei orientierte man sich allerdings am härtesten Kino seiner zeit - dem asiatischen Kampfsportfilm. Die Italo-Western transportieren das allgegenwärtige Rächer-Thema des Eastern einfach in den Wilden Westen. Statt mit Händen und Füßen oder Schwertern benutzen die Italo-Westernhelden eben Colts und die Karatekämpfe sind eben die Saloonschlägereien. Dabei geht es meist genauso brutal zu wie in den Karatefilmen. Waren die Toneffekte des Eastern daran schuld, dass man ihnen den Titel "Knochenbrecher" verlieh, so legte man beim Italo-Western wert auf die Ton-Effekte bei den Faustschlägen und den Schüssen. Dazu natürlich eine markante E-Gitarren-Musik eines Ennio Morricone, und schon hatte man etwas, das sich vom US-Western unterschied, ihn aber nicht persiflierte. Das Zurückfächern des Colts mit der linken hand wurde übrigens von Sergio Leone erfunden... nur: Obwohl es im US-Western so gut wie gar nicht vorkam, beherrschte bereits 1959 ein junger Darsteller einer Westernserie das Zurückfächern des Colthammers perfekt: Die Rede ist von Peter Brown, der den Deputy in der Serie "Lawman" spielte und als schnellster Seriencowboy aller Zeiten gilt, wenn es um den Umgang mit dem Colt geht.
Ein weiteres Markenzeichen des Italo-Western ist ja die Rolle des schweigsamen Rächers. Da wird nicht lange gelabert, da wird wortkarg zum Colt gegriffen. Dazu ein paar zotige Sprüche, und fertig ist ein toller Italo-Western. Es mag zwar viele "Gurken" unter den Stabfilmen gegeben haben, aber das Gros sind durchaus annehmbare, unterhaltsame und oft knallharte Rachewestern voller Gewalt und Erotik, und da kann man nicht meckern. Der Italo-Western hatte genau wie der US-Western seine "Helden" - Ein Anthony Steffen oder ein Giuliano Gemma oder ein Franco Nero oder ein George Hilton...sie alle machten den Italo-Western zu etwas besonderem, genau wie ein Randolph Scott, ein James Stewart, ein John Wayne oder ein Audie Murphy den US-Western prägten.
Für mich stellt das Genre des Spaghetti-Western genaso ein eigenständiges Sub-genre dar wie das des Eastern innerhalb des Action-Films. Beie sind etwas ganz besonderes, das man später nie wieder in dieser Art fand und deshalb rund 10, bei Eastern sogar rund 20 Jahre lang die Geschichte des Western und Actionfilms prägte.

Der Lonewolf Pete

Lonewolf Pete ( gelöscht )
Beiträge:

29.01.2011 18:13
#80 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

Randolph Scott - okay, er mag nicht für jeden der personifizierte Westernheld sein, aber das war John Wayne auch nicht. Wenn ich an die frühen Wayne-Filme denke, wo er stets mit übergroßem Stetson und aufgerollten Hosenbeinen rumrannte und seine Hemden auch nie zerknittert oder zerrissen waren, egal, ob er nun vom Pferd sprang oder sich prügelte... Oder wenn ich später an ihn denke, wie er als massiger Kerl im Sattel saß... das war doch nicht der Inbegriff des drahtigen Cowboys, selbst die Art, wie er den Colt trug war im Prinzip "overacting" und eben ganz spezifisch für ihn und das Westernkino. Genauso spezifisch war das weiße Halstuch für Randy Scott. Allerdings muss man sagen, dass seine Western grundsätzlich auf kurze Strecken (70 bis 80 Minuten) routiniert und spannend inszenierte Geschichten erzählten, die schnörkellos rüberkamen. Scott war für mich immer zu "reif" für einen Westernhelden, aber er war ein treuer Begleiter meiner Jugend und daher mag ich ihn. Er war eben ein alter Haudegen. Im Original passt seine hohe Stimme gar nicht zu ihm, aber das war bei Charles Bronson genauso.
Wen ich nie sehr mochte, waren Gary Cooper oder auch Joel McCrea, die für mich in Western irgendwie fehl am Platz waren. Audie Murphy war auch nicht der "typische" Westernheld, da er viel zu geschniegelt und mit ewiger Leidensmiene, als litt er ständig an Hämorrhoiden oder Verstopfung, daherkam.
Als Westernhelden, wenn man so will, kann man eigentlich nur wenige Darsteller bezeichnen, aber Rory Calhoun, der mit seinem markanten Gesicht als "Texaner" unerreicht war, ist einer von ihnen. Den Mann konnte man in Cowboyklamotten stecken oder ihn einen Gambler spielen lassen, er war einfach toll. Ein anderer Darsteller, der in nahezu jedem seiner Western brillierte und auch mit "Cimarron City" eine eigene Westernserie bekam, war George Montgomery... der machte einfach eine tolle Figur. Und dann war da natürlich noch DER Westernheld schlechthin, der für mich das Bild prägte, dass ein Mann, der seinen Colt tief geschnallt trägt, auch immer schwarze Handschuhe tragen muss - Robert Fuller aus "Am Fuß der Blauen Berge", bis heute für mich der Inbegriff eines "Westernhelden".

Dennoch, wenn ich heute einen Randolph Scott Western zu fassen bekomme, dann kommt er in die Sammlung. Denn unterhaltsam, spannend und gut gespielt sind sie allemal.

Der Lonewolf Pete

Lonewolf Pete ( gelöscht )
Beiträge:

29.01.2011 18:28
#81 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

Einen Lieblingswestern zu nennen, fiel mir zu schwer, weil es einfach zu viele gibt. Aber ganz oben rangieren für mich:

Der letzte Wagen
Hondo
Man nannte ihn Kelly
Zwölf Uhr Mittags
Winchester 73
Für eine Handvoll Dollar
Django
Schieß zurück, Cowboy
Karawane der Frauen
Ein Mann allein
Der schwarze Falke
Rio Bravo
El Dorado
Die Söhne der Katie Elder
Keoma
Mannaja
Silverado
Open Range
und viele "B"-Western der 50er und 60er Jahre

Außerdem gefallen mir natürlich die TV-Western, die aktuell produziert werden und auch schon in den 80er produziert wurden - Die Sacketts, die Tom Selleck Western, Lonesome Dove, Lonesome Dove - Die Serie, Johnson County War und viele andere...

Mit reinen Indianerwestern wie Cheyenne oder Klamauk wie "40 Wagen Westwärz" konnte ich schon als Kind wenig anfangen. Genausowenig wie mit reinen Bürgerkriegswestern. Die einzigen Westernkomödien waren die beiden James Garner-Klamotten, ansonsten fiel mir die Vermischung von Komödie und Western immer ziemlich schwer.

Der Lonewolf Pete

PS - Einen "Westernhelden" hab ich noch vergessen... der König der Cowboys ist für mich natürlich seit meiner Kindheit der große Roy Rogers...

Happy Trails!

charlotte ( gelöscht )
Beiträge:

29.01.2011 23:44
#82 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

@ Pete ......"Die Rede ist von Peter Brown, der den Deputy in der Serie "Lawman" spielte und als schnellster Seriencowboy aller Zeiten gilt, wenn es um den Umgang mit dem Colt geht."

Und ich dachte immer, der schnellste ist Lucky Luke (der zieht schneller als sein Schatten) . Hab mir die Neuverfilmung mit Jean Dujardin gekauft und muss sagen, sie ist gar nicht schlecht. Er ist für mich (bisher zumindest) der beste Luke-Darsteller in Realverfilmungen - wenn ich da an den grauseligen Terence Hill oder noch grauseligeren Till Schweiger Film denke ..... - vermißt habe ich allerding den Hund Rantanplan und die Daltons :o(

@Pete ......"Robert Fuller aus "Am Fuß der Blauen Berge", bis heute für mich der Inbegriff eines "Westernhelden".

..........für mich auch (immer noch )

Berggeist1963 ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2011 05:46
#83 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

Jean Dujardin? Kenne ich leider nicht. Das einzige, was ich mit Dujardin verbinde ist irgendwie was anderes*Hicks*.

Berggeist1963 ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2011 06:03
#84 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

Wie bereits weiter vorn erwähnt war ich früher ja auch ein grosser "Klischeewesternfreund". Das hat sich halt durch intensiveres Beschäftigen mit dem "Wahren Westen" geändert. Es muss nach meinem Geschmack auch nicht unbedingt geschossen werden oder der grosse Showdown am Ende sein. Trotzdem sehe ich mir natürlich auch den einen oder anderen "Altwestern" wie z.B. "Der schwarze Falke" immer noch gern an. Und eine gelungene Parodie á la "Auch ein Sheriff braucht mal Hilfe" erheitert auch mich durchaus. Italo-Western habe ich ebenfalls etliche in meiner DVD-Ecke stehen. Vor allem bei Koch-Media sind ja einige wirklich sehenswerte Filme dieses Genres erschienen und dazu noch ungeschnitten.
Was die Darsteller angeht so ist auch das einfach eine persönliche Geschmacksfrage. Die einen stehen eben auf den "sauberen, aufrechten" Helden, die anderen mehr auf den "verlodderten Anti-Helden". Aber alle haben ihre Daseinsberechtigung!

Berggeist1963 ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2011 08:36
#85 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

Einer der ersten eher "ungewöhnlichen" Western, der auf die "Schattenseiten" des "Wilden Westens" eingeht, war "Ritt zum Ox-Bow" von William Wellman aus dem Jahr 1943 mit u.a. Henry Fonda, Anthony Quinn und Dana Andrews. Die Schilderung, wie sich ein Lynchmob aufgrund einer "Latrinenparole" daran macht, vermeintliche Viehdiebe, die einen Rancher ermordet haben sollen, zu stellen und zu hängen, war für die damalige Zeit etwas ganz Neues im Westerngenre. Zwar versuchen die "aufrechten" Bürger, ihrer Aktion durch eine improvisierte "Gerichtsverhandlung" gegen die drei Delinquenten den Anschein von Legalität und "Anständigkeit" zu geben. Doch da das (Todes-)Urteil sowieso von Anfang an feststeht entpuppt sich diese "Verhandlung" als reine Farce. Als der Mob nach vollzogener Exektution wieder in die Stadt zurückkehrt stellt sich heraus, dass der angeblich ermordete Rancher sich bester Gesundheit erfreut und die drei Gelynchten das Vieh rechtmässig von eben diesem Rancher erworben hatten.
Natürlich auch hierzu was bebildertes:

charlotte ( gelöscht )
Beiträge:

31.01.2011 10:29
#86 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

..... und es wäre schön, wenn es diesen (für die damalige Zeit) doch bedeutenden Western (der sich getraut, auch mal die faschistische Seite Amerikas darzustellen) endlich als deutschsprachige DVD geben würde - oder ist mir da was entgangen?

Berggeist1963 ( gelöscht )
Beiträge:

01.02.2011 03:29
#87 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

Nein, Charlotte, Dir ist da nichts entgangen. Bislang scheint der Film hierzulande noch nicht in einer deutschsprachigen Fassung erhältlich zu sein.

Aotearoa Trucks



Beiträge: 49

01.02.2011 22:36
#88 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

Die glorreichen 7 und Rio Bravo sind meine Favoriten. Von den "neueren" Western open Range und Silverado

Berggeist1963 ( gelöscht )
Beiträge:

05.02.2011 05:20
#89 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

Hier zwei weitere "Paradebeispiele" für "entmythologisierende" Western vom Anfang der 1970-er-Jahre, als diese ihre "Hoch-Zeit" erlebten: "Greenhorn" (Original: "The Culpepper Cattle Company") von 1972 und "In schlechter Gesellschaft" (Original: "Bad Company"), ebenfalls von 1972.

In "Greenhorn" läuft ein Farmerjunge von zuhause weg, um sich einem Viehtrieb anzuschliessen und dort die, wie er es sich vorstellt, "grossen tollen Abenteuer" zu erleben. Im Verlauf des Viehtriebs wird er dann mit der harten und auch grausamen Realität des Cowboyalltags konfrontiert und kehrt am Ende völlig desillusioniert wieder nach Hause zurück.



In "In schlechter Gesellschaft" wird während des Bürgerkrieges im Jahr 1863 ein junger Bursche von seiner Mutter mit ein paar Dollar in der Tasche Richtung Westen geschickt, damit er der Einberufung zur Unionsarmee entgeht. Dort trifft er auf einen gleichaltrigen "grundschlechten" (grossmäulig, verlogen, egoistisch) Herumtreiber und Kleingauner samt seiner Bande Jugendlicher und schliesst sich ihnen an. Während sie rastlos umherziehen entwickelt sich ein reiner Überlebenskampf.

Berggeist1963 ( gelöscht )
Beiträge:

05.02.2011 09:55
#90 RE: Der beste Western aller Zeiten? Antworten

Habe noch eine schöne "Szenensammlung" zu "Greenhorn" gefunden und musste die einfach noch mit reinstellen:

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