Na, ich finde, das Don Quichote eine derer Geschichten bleiben sollte, welche nicht einfach verfilmt wird, sondern jedem bekannt ist aus Büchern und aus der Schule. Und zum Thema Zweitverfilmungen: Es gibt eben nur ein: "Im Westen nichts neues" nur ein " Doppeltes Lottchen" nur ein " Krieg und Frieden"
Na ja, die Erstverfilmung setzt nun mal Maßstäbe, was aber nicht heißt, dass "nichts Besseres nachkommt". Der Vierteiler war ja auch nicht die erste Verfilmung, oder? (Habe jetzt nicht nachgeschaut).
Vom Grundsatz her hat es eine Neuverfilmung immer schwer (eben wegen der Maßstäbe). Wären wir alle objektiv, müßten wir mit Sicherheit des öfteren eingestehen, dass es durchaus Zweitverfilmungen gibt, die vielleicht mindestens genauso gut sind. Wir erkennen es bloß nicht ;-)
Eine ganz besondere Verfilmung des Don-Quichote-Themas ist für mich das Musical "Der Mann von La Mancha".
Hier geht es aber um eine "modernisierte" Fassung, das sieht man ja schon an den Windkraftanlagen.
Es gibt ja noch eine Fassung aus den neunzigern mit Fernado Rey in der Titelrolle. Es war in der 65er Version der Herzog. Darauf wäre ich auch neugierig.
Die siebziger Jahre Version von "Im Westen nichts Neues" halte ich auch für gelungen.
Hm, ich hatte mehr allgemein auf Träumerle geantwortet, das Bild und den Bericht hatte ich noch gar nicht gelesen, sorry ;-)
Vielleicht ist es ja so "modern", dass es nur angelehnt ist an den Stoff. Dass man zwar die Thematik erkennt, aber es ansonsten mit der Ähnlichkeit nicht weit her ist. Hoffe ich zumindest - ansonsten sieht das ja wirklich eher nach einer Klamaukfassung aus, der Name Christoph Maria Herbst läßt zumindest darauf schließen. Gibt zwar schlimmere als ihn, aber Tatsache ist nun mal, dass er eher auf Comedy spezialisiert ist.
Don Quichotte gab's mal vor mind. 40 Jahren im Fernsehen als Musical mit Josef Meinrad in der Hauptrolle. Da war ich hin und weg, daß dieser Mann so toll singen und spielen konnte.
Obwohl: Es gibt da in Theaterkreisen einen netten Witz. Als der Vorgänger von Meinrad als Träger des berühmten Iffland-Rings, Fritz Kortner, im Sterben lag, soll er nach alter Tradition gefragt worden sein, wer denn als sein Nachfolger in seinen Augen berechtigt wäre, den Ring in Ehren zu tragen und Kortners letzte Worte sollen wohl gewesen sein...." Also Mein Rat...." Tja, und mit diesen letzten Worten hat er dann das Zeitliche gesegnet und der Ring ist dann eben an Joseph Meinrad übergegangen
Und Joseph Meinrad hatte sich ganz fest vorgenommen, daß seine Antwort auf die Frage wer sein Nachfolger als Träger des Iffland-Rings werden soll,lauten würde: "Ganz schwierige Frage!" Als es dann soweit war, konnte er nur noch das erste Wort seiner Antwort sagen, bevor in das Zeitliche gesegnet hat ...
Jo, der aktuelle Träger des Ringes ist folglich: Bruno Ganz.
Zwei Beiträge: Die 'Neuverfilmung' (ist ja nun auch schon 30 Jahre alt, grusel) der Buddenbrooks ist einfach überwältigend, der Zweiteiler von '59 trotz aller Schauspieler mit Rang und Namen najaaaa... Besonders blöde die Veränderung, dass Hanno vor Thomas stirbt.
Und zu der Sache mit dem Ifflandring: Dass der Träger immer, wenn es in die Zielgerade geht, den Nachfolger bestimmen muss, ist schrecklich, finde ich. Ob man das selber möchte, sich eingestehen, dass es jetzt bald vorbei sein wird?
(Und Joseph Meinrad hatte sich ganz fest vorgenommen, daß seine Antwort auf die Frage wer sein Nachfolger als Träger des Iffland-Rings werden soll,lauten würde: "Ganz schwierige Frage!" Als es dann soweit war, konnte er nur noch das erste Wort seiner Antwort sagen, bevor in das Zeitliche gesegnet hat ...) Ja, ist ne schöne Fortsetzung der Geschichte. Aber was Silbereisen betrifft, da wäre Schweigen wirklich Gold . Allerdings fallen mir da noch ein paar nicht zu sprechende Famous last words ein, um einen großen Titel von Supertramp zu zitieren. So sollte auf keinen Fall in Ganz letzter Stunde ein Brand dauer haft in der Umgebung lodern
PS. Er hat aber durchaus die ein oder andere Merite. Ich denke da an Mephisto oder den Bösewicht in "Sag niemals Nie!" Auf der Bühne oder als Regisseur ist er mir eher er-schrecklich!
Für mich ist Ulrich Tukur einer der größten deutschen Schauspieler. Der hat eine darstellerische Breite wie kaum jemand sonst (Bonhoeffer, Mackie Messer aus der Dreigroschenoper, kürzlich einen mehrfachen Frauenmörder). Ina