Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 

TV-Nostalgie-Forum Das Forum schließt Ende des Jahres! Keine Aufnahme neuer Mitglieder mehr möglich! Danke für Euer Verständnis

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 30 Antworten
und wurde 3.003 mal aufgerufen
 ...und nicht so richtig in die anderen Kategorien paßt...
Seiten 1 | 2 | 3
Kaschi


Beiträge: 3.109

01.02.2008 21:01
#16 RE: Stimmen Antworten

Bei Zeichentrickfilmen finde ich gelungene Synchronisationen besonders wichtig. Beispielsweise sind viele der abendfüllenden Disney-Filme meisterhaft synchronisiert worden! Die Namen der jeweiligen Sprecher finden sich fast alle bei Wikipedia.

Eine Zeichentrickfigur stellt ja oft eine Karikatur dar. Dazu muß dann auch die Stimme passen. Eine Karikatur darf keine 08/15-Stimme haben! Sie muß lebendig, originell und temperamentvoll sein!

Ein paar Disney-Charaktere, die meiner Meinung nach toll synchronisiert wurden:

Balu (Edgar Ott)
Shir Khan (Siegfried Schürenberg)
Kaa (Erich Kestin)
Baghira (Joachim Cadenbach)
King Louie (Klaus Havenstein)
Oberst Hathi (Martin Hirthe)
Winnifred (Ursula Krieg)

Thomas O'Malley (Edgar Ott)
Duchesse (Brigitte Grothum)
Roquefort (Harry Wüstenhagen)
Napoleon (Eduard Wandrey)
Lafayette (Walter Gross)
Abigail Gabble (Erika Rehhahn)
Amalie Gabble (Inge Wolffberg)
Onkel Waldo (Peter Schiff)
Butler Edgar (Klaus W. Krause)
Swingy (Klaus Havenstein)
Anwalt Georges Hautecourt (Herbert Weissbach)
Madame Adelaide (Gisela Reissmann)

Strolch (Harry Wüstenhagen)
Pluto (Arnold Marquis)
Biber (Klaus Miedel)
Peggy (Beate Hasenau)
Bull (Franz Nicklisch)

Kapitän Huck (Eduard Wandrey)
Schiffskoch Smee (Erich Kestin)

Jiminy Grille (Georg Thomalla)

u.a.

Toll finde ich auch die Synchronisationen der gleichfalls stark karikaturhaften Miss-Marple-Filme mit Margaret Rutherford:

Miss Marple (Ursula Krieg bzw. Agnes Windeck)
Mr. Stringer (Walter Bluhm)
Inspektor Craddock (Wolfgang Lukschy, Harald Juhnke bzw. Gert Günther Hoffmann)
sowie Erich Fiedler für mehrere Gastrollen, u.a. für Robert Morley

Natürlich wäre es hier noch schöner gewesen, hätten die Sprecher nicht gewechselt - obwohl es keine "brachialen" Unterschiede bei den Stimmlagen gab.

cessnaritter ( gelöscht )
Beiträge:

01.02.2008 23:07
#17 RE: Stimmen Antworten

Folgendes finde ich schade: Wenn ein Synchronsprecher, der meistens für einen bestimmten Schauspieler eingesetzt wird, plötzlich in einem Film eine andere Rolle spricht, obwohl "sein" Schauspieler auch mitmacht.
Beispiel: Der unsichtbare Dritte
Curt Ackermann, der häufig Cary Grant synchronisierte, sprach hier für Leo G.Caroll, den Geheimdienstmann, während Erik Ode Cary Grant übernahm. Ich mag Erik Ode sehr, aber hier paßte er nicht. Warum passiert so etwas? Sagt denn da kein Synchronsprecher: "Heh, ich spreche doch sonst immer den und nicht den... ?"

schokomaus 10 ( gelöscht )
Beiträge:

02.02.2008 18:17
#18 RE: Stimmen Antworten

Hast Recht-ich stelle es mir auch schwierig für sehbehinderte Menschen vor, die sich oftmals an den Stimmen orientieren!
LG Heidi

Petra



Beiträge: 7.303

02.02.2008 18:21
#19 RE: Stimmen Antworten

Ja, das stimmt sicher, aber oft ist es ja nicht anders möglich. Bei sehr markanten Stimmen kann ich das nachvollziehen, für mich ist aber auch wichtig, dass die Stimme passend ist, ein Wechsel stört mich nicht, wenn sie mir sympathisch ist.

Beispiel von heute nachmittag: "Joey". Matt Le Blanc wurde von einem anderen Sprecher als in "Friends" gesprochen - es fiel mir nicht auf, die Stimme hat gepaßt.

Jenzi



Beiträge: 1.252

03.02.2008 11:59
#20 RE: Stimmen Antworten

Habe gestern mit einem Schauspieler gesprochen, der ab und an kleine Rollen synchronisiert. Er meinte, dass dies durchaus auch vom Regisseur abhängt, wie er sich die Stimmen passend zur Figur vorstellt und die Sprecher dementsprechend dann einteilt. Gary Grant hatte in Deutschland im Gegensatz zum Beispiel zu Sean Connery oder anderen bekannten Schauspielern sehr unterschiedliche Synchronsprecher.

Lucas ( gelöscht )
Beiträge:

18.05.2008 17:30
#21 RE: Stimmen Antworten

Bei der (heute noch dauerwiederholten) Krimiserie Columbo (Peter Falk) gab es mehrere deutsche Synchronsprecher, u.a. Uwe Friedrichsen, Claus Biederstaedt, Horst Sachtleben oder Hans Sievers. Die einzige, die mich aber überzeugen konnte und den schrulligen Inspector am besten gerecht wurde, war die Stimme von Klaus Schwarzkopf.

Dirk-Sydney ( gelöscht )
Beiträge:

20.05.2008 02:13
#22 RE: Stimmen Antworten

Ich muss ganz ehrlich sagen, seit dem ich alle Filme und Serien nur noch im Original sehe, bin ich schockiert. Sicherlich sind einige Synchronstimmen gut und die Uebersetzungen auch - aber das Original weicht doch teilweise so eklatant ab. Beispiel Charles Bronson - den hatte ich immer als knallharten Typen in Erinnerung mit entsprechender Stimme.
Total anders im Original - trotz seines Aussehens hat er eine eher Softi-Stimme und sehr freundlich. Der haette mit der Stimme in Deutschland eher nicht den Erfolg gehabt.
Oder "Die Zwei" - im Original - total langweilig und ohne viel Witz. Die Synchronisation hat daraus eine total andere Serie gemacht - witzig und die Sprueche hat man sich dann auch gemerkt. Die Jungs haben die Serie ueberhaupt erst gerettet und erfolgreich gemacht.

Stewart Sullivan ( gelöscht )
Beiträge:

21.02.2011 21:33
#23 RE: Stimmen Antworten

Zitat von Petra
Die Synchro von "Die Zwei" und "Al Mundy" stammen aus der gleichen Synchronwerkstatt, also von Rainer Brandt.


Sowohl als auch. Rainer Brandt hat diese Serien mit seinem Freund Karlheinz Brunnemann, dem Inhaber der Deutschen Synchron KG, gemeinsam bearbeitet. Brunnemann war aber maßgeblich für die Synchronregie zuständig.

Matzel ( gelöscht )
Beiträge:

22.02.2011 07:43
#24 RE: Stimmen Antworten

Ich muss immer wieder an Festus aus "Rauchende Colts" denken, der mal in einer TV-Sendung gesungen hat und das nicht mal schlecht. Man kennt ihn ja nur mit seiner Fistelstimme

Stewart Sullivan ( gelöscht )
Beiträge:

22.02.2011 09:02
#25 RE: Stimmen Antworten

Falls es jemanden interessiert, der Sprecher von Festus aus "Rauchende Colts" heißt Gerd Duwner. Er war einige Zeit die Feststimme von Danny de Vito.
Die deutsche Synchronkartei gibt einen guten Überblick über sein Schaffen (inkl. Bild): http://www.synchronkartei.de/index.php?a...e=talker&id=142

GuteAlteZeit


Beiträge: 32

24.02.2011 02:42
#26 RE: Stimmen Antworten

Also zu den Stimmen muss ich auch mal was kurz sagen:
Bei Spielfilmen hab ich da frueher nie so auf die Synchronsprecher geachtet. Bin wohl mehr ein visueller Typ. Fast moechte ich sagen, dass mir das ziemlich egal war.
Inzwischen in USA lebend, hab ich mich daran gewohent es so zu machen wie die Amis, die ja Synchronisieren ueberhaupt nicht moegen. Hier schaut man alles im Original und dafuer mit Untertiteln an. Und mir gefaellt das inzwischen. Da hoert man natuerlich immer die Originalstimmen, was auch was hat. Also franzoesiche, italienische ... oder japanische Filme im Original.

Und zu all den StarTrek Serien. Da hab ich ein bischen experimentiert und in der deutschen Synchronisation koennte ich mir das ueberhaupt nicht mehr anhoeren. Die klingt naemlich so leer, weil da ne Menge Details zum Beispiel Hintergrundgeraeusche zu fehlen scheinen. Dazu natuerlich die Originalstimmen. Fuer mich gibt da nichts anderes mehr.

Petra



Beiträge: 7.303

24.02.2011 07:16
#27 RE: Stimmen Antworten

Wenn man die Sprache so gut spricht, dass man wirklich alles verstehen kann, ohne rückzuspulen und ohne Untertitel, ist das eine feine Sache. Und wenn man es mangels Synchro so machen muss, geht es halt nicht anders.

Trotzdem stehe ich jederzeit dazu, nur im absoluten Notfall und aus Interesse mal in die Original-Version reinzuhören. Fernsehen muss mir immer noch Spaß machen und soll nicht zum Englischunterricht oder Rätselraten ausarten, was der wohl gerade gesagt oder gemeint hat. Außerdem will ich auch nicht ständig auf Untertitel starren und dafür nicht sehen, was am oberen Bildrand passiert.

Leider gibt es immer mehr Verfechter, die das Synchronisieren komplett ablehnen - oder die zumindest so tun, als ob sie nur im Original-Ton gucken. Kenne mindestens zwei von der Sorte, die das behaupten, aber komischerweise nie übersetzen können, wenn man mal was fragt ;-) Mittlerweile bin ich bei den O-Ton-Verfechtern sehr skeptisch. Viele von denen legen auch eine Überheblichkeit an den Tag, die nicht mehr feierlich ist ("Mußt du eben englisch lernen ... Das ist nur im Original erträglich ... Da geht viel verloren vom Witz ... Wenn man zu faul ist, sich mit der englischen Sprache zu beschäftigen...") Klar, wenn man synchronisierte Filme oder Serien guckt, ist man des englischen nicht fähig, obendrein noch faul und versteht die ganzen Witze nicht. Das geht mir enorm gegen den Strich.

Meine Schwester hat Englisch und Französisch studiert und guckt Serien fast nur im englischen Originalton (sie liest allerdings auch nur englische Bücher). Selbst sie sagt, dass es schwer für sie ist, zu folgen, wenn sie nicht mindestens die englischen Untertitel dazu schaltet. Von daher glaube ich den O-Ton-Liebhabern auch meist nicht alles, was sie sagen. Ist halt hip, wenn man "nur O-Ton" guckt.

Das betrifft nicht alle, das weiß ich, will es auch nicht verallgemeinern, behaupte aber, dass die wenigsten z. B. einer "Friends"-Folge komplett ohne Synchro und Untertitel folgen können und daher den Dialogwitz, der in der Synchro ja praktisch nicht vorhanden ist, auch verstehen können.

frankqn



Beiträge: 224

24.02.2011 13:26
#28 RE: Stimmen Antworten

Himmel, war ich froh, als man es vor einiger Zeit endlich geschafft hatte, die Beatles-Filme im Original auszustrahlen. Die deutschen Stimmen fand ich schon immer schauderhaft, vor allem Ringos Synchronstimme passte überhaupt nicht (ich glaube, die gehörte auch zu Jerry Lewis). Auch allgemein, wenn man die Lieder kennt und mag, möchte man doch auch dieselben Stiimmen sprechen hören. Ich bin der Meinung, Musikfilme sollte man generell nicht synchronisieren.

Stewart Sullivan ( gelöscht )
Beiträge:

24.02.2011 13:43
#29 RE: Stimmen Antworten

Das ist wohl Ansichtssache. Ich finde die Synchronfassungen der Beatles-Filme sehr witzig. Sätze wie "Weil ein Zug ohne Zug kein Zug ist" - dazu noch aus dem Munde von Rainer Brandt - sind Kult. Erinnert mich an den einen Satz aus "Tim und Struppi im Sonnentempel": "Wer zuckt kommt vor dem Zug", gesagt von Franz Otto Krüger. Kennern der Materie bestens bekannt als Dialogbuchautor einiger Chaplin und Dick und Doof-Filme.

GuteAlteZeit


Beiträge: 32

24.02.2011 18:29
#30 RE: Stimmen Antworten

Also ein Dogma will ich da auch nicht daraus machen. Ich schau mir nach wie vor auch synchronisierte Sachen an.
Denn Orignalton kann schon sehr sehr anstrengend und sogar zur Herausforderung werden.
Denn auch wenn mein English inzwischen ganz gut geworden ist, ist mir schon klar, dass ich manchen Witz im Original einfach verpasse.
Beispiel: Wenn hier Stand-Up Comedian ihre Vorstellung geben ... ich lache dann nur bei jedem 2ten Witz oder viel zu spaet. Da ziehen mich meine Frau und Freunde dann immer auf damit.
Genau dasselbe passiert, wenn Schauspieler starken Slang sprechen: zum Beispiel texanisch. Das kann dann einfach zu viel werden.

Und zu StarTrek. Das hab ich natuerlich frueher alles mal in der deutschen Synchronfassung gesehen. Von daher kann ich mich an die Handlung ziemlich genau erinnern. Das ist dann die beste Voraussetzung, um sich die amerikanische Version im Orignal reinzuziehen.
Und kleiner Tip fuer die, die Zugriff auf beide Fassungen haben: Vergleicht doch mal und achtet auf die Hintergrundgeraeusche. Ich hab das schon mehrfach gemacht und mir ist das ziemlich stark aufgefallen. Die "deutschen Sprecher" scheinen wirklich in einme leeren Raum zu sitzen. Hintergrundgeraeusche fehlen. Es schallt ein wenig.

Seiten 1 | 2 | 3
 Sprung  

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz