Hucky und seine Freunde war die erste nennenswerte Zeichentrickserie in unserem Fernsehen. Sie lief von 1961 bis 1968 in sämtlichen 7 damaligen ARD-Regionalprogrammen, jeweils am Vorabend, und bestand aus drei Unterserien: Huckleberry Hound, Yogi Bär (mit Kumpel Boo Boo kontra Ranger/Förster Smith) sowie den Mäusen Pixie und Dixie (kontra Kater Jinks). Später wurde Yogi durch das Entenküken Yakky Doodle ersetzt, das mit seinem Freund Chopper, einer kräftigen Bulldogge, mit Müh' und Not mancherlei Bösewichtern entkam.
Dank youtube kann man jetzt auch im Web etliche Episoden wieder sehen, wenn auch auf amerikanisch. Eine Auswahl:
Hucky: (mit einer Termite, Gorilla Wee Willie, dem Löwen Leroy, dem Indianerhäuptling Chief Crazy Coyote und dem ersten asthmatisch lachenden Hund)
Mensch, und ich dachte, ich hätte eine Entdeckung gemacht... :-) Kam heute mit dem Wunschliste-Newsletter. Aber jetzt, wo du es schreibst, erinnere ich mich, dass du schon mal drüber geschrieben hast.
Wer kennt noch die Happy-Bücher vom Delphin-Verlag, die neben Lassie, Rin Tin Tin, Fury, Mr. Ed und Wilma und King u.a. auch Hanna-Barbera-Geschichten veröffentlichten?
Die Grundidee "Katze jagt Maus" wurde bei Pixie und Dixie ja auch von Tom und Jerry übernommen. Dazu sahen die beiden Mäusebrüder dem kleinen Jerry sehr ähnlich. Tatsächlich waren aber Tom und Jerry Kinofiguren (Vorfilme vor dem Hauptfilm, von MGM), während Pixie und Dixie (wie auch Hucky, Yogi, Familie Feuerstein, die Jetsons usw.) ab 1958 (USA) zu den Pionieren der eigens fürs Fernsehen geschaffenen Trickserien gehörten.
Das lässt sich auch an der unterschiedlichen Machart erkennen: Tom und Jerry waren voll animiert, während bei den TV-Serien das Prinzip der "Limited Animation" eingeführt wurde: die Figuren bewegten oft nur ein oder zwei Körperteile, der Rest blieb starr. Bei Verfolgungsjagden wiederholte sich der Hintergrund meistens in regelmäßigen Abständen. Dadurch wurde die Produktion schneller und billiger, entsprach besser dem großen Bedarf des neuen Mediums nach sendbarem Material. Andererseits legten Hanna und Barbera wenigstens in den Anfangsjahren viel Wert auf originelle Synchronisationen und Geräuscheffekte (wie z.B. das explosionsartige Losrennen und das Quietschen beim Abbremsen). Auch hierzulande war die Synchronisation anfangs ein großer Pluspunkt der Zeichentrickserien.