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TV-Nostalgie-Forum

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Dieses Thema hat 59 Antworten
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Eiwennho


Beiträge: 137

10.10.2019 20:29
#46 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Ja Kinder und Jugendbücher. Als Kind hatte ich da nicht allzuviele aber unsere Schülerbücherei mit ein paar hundert Exemplaren fast alle durchgelesen.
Ich war schon immer eine Leseratte und hab eigentlich überall gelesen.
Als ich anfangs der neunziger Jahre mit Comics so ziemlich satt war, damals hatte ich so an die 30000 Stück, hab ich auf den aufkommenden Flohmärkten angefangen alte Kinderbücher zu sammeln.
Da gabs aus den fünfziger und sechziger Jahren noch zuhauf Exemplare und ich hab die dann Einkaufstaschenweise nach hause geschleppt.
Das waren noch richtige Goldgräberzeiten. Heutzutage ist der Markt leergefegt und wenn ich da mal eins finde werte ich das schon als Erfolg.
Heute werde ich so an die 2500 Stück ab 1945 bis 1970 haben und viele davon tatsächlich auch gelesen.
Seit Jahren bemühe ich mich da etwas Ordnung reinzubringen aber an irgendwas scheiterts bisher immer.
Denn das schöne daran ist ja auch es gibt im Gegensatz zu Comics keine Kataloge wo man sich orientieren kann.
So kann man immer noch Entdeckungen zuhauf machen. Also auf zu den nächsten Fünhundert.

Chrissie777


Beiträge: 168

10.10.2019 23:07
#47 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Eiwennho, bin schwer beeindruckt mit Deiner umfangreichen Kinderbuchsammlung!!!
Ich habe etwa 400 Kinderbuecher, und dachte schon, das sei eine Menge.
230 Titel habe ich im Laufe der Jahrzehnte von Enid Blyton gesammelt (aber nur die spannenden Serien).
Der Rest sind etwa 70% deutsche Buecher (dank der vielen Engelbert Verlag Buecher), ein paar franzoesische und schwedische Autoren, etliche britische und amerikanische Kinder/Jugendbuchautoren.

"Die neugierige Brigitte" von Edmund Sabott habe ich auch noch.

Chrissie777


Beiträge: 168

10.10.2019 23:11
#48 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Ich las auch jede Menge Buecher aus der Schulbuecherei.
Seit vielen Jahren suche ich nach einem Buch, das offensichtlich nicht von Berte Bratt ist (ich fragte die Jugendbibliothek Blutenburg in Muenchen vergeblich danach).
Ich lieh es mir vor 1964 von der Schulbuecherei in Friedrichshafen am Bodensee aus (es war damals schon ein aelteres Buch).

Handlung: ein Maedchen vermisst ihren Vater. Er ist Ingenieur und baut irgendwo im Ausland einen Staudamm oder eine Bruecke.
An mehr erinnere ich mich nicht mehr.
Hat das vielleicht jemand in TV Nostalgie gelesen?
Wie gesagt, es kann durchaus ein Maedchenbuch aus den 50er Jahren gewesen sein.

Eiwennho


Beiträge: 137

12.10.2019 19:24
#49 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Leider hab ich noch kein Regal wo Staudamm und Ingenieur draufsteht aber wenn ich Zeit hab guck ich mal.
So viel ist das garnicht wenn man bedenkt dass ich da schon fast dreißig Jahre zusammentrage. Nicht mal hundert pro Jahr.
Und insgesamt billiger als wenn ich mir in der Buchhandlung 20 Romane gekauft hätte.
Aber bei den meisten würde das schon scheitern weil es auch einfach ein Platzproblem ist. Und da hab ich keins.
Es hat dann auch gut zu meinen Comics gepasst weil die meisten schöne Titelbilder und auch im inneren tolle Zeichnungen haben.
Kompliziert und dann auch meist nicht mehr ganz billig wurde es dann als ich die dazugehörigen Schutzumschläge gesammelt habe.
Und die Erstauflagen bei mehreren Auflagen. Bei Fury oder Lassie gabs ja fast eine Million Auflage. Aber such mal die Erstauflage.
Bei den Fernsehbüchern bin ich meines Wissens Komplett und auch richtig einsortiert. Nun nehm ich mir mal einen anderen Verlag vor.
Jeden Winter ein Verlag und ich bin dann in fünfzig Jahren fertig. Gute Aussichten und ein Garant für keine Langeweile.

Kaschi


Beiträge: 3.105

13.10.2019 13:04
#50 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Zitat von Eiwennho im Beitrag #49
Kompliziert und dann auch meist nicht mehr ganz billig wurde es dann als ich die dazugehörigen Schutzumschläge gesammelt habe.
Und die Erstauflagen bei mehreren Auflagen. Bei Fury oder Lassie gabs ja fast eine Million Auflage. Aber such mal die Erstauflage.
Bei den Fernsehbüchern bin ich meines Wissens Komplett und auch richtig einsortiert. Nun nehm ich mir mal einen anderen Verlag vor.
Jeden Winter ein Verlag und ich bin dann in fünfzig Jahren fertig. Gute Aussichten und ein Garant für keine Langeweile.

Moin Eiwennho! Deinen akustischen Namensvetter kenne ich auch noch ... Hab' später nie verstanden, warum Ivanhoe als "schwarzer Ritter" durch die Kinos tobte. Er trug doch weiße Klamotten, wie ich aus unzweifelbar authentischer Quelle wusste! Ich sach nur: Roger Moore.
Aber zurück zu den Kinderbüchern über Tierserien. Mein Sammlerehrgeiz diesbezüglich war ja das hier (siehe Posting Nr.5 dieses Threads):
Zitat von Kaschi im Beitrag #5
Die Happy-Bücher (ca. 16 x 20 cm) aus dem Delphin-Verlag waren für mich aber die schönsten - sofern sie sich um TV-Tiere drehten! Deshalb habe ich ziemlich intensiv im Web nachgeforscht, wieviel Ausgaben dieser Reihe überhaupt veröffentlicht worden sind - kein einfaches Unterfangen ...

Längst nicht alle davon drehten sich um Rin Tin Tin, Lassie, Fury und Co.
...
Folgende Bände hatten TV-Tierserien zum Thema:
Nr.4: Fury macht das Rennen/Fury (Little Golden Book)
Nr.5: Lassie zeigt den Weg/Lassie shows the way
Nr.6: Lassie rettet ein Fohlen/Lassie and the daring rescue
Nr.7: Rin Tin Tin und Rusty/Rin Tin Tin and Rusty
Nr.15: Lassie ist nicht faul/Lassie and her day in the sun
Nr.16: Fury springt doch/Fury takes the jump
Nr.17: Lassies großer Tag/Lassie and the lost explorer
Nr.18: Rin Tin Tin und die Indianer/Rin Tin Tin and the lost indian (2 Cover)
Nr.49: Lassie und die brennende Brücke/Lassie's brave adventure
Nr.54: Wilma und King/National Velvet
Nr.56: Mister Ed, das sprechende Pferd/Mister Ed the Talking Horse
Nr.61: Lassie findet eine Freundin/Lassie finds a friend
Nr.64: Fury bekommt einen Preis/Fury (Whitman Tell-A-Tale)
Nr.66: Lassie und die Kätzchen/Lassie and the kittens

Flipper und Daktari waren leider nicht dabei.
Die US-Originalausgaben erschienen entweder als "Little Golden Books" oder als "Whitman Tell-A-Tale"-Ausgaben.

Als Einzelausgaben (in größerem Format) gab es im Delphin-Verlag noch:

Lassie hilft gern/Lassie finds a way
Rin Tin Tin und der Goldsucher/Rin Tin Tin and the hidden treasure
Lassie und der Adler/Lassie and the secret friend

Nicht auf deutsch erschienen:

Rin Tin Tin and the outlaw
Rin Tin Tin and pals for Rusty
Lassie and the big clean-up day
Hooray for Lassie!
Lassie and the cub scout
Lassie: The busy morning
Lassie and the firefighters
Lassie and the deer mystery
Skippy the bush kangoroo

Hast Du das auch im Visier - oder bereits in Deinen Regalen? Die entsprechenden TV-Serien kamen damals ja nicht in der später gewohnten Regelmäßigkeit über den einen oder die zwei Sender, sondern nur ab und zu. Von "Rin Tin Tin" etwa gab es in den USA immerhin 164 Folgen. Hierzulande wurden davon nur gut zwanzig gesendet, bis Mitte der 60er, dann gar nicht mehr. Da waren die Bücher schon wichtig für uns kleine Fans, um in Fort Apache, Calverton oder auf der Broken Wheel Ranch am Ball zu bleiben. Die obige Sammlung zusammenzukriegen war bei meinen Internet-Anfängen eins der ersten Projekte. Ein Heft kam sogar aus Australien - und das war nicht Skippy ...

http://www.wunderbuch.info/delphin-happy-titelbilder-1.php
http://www.wunderbuch.info/delphin-happy-titelbilder-2.php

Eiwennho


Beiträge: 137

13.10.2019 17:35
#51 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Oweh Kaschi da machst du ja ein ganzes Fass auf.
Ivanhoe natürlich mit Roger Moore. Als 7 und 8 jähriger Knirps war das prägend für mich und alle gesehen. Man kann da gar nicht glauben was damals dazu erschienen ist.
Ja die Happy Bücher die hab ich auch alle aber nicht ganz Vitrinen- oder Regal geeignet. Liegen bei mir in irgendeinen Schub bloß wo? Die nichtdeutschen die hab ich nicht.
Der einzige Band in der Vitrine ist der von Rintintin in groß. da hab ich nämlich eine Extraabteilung und da ist er Hintergrund.

Eine kleine Anekdote am Rande.
Von Tessloff gabs da eine Reihe Taschenstrip mit 39 Ausgaben. Die hab ich vor Jahrzehnten auch alle zusammengetragen und den Verkaufskarton der äußerst selten ist dazu.
Aber alle obwohl in Topzustand passten nicht rein eins blieb immer übrig. Bis ich drauf kam dass 2 am Rücken ,obwohl sonst wie neu einen Wulst hatten.
Also ausgetauscht und schon hat es gepasst.
Nun Ist ja der Tessloff Verlag in Nürnberg zu Hause also ganz in der Nähe von mir. Und mein Schwiegersohn als Graphik Designer hat da sein Studio.
Die kamen nun auf in zu weil sie ihren Internet Auftritt modernisieren wollten. Aber hatten kein Archiv mehr von früher war bei diversen Umzügen alles entsorgt worden.
Da mein Schwiegersohn kurz Timo wusste dass ich da allerhand in der Richtung habe, hat mich nun gefragt ob ich ihn da aushelfen Könnte.
Und natürlich konnte ich und hab dann Timo eine ganze Kiste voller Belegexemplare mitgegeben. Die sind aus allen Wolken gefallen was bei Ihnen schon alles erschienen ist.
Leider waren sie finanziell doch nicht so gut aufgestellt um sich den Modernen Internetauftritt leisten zu können. Und so wurde alles erstmal vertagt.
Timo brachte mir dann meine Kiste wieder und ich hab sie erstmal verstaut. Und letzten Winter wieder einsortiert. Und was seh ich die Taschenstrip Verkaufs Schachtel fehlt.
Eigentlich das wertvollste Teil des ganzen. Also bei Timo nachgefragt nicht dass die sich das unter den Nagel gerissen haben.
Aber weit gefehlt, die Kiste steht bei Timo auf seinem Schreibtisch denn die hat ihn selber ausnehmend gut gefallen. Und da steht sie heute noch.
Er liest ja keine Comics und ich hab sie auch nie gelesen so das sie Wahrscheinlich unberührt die nächsten Jahrzehnte überdauern werden.

Kaschi


Beiträge: 3.105

13.10.2019 18:25
#52 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Die amerikanischen Originalausgaben haben übrigens - häufig oder immer - ein, zwei Seiten mehr. Bei der deutschen Übersetzung der Lassie-Bände sind Jeff und Timmy teilweise vertauscht worden. Vermutlich, weil bei uns noch Jeff im TV aktiv war, einer der Timmy-Bände aber schon erscheinen sollte.

So kommt Jeff auf wunderbare Weise wieder zu einem Vater, wenigstens in Germany ... Als Kind hat mich das sehr verwirrt. Na ja, habe ich mir gedacht, Jeff muss ja auch mal einen Vater gehabt haben. Wahrscheinlich spielte das Abenteuer in der Zeit, die vor den Fernsehfolgen lag. Anders konnte ich mir das damals nicht erklären.

Ghosty



Beiträge: 168

14.10.2019 10:53
#53 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Es ist seltsam, aber mir fällt jetzt erst, wo ich eure Beiträge lese, auf, dass ich gerade von Lassie, Rin-tin-tin und Fury praktisch gar nichts habe. Da hatte es mir einfach gereicht, die eine oder andere Folge im Fernsehen zu schauen. So sind diese Bücher meiner Sammelwut entgangen. Aber ich muss auch sagen, dass ich auch heute kein Interesse verspüre, das nachzuholen.
Aber bei einem andern älteren Buch habe ich am Wochenende zugeschlagen. Ich hatte ein einzelnes Buch aus einer Kinderbuchserie der 60er Jahre. Hieß, Wohin kleine Mara. Und eigentlich wollte ich die andern Teile der Serie schon immer mal haben. Ging um ein Zirkuskind, das bei seiner Großmutter lebte, da sie ja in die Schule gehen musste und so nicht bei ihren Eltern leben konnte. Und nun habe ich mir bei Amazon die Bücher in verschiedenen Bereichen zusammen gesucht und bestellt. Es fehlt mir dann nur noch das Letzte der Reihe mit dem Titel. "Mara wird sesshaft!" Aber das war mir dann doch zu teuer. Wird bestimmt bei Gelegenheit mal günstiger zu haben sein.
Kennt die Serie jemand von euch?

Chrissie777


Beiträge: 168

14.10.2019 23:23
#54 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Erstauflagen habe ich nie gesammelt. Aber ich habe heute alle Enid Blyton Buecher der spannenden Famous Five/Arnoldkinder/Abenteuer Serie/Raetsel Serie/Geheimnis Serie/Schwarze Sieben auf Deutsch und in alten Ausgaben komplett auf Englisch. Auch die "Tina und Tini" Gesamtausgabe(die allerdings auf Englisch wesentlich besser sind).

Mir sind lediglich die Original-Illustrationen wichtig (wie die der "Fuenf Freunde" von Eileen A. Soper, die leider in den 70er Jahren durch modernere (und sehr haessliche) Illustrationen von Wolfgang Hennecke ersetzt wurden...also suchte ich bis Mitte der 80er Jahre alle alten Fuenf Freunde Buecher mit Soper Illustrationen auf etlichen Flohmaerkten zusammen, bis ich alle 23 Baende hatte, auch die zwei von Brigitte Blobel, die Bertelsmann spaeter zurueckgezogen hat, weil Blyton's Erben was dagegen hatten).

Natuerlich haette ich wahnsinnig gern die ersten 5 oder 6 Bluechert Fuenf Freunde Buecher mit alten Covern aus den fruehen 50er Jahren, die genauso schoen wie die von Eileen A. Soper waren (ehe Bluechert auf den mehr simpel anmutenden Illustrator Nikolaus Plump umgestellt hat...warum nur???), aber die gibt es bei Detlefsohn leider schon seit Jahren nicht mehr. Da hab ich zu lange gezoegert. Heul!

Chrissie777


Beiträge: 168

14.10.2019 23:27
#55 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Eiwennho, hast Du Deine Buecherregale mit Themen gekennzeichnet? Tolle Idee.

Eiwennho


Beiträge: 137

18.10.2019 20:59
#56 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Ja Kaschi seit es zumindest drei Folgen von Rintintin auf DVD gibt und nun auch Wilma und King auf Dvd geschafft hat Kann man alle Happy Bücher zuordnen.
Das waren ja damals ja auch ganz beliebte Serien. Denk mal nicht weil es dazu ja keine alternativen gab.

Und die Bücher mit der Mara habe ich auch in meinem Bestand allerdings noch nicht gelesen. Kommt Zeit kommt lesen.
Es waren ja aber auch Mädchenbücher und die habe ich leider viel zu spät zum sammeln begonnen. Echte Jungs machen sowas aber auch nicht.
Aber es gibt da auch viele wunderschöne Titelbilder dazu und auch ganz tolle Abenteuer die die da so erleben. Aber ich sammle nur heimlich nicht dass meine Kameraden denken ich wäre ein Weichling.
Oder noch schlimmer ich wäre ein Mädchenfreund. Aber da war doch mal was äh früher oder war das später oder irgendwann kann mich nicht mehr so erinnern.
Na egal jedenfalls sammle ich jetzt auch alte Mädchenbücher bis 1970. Punktum.

Und ja Chrissie ich versuch das mal das das ich alles nach Themen und Verlage ordne aber das wird noch eine lange Beschäftigung.
Und einen Schrank mit Mädchenbüchern, aber zum absperren. Punktum.

Mariposa



Beiträge: 891

26.11.2019 22:32
#57 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Liebe Forum-Kolleginnen und Kollegen,

in der Hoffnung, dass Licht ins Dunkel kommt, muss mich auch mal in diesen Thread einklinken. Gefragt sind vor allem Pferderoman- und Abenteuerroman-Fans.

Zwar bin ich der Meinung, dass ich immer eifrig die ausgeliehenen Bücher samt Autorenname in meinem "Leseheftchen" der Schulbücherei dokumentiert habe, aber bei zwei Büchern komme ich einfach nicht weiter. Vielleicht fehlt ausgerechnet diese Seite in dem inzwischen sehr zerfledderten Heftchen.

Beim Pferdebuch namens ROTFUCHS (vielleicht auch die Geschichte eines Pferdes oder Abenteuer eines Pferdes) geht es um einen Mustang, einen Rotfuchs. Das Buch spielte in Amerika. Über den Inhalt weiß ich nicht mehr viel. Ans Titelbild kann ich mich noch erinnern, da war das Gemälde eines Rotfuchses zu sehen.

Beim Abenteuerroman geht es um eine Geschichte, die in Südafrika oder Südwestafrika angesiedelt ist. Jedenfalls kommen Buren drinn vor und Hottentotten (meine ich mal), ein Junge namens Fanus (von Stephanus), ein Mungo, Schlangen. Fanus und seine Familie müssen sich mit allerlei Widrigkeiten im fernen Land herumschlagen.

Meine Auskünfte sind ziemlich dürftig aber vielleicht erinnert sich jeder oder kann mir ein Forum nennen, dass diese Art Bücher zum Inhalt hat. Das wäre schön.

Lieben Gruß aus dem Saarland und schon mal Danke schön fürs Überlegen
MARIPOSA

Kay



Beiträge: 1

20.06.2020 10:32
#58 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Hallo Chrissie777!
Bin wahrscheinlich ebenso wie du mit Enid Blyton aufgewachsen und habe die Bücher heiß und innig geliebt. Kann mich an legendäre Leseerlebnisse erinnern, z.B. 'Fünf Freunde im Zeltlager' nachts mit Taschenlampe unter der Bettdecke. Ich habe seit langem auch sämtliche Serien im englischen Original (z.T. übers Internet, z.T in London in dieser kleinen Gasse) antiquarisch erstanden, manche für richtig viel Geld, aber das war es wert. Und, auch mir ging es wie dir in allererster Linie um die Illustrationen (Soper, Tresilian, Dunlop). Als ich meine erste englische Ausgabe der 'Fünf' von Hodder in den Händen hielt und feststellte, dass ich etwa 50 % der Illustrationen noch nie gesehen hatte, war das wie früher zu Weihnachten, wenn ein oder zwei neue Blyton-Bücher unter dem Weihnachtsbaum lagen (Übrigens fehlen ja auch bei den deutschen Original-Abenteuer-Ausgaben viele Illustrationen und der Klopp-Verlag hat für die Geheimnis-Bücher gleich alle Orginalillustrationen entfernt - aber wem sage ich das?). Hier kann man auch schön sehen, meine ich, wo die Prioritäten der einzelnen Verlage lagen. Wenn ich allein an die beiden unsäglichen 'Blobel-Bände' denke (E. Soper lebte ja damals noch!) und die Lieblosigkeit, mit der der offensichtlich in keiner Weise am Wohl von Kindern orientierte Bertelsmann-Verlag diese 'zusammengekloppt' hat (Die Illustrationen hätte ich besser hinbekommen und sind so mit das Schlechteste, was ich in dieser Hinsicht bisher gesehen habe. Als 'Illustrator' hätte ich mich dafür geschämt!), kriege ich heut noch einen Hals.
Leider hat die gute Enid Blyton seit Ende der 60er Jahre, als es anfing, das jeder Pseudogutmensch seine politische Korrektheit öffentlich zur Schau stellen musste, sehr an Nimbus verloren (sie war 'eine schlechte Mutter' eine 'Vielschreiberin ohne jegliches sprachliches Niveau', gilt mittlerweile als rassistisch und rechtsradikal und Ihre ' Figuren sind 'männerdominiert' (man denke nur an George!), frauenfeindlich, angepasst, unkritisch und typisch hochnäsige Middle-Class-Kinder, die auf alles 'sozial unter ihnen' rangierende wie Bedienstete und einfache Menschen herablassend und überheblich reagieren. Probleme werden angeblich ausgeblendet ( Da habe ich vor kurzem im ersten Abenteuer-Band ein schönes Gegenbeispiel entdeckt, als die Kinder bei einer entfernten Tante bleiben müssen, weil Frau Manering offenbar schwer krank und pleite ist und die 4 nur durch einen Scheck des Trend-Onkels durchgefüttert werden können!). Ich bin Lehrer geworden und musste feststellen, dass es sogar Unterrichtsmaterial zu 'Fünf Freunde und das Burgverlies' gibt, wo Buch und Autorin in Bausch und Bogen niedergemacht werden.
Das alles habe ich anders in Erinnerung und ich glaube, die Lektüre der Enid Blyton Bücher hat viel zu dem beigetragen, was ich heute bin und an meine Schüler versuche weiterzugeben und das ist ganz bestimmt nicht Rechtsradikalismus, Rassismus oder Frauenfeindlichkeit, sondern u.a. Respekt vor anderen, Toleranz, aber auch durchaus Kritikfähigkeit. Meine Sechzigerjahre-Kindheit war unglaublich ( ich möchte nicht mit heutigen Kindern tauschen!) und ein wesentlicher Teil davon waren die Bücher von Enid Blyton. So, dass (und eigentlich noch viel mehr!) musste mal gesagt werden. Danke für deine Zeit!
Grüße

PS.: Im Moment sehe ich mir übrigens jeden Abend vor dem 'Lichtausmachen' die schönen Illustrationen der Original-Abenteuer-Bände an. Übrigens hat meine Mutter immer über mich gesagt, dass ich als Kind beim Einkaufen nie gequält oder gequengelt hätte (war früher auch nicht so üblich wie heute) und das liegt, so glaube ich heute, daran, dass ich mir damals (vor über 50 Jahren) schon geschworen habe, dass ich mir alles, worauf ich als Kind verzichten musste (damals waren die Eltern noch nicht so wohlhabend wie viele heute) später einmal selbst kaufen werde. Und das habe ich gemacht, wovon z.B. meine große Kinderbücher-Sammlung zeugt! Verrückt???

Chrissie777


Beiträge: 168

04.07.2020 08:50
#59 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Hallo Kay,

ich habe mich sehr ueber Deine Antwort gefreut, denn echte Enid Blyton Fans trifft man hoechst selten im Leben.
Als ich noch in Germany lebte, fragte ich hin und wieder nette ArbeitskollegInnen, ob sie auch als Kind EB gelesen haetten, aber die meisten kannten weder die Fuenf Freunde noch die Abenteuer Serie.
Gluecklicherweise fand mein Mann im Sommer 2008 fuer mich im Internet die Blyton Yahoo Group (inzwischen nicht mehr aktiv), und dadurch entdeckte ich die Enid Blyton Society (schau mal in die "Cave of Books", die laesst keine Wuensche offen):

https://www.enidblytonsociety.co.uk/index.php

Und so kann ich mich heute noch zumindest auf Englisch mit Blyton Fans austauschen.

Ich begann 1995 mit book search, lernte damals die nette Buchhaendlerin Christine Alexander in Fowey, Cornwall, UK, kennen, der Bookends of Fowey gehoerte (inzwischen hat Bookends of Fowey andere Besitzer, und Christine Alexander zog mit ihrem Mann nach Gran Canaria). Sie schickte mir einmal pro Monat 5 oder 6 alte Blyton Buecher auf Englisch zu, die roten hardcover Ausgaben der Fuenf Freunde allerdings alle ohne Schutzumschlaege (die hat mein Mann spaeter selbst im Internet gefunden, ausgedruckt und mit Klarsichtfolie ueberzogen).

Als ich dann 2002 in die USA auswanderte, kam meine Blyton Sammlung voruebergehend zum Stillstand, aber ab 2008 besorgte ich mir die noch fehlenden Buecher wie "The Adventurous Four" und "The Secret Island" (beides Lieblingsbuecher, die ich immer wieder verschlinge) entweder durch amazon.co.uk oder ein EBS Mitglied versorgte mich mit den fehlenden Titeln. Seit 3 oder 4 Jahren habe ich alle spannenden Buecher und 2013 baute mir mein Mann zum Geburtstag ein spezielles Blyton Regal. Es ist breiter und etwas hoeher als Billy 90 von IKEA, so dass die kompletten 230 EB Buecher darin Paltz finden. Mein ganzer Stolz!

In London fand ich im Mai 1981 auf meiner allerersten England Reise bei der riesigen Buchhandlung Foyle's 5 der 8 gebundenen Adventure series Buecher. Zum Glueck war ich bei Foyle's am Beginn des dreiwoechigen England Urlaubs, und konnte so die 3 fehlenden Adventure Baende bestellen und am Ende des Urlaubs dort abholen. Zu Hause fiel mir dann auf, dass sie viele fuer mich "neue" Illustrationen von Stuart Tresilian enthielten, die der Erika Klopp Verlag in den 50er Jahren leider nicht mit eingekauft hatte.

Inzwischen ist mein Englisch auch gut genug, um all diese Buecher auf Englisch und ohne Hilfe eines Woerterbuches zu lesen, aber wahre Nostalgie stellt sich bei mir nur ein, wenn ich die liebevollen Uebersetzungen von Dr. Werner Lincke (Fuenf Freunde) bzw Lena Stepath (Abenteuer Serie) auf Deutsch lese.
Dabei sehe ich mir die fehlenden Illustrationen beim Lesen der deutschen Uebersetzungen gern an, muss nur jedesmal aufpassen, wenn ich das Wohnzimmer verlasse, dass ich die Buecher vor unserem Schaeferhund in Sicherheit bringe, der es gar nicht gern sieht, dass ich lese.

Ja, das habe ich noch in den 90er Jahren mitbekommen, dass Klopp die Abenteuer Serie leider ganz ohne Illustrationen herausbringt. Jammerschade! Macht auch wenig Sinn, aber vermutlich koennen sie sie so billiger drucken lassen. Aus Geldmangel nur einen Teil der Illustrationen einzukaufen, muss ja in den fruehen 50er Jahren bei der ersten deutschen Ausgabe auch der springende Punkt fuer den Erika Klopp Verlag und den Bluechert Verlag gewesen sein.
Wir deutschen Kinder ahnten das ja nicht.

Die Illustrationen von Walter Born (ich dachte immer, sie seien von Egbert von Normann) in der Geheimnis Serie fand ich o.k., ich entdeckte diese Serie allerdings auch erst um 1980 oder 1981 herum dank der kleinen Bibliothek im Braunschweiger Ortsteil Gliesmarode. In den 80er Jahren gab es gluecklicherweise keinen Bann mehr gegen EB wie noch 15+ Jahre zuvor.
Die Originalillustrationen der Mystery Serie entdeckte ich erst ab 2008, als ich begann, sie auch auf Englisch zu sammeln.

Ja, die beiden Blobel Baende kommen nicht an die Original Fuenf Freunde Baende heran, da hast Du vollkommen recht und die neuen Illustrationen fand ich grottenschlecht, aber was mich spaeter schon etwas wunderte: warum wehrten sich EB's Erben gegen die beiden Fuenf Freunde Baende von Brigitte Blobel, aber nicht gegen die franzoesischen Fuenf Freunde continuation stories von Claude Voilier? Wo ist da der Unterschied? In der Rechtslage sehe ich da ehrlich gesagt keinen Unterschied.
Fortsetzung ist Fortsetzung, ob sie nun von Blobel oder von Voilier kommt.

Vor allem Timmy sah trostlos aus auf Wolfgang Hennecke's Illustrationen. Der ist bei Eileen A. Soper soviel huebscher.
Bertelsmann (aber auch das ZDF mit der ersten 1970er Jahre FF Serie) wollte die Geschichten aus den 40er und 50er Jahren unbedingt modernisieren - das ist, als wenn Johanna Spyri's "Heidi" ploetzlich ihr Dirndl aufgeben und Jeans tragen muesste.
Warum ein Verlag zu dusslig ist, um etwas wirklich Gutes zu erkennen und so zu lassen, wie es ist, werde ich wohl nie begreifen.
Prompt kam ja dann auch in den 90er Jahren eine verbesserte britische Fuenf Freunde TV Serie ins Fernsehen und es gab die FF Serie in Buchform wieder mit den Soper Illustrationen auf Deutsch, allerdings nur als Taschenbuecher.
So, ehe dies zu lang wird, schreibe ich den Rest in Teil 2.

Chrissie777


Beiträge: 168

04.07.2020 09:55
#60 RE: Kinder- und Jugendbücher von früher Antworten

Teil 2.
Ja, die Illustrationen haette ich besser zeichnen koennen als der gute Wolfgang Hennecke. Was sich Bertelsmann nur dabei gedacht hat?
Zumindest haetten sie einen Illustrator finden koennen, der im Stil Soper's zeichnet und mehr Liebe zum Detail besitzt als Hennecke.

Es gab viele schlechte Muetter, man denke nur an Bette Davis, Joan Crawford, Daphne DuMaurier - deren Kinder wuchsen auch alles andere als gluecklich auf. Meine eigene Mutter interessierte sich auch fuer alles moegliche, nur nicht fuer mich. Das hat mich also spaeter (ich fand erst 2008 heraus, was fuer eine Mutter Blyton gewesen ist) nie davon abgehalten, EB weiterhin sehr gern zu lesen, denn als Schriftstellerin war sie unschlagbar. Wie sie sich als Mutter verhalten hat, spielte fuer mich als Leserin nun wirklich keine Rolle.

Vielleicht blieb EB tief in ihrem Inneren ja immer ein Kind, und sie war vermutlich nur dann vollkommen gluecklich, wenn sie schreiben konnte (so ging es auch Patricia Highsmith). Damals konnten sich die Frauen nicht aussuchen, ob sie Kinder haben wollen oder lieber einem Beruf nachgehen (oder Beides miteinander vereinen, was ich als hoffnungslos zu stressig empfinde).

Ich wuerde EB's Buecher nicht als rassistisch betrachten. Man muss sie halt im Kontext der 40er und 50er Jahre lesen, und Angst vor Zigeunern gab es damals auch in Germany (Nehmt die Waesche von der Leine, die Zigeuner kommen). An "Heidi" oder Sonnleitner's "Hoehlenkindern" stoert sich doch auch niemand, das liest man heute noch im unveraenderten, nicht modernisierten, nicht politisch korrekten Format.
Warum sich also an EB's Einstellung von vor 80 Jahren stoeren?
Das ist auch ein Thema, das die Mitglieder der EBS oft beschaeftigt.

Komisch ist nur, dass ich mich in den 60er Jahren total mit George aka Georgina identifizieren konnte und die Buecher absolut nicht als frauenfeindlich empfand, eher als elternfeindlich (aber im positivsten Sinne des Wortes, denn mit den Eltern haetten sie diese Abenteuer nicht erleben koennen), weil die Eltern staendig abwesend waren.
Entweder musste Onkel Quentin zu einem wissenschaftlichen Kongress und Tante Fanny begleitete ihn natuerlich, denn die nette Koechin Johanna konnte ja ein Auge auf die Kinder haben. Oder Tante Fanny bzw Allie Mannering aus der Abenteuer Serie musste sich um eine kranke Verwandte kuemmern. Oder sie waren selbst krank (als Kind musste meine Mutter immer wieder ins Krankenhaus, und damals wurden Patienten fuer ein bis zwei Wochen im Krankenhaus behalten, da wurde man nach einer Krebs OP nicht noch am selben Tag entlassen wie heutzutage).

Die Fuenf Freunde haben Johanna nie ueberheblich behandelt, im Gegenteil.
Vielleicht haben sie das Zigeunermaedchen Jo zu Beginn nicht gemocht, aber Jo bewies ihnen, dass man mit ihr Pferde stehlen kann, und wurde im naechsten Buch schon akzeptiert.
Sorry, mein Deutsch laesst etwas zu wuenschen uebrig.

Nein, da gebe ich Dir recht, ich wuerde zumindest was Buecher und die wunderbar spannenden britischen CFF Filme betrifft, meine eher unglueckliche 60er Jahre Kindheit nicht eintauschen wollen, hoechstens andere Eltern haette ich mir gewuenscht, aber die kann man sich leider nicht aussuchen.

Mein Mann und ich versuchten vor 5 oder 6 Jahren den damals 10 jaehrigen aelteren Enkel meines Mannes fuer die FF Serie zu interessieren, aber er war schockiert darueber, zu Weihnachten ein gebrauchtes (wenn auch in Top Zustand) Buch von 1942 zu bekommen, wo es doch soviele nagelneue (und aehnlich langweilige) Buecher wie "Harry Potter" gibt. Er hat "Five on a Treasure Island" nie gelesen (mein Mann hatte dafuer mit viel Liebe ein schoenes altes Soper Cover gebastelt).
Die heutige Kinder Generation ahnt ja gar nicht, was sie ohne EB und ohne Norman Dale verpasst...alles, was sie kennen, ist zu Hause herumhocken, Nintendo, Computer, Zeichentrickfilme im Fernsehen und ausgesprochen langweilige Buecher lesen (ich habe mich seit 2002 oft in der Kinder- und Jugendbuchabteilung von Barnes & Noble aufgehalten mit dem vergeblichen Versuch, spannede Kinder- und Jugendbuecher zu finden, aber es gibt keine mehr).

Die EB Buecher halfen mir durch eine aeusserst unglueckliche und traumatische Kindheit, und ich denke heute oft, ohne sie waere ich mit wesentlich mehr Blessuren am anderen Ende herausgekommen. Aber wenigstens konnte ich hin und wieder (wenn ich nicht schon wieder Mathe-Nachhilfe hatte, den Hund gassi fuehren, abwaschen oder Schularbeiten machen musste) in die Welt der Felseninsel und ins Felsenhauses abtauchen.

Mein Vater war Arzt, es ging meinen Eltern in finanzieller Hinsicht gut genug, dass sie mir mehr als nur 2 EB Buecher pro Jahr haetten kaufen koennen, aber leider waren sie gegen EB eingestellt, und wenn auf meinem Wunschzettel 5 EB Buecher standen, dann gab es immer nur eins zum Geburtstag und eins zu Weihachten und dafuer noch 3 oder 4 andere Kinder- oder Jugendbuecher, die ich mir gar nicht gewuenscht habe.

Kuerzlich verriet mir meine 91 jaehrige Mutter am Telefon, dass sie immer schon im Sommer Buecher fuer mich in den Braunschweiger Buchhandlungen gekauft hat, um dann an Weihnachten genug Buecher unter den Weihnachtsbaum legen zu koennen. Ich musste mich sehr beherrschen, um ihr nicht zu sagen, dass ich so viel lieber Buecher von Blyton zu Weihnachten und zum Geburtstag erhalten haette als "Ferien auf Saltkrokan", die Langerud Kinder, die langweilige Mozart Biographie fuer Kinder oder "Der kleine Prinz". Aber ich verkniff es mir dann doch.

Meine Eltern waren anti-Blyton und besorgt, aus mir koenne womoeglich kein Buecherwurm werden (beide Eltern lasen gern und viel).
Zurueckblickend muss ich sagen, dass es gerade die EB Buecher gewesen sind, die aus mir einen Buecherwurm gemacht haben, ganz sicher nicht die eher behaebigen Langerud Kinder oder Saltkrokan (und mit dem kleinen Prinzen wusste ich mit 14 oder 15 Jahren nichts anzufangen).

Und so hatte ich, als ich mit 19 Jahren von zu Hause auszog, weder die komplette Abenteuer Serie noch alle 21 Fuenf Freunde Baende. Es dauerte noch weitere 11 Jahre (bis 1985), ehe ich auch den letzten FF Band mit den Soper Illustrationen bzw die beiden Blobel Baende, die ja nur in ganz kleinen Mengen verkauft und dann wieder von Bertelsmann aus den Buchhandlungen zurueckgezogen wurden, gefunden hatte.

Nein, Du bist keinesfalls verrueckt.
Ich begann bereits in den 70er Jahren damit, auf deutschen Flohmaerkten Kinderbuecher zu sammeln, die ich als Kind nur aus der Bibliothek bzw von Freunden ausgeliehen bekam (und die mir viel besser als die "wertvollen" Buecher gefielen, die meine Eltern mir zweimal im Jahr schenkten), und bin mit meiner umfangreichen Buechersammlung in die USA ausgewandert.
In den 80er Jahren liess ich mir alte 1950er und 1960er Broschueren von "Das Buch der Jugend" zuschicken, und fand dadurch viele alte, vergessene Kinder- und Jugendbuecher wieder, die ich mir damals entweder durch eine Anzeige im Boersenblatt der Buchhaendler suchen liess oder (falls unauffindbar) ueber die Fernleihe der Bibliothek beschaffte und mir dann in einem Copy Shop muehsam fotokopierte und hinterher in Plastikhuellen in grosse Aktenordner abheftete.
Im Laufe der Jahre konnte ich fast alle Aktenordner durch die Buchausgabe ersetzen und wegwerfen.
Aber richtig viel Kinderbuecher gesammelt habe ich erst ab ca. 2009, da verbrachte ich mehr und mehr Zeit im Internet und fand noch etliche Buecher, die ich als Kind geliebt hatte, aber nie auf den Flohmaerkten finden konnte.
Nur bei "Milli-Molli" war ich vom Original (Milly-Molly-Mandy) enttaeuscht. Denn da hatte der Franz Schneider Verlag seinerzeit viel schoenere Illustrationen als in den alten Originalausgaben.

Mir ging es genauso wie Dir, ich habe mir alles, was mir als Kind so gut gefallen hat, im Internet beschafft und hoffe nur, dass mir noch weitere 26+ Jahre bleiben, um all die Buecher erneut zu lesen bzw immer wieder zu geniessen.
Buecher, Filme und Urlaub waren fuer mich ein Leben lang immer wichtiger als mein Geld fuer Kleidung und Ausgehen auszugeben, wie die meisten Frauen, die ich kenne. Kleidung kann keine so schoenen Erinnerungen ausloesen wie es Buecher und alte Filme koennen.

"Noch viel mehr" wuerde mich SEHR interessieren!


PS: Wenn Du ein Fuenf Freunde Buch fuer Erwachsene lesen moechtest, dann besorg Dir die gebundene Ausgabe von "Die Luegenlandschaft" von Peter Watson, die hat naemlich eine Schatzkarte, die besser zu erkennen ist als dieselbe Karte auf dem Cover der kleineren Taschenbuchausgabe.

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