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TV-Nostalgie-Forum

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Dieses Thema hat 16 Antworten
und wurde 1.884 mal aufgerufen
 Familienserien - von Salto Mortale zu den Waltons
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Petra



Beiträge: 7.160

29.12.2006 12:32
Julia antworten

Bin mir nicht sicher, ob es mehr eine Familienserie oder eine Sitcom war - aber egal, das schließt sich ja nicht aus.

Es gab vor langer, langer Zeit (man kommt sich schon soooo alt vor...) eine Vorabendserie im Ersten (Samstags, glaube ich!), die "Julia" hieß. Ging um eine alleinerziehende Mutter, Hauptdarstellerin war Diahann Carroll (aus dem Denver-Clan als Blakes uneheliche Schwester bekannt). Ich habe ganz, ganz schwache Erinnerungen daran, eigentlich erinnere ich mich nur an den Vorspann, der Kopf von Diahann Carroll wurde mehrmals aus verschiedenen Perspektiven fotografiert - irgendwie wirkte es, als schmisse sie den Kopf hin und her (zumindest glaube ich das, ist wirklich lange her). Erinnert sich da noch jemand dran? Ich habe ein paar nette Fotos und auch die Titelmelodie und denke daran, eine Seite darüber zu machen, allerdings ist so was immer blöd, wenn so gar keine Erinnerungen da sind. Ich glaube, ich habe das ganz gern gesehen ;-)

cessnaritter



Beiträge: 2.438

29.12.2006 12:47
#2 RE: Julia antworten

Meine Erinnerungen an diese Serie wurden in den 90ern noch einmal aufgefrischt, als sie auf einem der Privatsender, die man damals noch wunderbar sehen konnte, wiederholt wurde.
Ich erinnere mich an Julia, die war Krankenschwester bei einem bärbeißigen, aber trotzdem gutmütigen Arzt, Marke rauhe Schale, weicher Kern. Mir fällt der Name des Schauspielers nicht ein, aber er spielte in Filmen meistens nur Nebenrollen, jedoch verbinde ich sein Gesicht, egal wo es auftaucht, mit der Rolle als Julias Chef.
Dann war da noch der Sohn, Corey, der einen weißen Freund in der Nachbarschaft hatte. Die Mutter des Freundes war auch mit Julia befreundet und der Vater war Polizist, glaube ich. Hatte diese Familie nicht auch einen deutsch klingenden Nachnamen?
Damals fiel es mir gar nicht auf, aber für die damalige Zeit war es sicherlich in den USA eine Sensation, daß ein farbiger Junge mit einem weißen Jungen eng befreundet war. Auf jeden Fall gehörte die Serie zu meinen Favoriten, die ich gerne mal wiedersehen (und dann auch aufnehmen würde).

Kaschi


Beiträge: 3.062

29.12.2006 12:59
#3 RE: Julia antworten

Das war Earl J. Waggedorn!

Die Serie war in den USA zu Zeiten der Rassenunruhen sicherlich ein Politikum: eine Frau als Hauptdarstellerin (!), alleinerziehend (!!) und zu allem Überfluß auch noch farbig (!!!) ... Auf amerikanischen Seiten findet man dazu auch noch einen Widerhall der Diskussionen, die Julia damals auslöste.

Ich fand die Serie prima!

Jörg L. ( gelöscht )
Beiträge:

29.12.2006 13:07
#4 RE: Julia antworten

Ich kann mich leider an die Serie gar nicht erinnern, zumindest nicht bewusst.
Was ich aber weiß ist das es eine Barbie-Puppe nach dem Character gab.

Kaschi


Beiträge: 3.062

29.12.2006 13:13
#5 RE: Julia antworten

Kaschi


Beiträge: 3.062

31.12.2006 13:23
#6 RE: Julia antworten
Eine Sitcom in dem Sinne, daß die Handlung nur Aufhänger für einen Haufen schräger Sprüche ist, war Julia sicher nicht. Ich würde es eine fröhliche Familienserie nennen, vergleichbar vielleicht mit Bezaubernde Jeannie. Auch wenn sich letztere weniger um eine Familie drehte - und Fantasyelemente enthielt, die bei Julia nicht vorkamen.

Petra



Beiträge: 7.160

31.12.2006 13:38
#7 RE: Julia antworten

Na ja, auch "Bezaubernde Jeannie", "Lieber Onkel Bill", "Eddies Vater" oder "Drei Mädchen und drei Jungen" gelten in den USA als Sitcom. Schräge Sprüche gab es überall nicht, da hast du Recht. Aber vielleicht gibt es einfach keinen anderen Ausdruck, und wir haben das - wie so vieles - übernommen?

Wenn man deine Definition nimmt, dass die Handlung ein Aufhänger für schräge Sprüche ist, dann fallen mir gar nicht viele Sitcoms ein. Denn auch die "Golden Girls" oder die "Cosby Show" oder auch der "King of Queens" haben eine durchgehende Handlung und sind auch meiner Meinung nach auch Familienserien...

Was ist denn "Eine schrecklich nette Familie"? - Eine Mischung aus Familienserie und Sitcom? Oder der reine Blödsinn? Was hältst du von Al Bundy, Kaschi?

Kaschi


Beiträge: 3.062

31.12.2006 13:56
#8 RE: Julia antworten

Die Bundys habe ich schon ewig nicht mehr gesehen. Ich erinnere mich aber daran, daß die eingespielten Lacher mir selbige austrieben.

Bei den Golden Girls finde ich schon, daß die Handlung nur dem Zweck dient, dreien der Ladies ihre Sprüche zu ermöglichen und Rose ihr dummes Zeug loswerden zu lassen. Das ist, so wie ich es verstehe, eine klassische Sitcom. Bei Jeannie ist oft genug die Handlung selber komisch.

Petra



Beiträge: 7.160

02.01.2007 00:12
#9 RE: Julia antworten

Kaschi


Beiträge: 3.062

02.01.2007 02:36
#10 RE: Julia antworten
Ich hab' nochmal in einem US-Lexikon der 80er Jahre nachgeguckt: Petra, Du hast vollkommen recht, die Amis fassen beides unter Sitcom. Egal, ob die Handlung den Gags untergeordnet ist oder zumindest gleichberechtigt fungiert.

Petra



Beiträge: 7.160

02.01.2007 08:00
#11 RE: Julia antworten

Na ja, was hindert uns an einer eigenen Definition? Wir müssen ja nicht alles genauso machen wie die Amerikaner... Es war eine Familienserie mit leichtem Einschlag von situationsbedingter Komik

Auch "Lieber Onkel Bill", sogar "Eddies Vater" gelten als Sitcom in den USA, die würde ich aber gefühlsmäßig auch eher in die Schublade "Familienserien" ablegen, ebenso wie die Bradys.

Kaschi


Beiträge: 3.062

06.01.2007 00:47
#12 RE: Julia antworten

In Antwort auf:
Die Bundys habe ich schon ewig nicht mehr gesehen. Ich erinnere mich aber daran, daß die eingespielten Lacher mir selbige austrieben.


Habe zufällig gerade mal wieder die Bundys gesehen - 5 Minuten lang ... Die Folge, in der Al einen Hasen aus seinem Garten vertreiben bzw. abmurksen will. Da sind wirklich witzige Gags dabei, z.B., als Bruder und Schwester sich beharken, aber Peggy gelassen auf Al zeigt: "Daaa sitzt der Feind!" Aber durch die permanenten Lacher, die etwa alle 10 Sekunden einem erklären wollen, wann etwas lustig ist, wird der Humor wirklich komplett zerstört. Wäre mal interessant, die Bundys ohne diese Laugh Tracks zu hören. Vielleicht wäre es dann eine Top-Serie ...

Jörg L. ( gelöscht )
Beiträge:

06.01.2007 11:50
#13 RE: Julia antworten

Bei den Amis ist der Laughtrack aber auch dabei...leider.
Ich plädiere bei DVD Editionen immer dafür eine Tonspur mit, eine ohne Laughtrack zu machen...
Hört nur keiner hin...

Die Amis Unterscheiden eigentlich nur zwischen Drama und Sitcom.

Ich bezeichne Serien wie "Onkel Bill", oder auch aktueller "Desperate Housewives" als Dramedy.

Mein erster Kontakt mit Al Bundy war vor vielen jahren auf dem Holländer, als er bei uns noch im Kabel war.
"Meine Güte wasn Scheiß" habe ich damals gedacht. Erst viel, viel Später bin auf den geschmack gekommen, als er mal komplett bei Sky One wiederholt wurde.

Die deutsche Synchro killt aber auch viele Späße. Auch wusste man ja damals nicht das Schuhverkäufer in USA der allerletzte Job ist. Meine Mutter war übrigens Schuhverkäuferin...Die hat geguckt als ich Ihr das erzählte.

Ich habe letztlich Petra noch gemailt, das die Gilmore Girls auch so eine Dramedy ist, die für mich durch die Synchro total gekillt wird. Dieses emotionslose Gelabere... brrrr... Schade das da von den Synchronstudios nicht mehr Wert auf Qualität gelegt wird.

Jörg


Kaschi


Beiträge: 3.062

06.01.2007 20:44
#14 RE: Julia antworten

Vielleicht ist das ja die gültige Definition:

mit Laugh Tracks = Sitcom
ohne Laugh Tracks = keine Sitcom

Würde jedenfalls zu diesem vorgeschriebenen Gelächter passen.

Bei Familie Feuerstein und den Jetsons haben sie in späteren Ausstrahlungen das Gelache weggelassen. Immerhin.

NochNoName ( Gast )
Beiträge:

14.02.2007 01:34
#15 RE: Julia antworten

Hallo an alle,

über wunschliste.tv bin ich zu euch gelinkt - eine Page, über die ich kürzlich gestolpert bin, als mich plötzlich die Nostalgiesehnsucht überfiel. Kennt Ihr ja. Ich wollte eigentlich die romantische Familienserie The ghost and Mrs. Muir wiedersehen und hatte deswegen rumgegoogelt. Dann kam eine Serie nach der anderen wieder ins Gedächtnis ... Mona, Julia.

Ich kann mich gut an die bildschöne Diahann erinnern (die sie auch noch heute ist), den grandelnden alten Doc, den ich als Kind so prima fand, und die beiden kleinen goldigen Jungs.

Julia, d. h. Diahann Carroll, habe ich später nur ein Mal noch gesehen: Im Kino - Paris Blues - hochkarätig besetzt und irgendwie dramatisch - falls es jemanden interessiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Paris_Blues

Von Marc Copage, der den Sohn Corey spielte, hab ich diese Seite gefunden: http://www.act1scene2.com/interview-mcopage.html

Auch damals gabs schon Merchandising: http://scoop.diamondgalleries.com/scoop_article.asp?ai=9248&si=126

Hier mal ein Hinweis zum diskutierten Thema Definition sitcom:
http://de.wikipedia.org/wiki/Sitcom
Auch wenn in den USA der Begriff dafür verwendet werden sollte, denke ich, dass Julia keine im Sinne der obigen Definition war. Ich kann mich zumindest an keine der ansonsten üblichen dämlichen Zwischen-Lach-Orgien erinnern, auch nicht an schnelle Gagfolgen und es gab m. E. durchaus besinnliche Elemente.

Ach man, das ist alles schon sooooo lange her - vielleicht wars doch anders. Ich finds nur jammerschade, dass viele alte Sachen auf Nimmerwiedersehen verschwinden und andere bis zum Erbrechen wiederholt werden. Vielleicht hat man falsche Erinnerungen und Empfindungen an Serien, die ggf. nicht mehr unbedingt ins Jetzt passen, weil man vieles damals noch mit Kinderaugen gesehen hat. Trotzdem wärs schön ...

Ich schau bestimmt mal wieder vorbei, hier gibts noch einiges zum Schmökern für mich und ich bin nur eben drübergehuscht!
Guts Nächtle also, na eigentlich Morning!

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