....na ja eine Zensur durch den Staat ist ja nun für mich auch nicht das gelbe vom Ei. Wo führt das denn hin......? Jeder mündige Bürger kann doch für sich entscheiden, welche Sendungen er sich aufs Auge drücken will.....und ich für meine Person will eben nicht mehr. Guck mir wirklich nur noch ganz ausgewählte Sendungen an ..... und das sind nicht sehr viele (meist irgendwelche Reportagen, die mich interessieren). Ich seh echt keinen Sinn darin, mir eine Daniela Katzenbacher (musste erst mal nachschauen, wer das überhaupt ist) anzutun und mich hinterher wochenlang darüber auszukotzen ..... Aber jedem das seine ;o)))
Ja,aber die Katzenbacher hat schon jetzt einen gewissen Kultstatus. Genauso wie die Feldbusch seinerzeit. Es ist schon ein Trauerspiel mitanzusehen,wie das Volk der Denker und Dichter,immer mehr zu einem Volk des Sports zum Beispiel mutiert. Und damit fängt es ja schon an. Anstatt das dümmliche Big Brother zu senden,würde ich mich über eine Inzenierung von "Goethes Faust" freuen.
Ach, sicher haben die zeiten sich geändert, aber ich wehr mich immer ein wenig dagegen, alles im tv schlecht zu reden. das hatten wir früher auch schon mal. natürlich gibt es den verblödungssender rtl- ausser wer wird millionär- aber den muss man ja auch nicht gucken, so wie man die bild zeitung nicht lesen braucht. aber ard und zdf bringen neben wirklich manchem quoten unfug auch immer wieder gute sendungen, natürlich 3 sat arte und die dritten zum teil. oft auch intelligent gemachte serien neben manchem blödsinn. ärgerlich ist sicher, dass manche perle zu spät gesendet wird, aber im zeitalter von video und festrekorder geht da ja auch manches. schlimm ist sicher, dass man früher mangels anderer sender zur besten sendezeit gezwungen war, auch mal ein dokumentarspiel oder theaterstück zu sehen, oder einen wirklich guten jugoslawischen oder schwedischen spielfilm von 1956.nun ja. und was den sport betrifft, da war immer schon ne große nachfrage, der heute sehr viel mehr nachgegangen wird.man muss ja nicht auf sky von freitags um 18.00 uhr bis sonntag abend alle spiele sehen, aber , mal so gesehen, man kann sich aber dafür auch heute die besten früchte rauspicken
Sport gab es früher (in den 60ern) im Verhältnis eher mehr als heute, allerdings konzentrierte es sich nicht so sehr auf Fußball und Formel 1. Da gab es mehr Leichtathletik, Reitturniere, Eiskunstlauf, Skispringen, fand ich früher alles ziemlich langweilig. Kulturelle Sendungen sah man eher zwangsweise, es lief eben nichts anderes. Also Theateraufführungen, Operetten, Chorgesänge, Dokumentarfilme usw. Es wurde auch noch viel erzählt (z.B. Luis Trenker) oder vorgelesen und gebastelt (Schau zu, mach mit). Nicht gerade spannend, aber alternativlos. Fernsehen war früher zwar nicht unbedingt besser, aber ruhiger und irgendwie gemütlicher. Und es war ein Familienevent, alle versammelten sich um den einzigen Fernseher. Trotzdem wurde auch schon Anfang der 60er auf die Gefahren des Fernsehens, insbesondere für Kinder hingewiesen. Natürlich muss man heute bestimmte Sender ja nicht einschalten und es gibt auch genügend Kultursender (ARTE, 3SAT), kein Problem für (vernünftige) Erwachsene. Aber die Kids schauen meist Kika und lauter hirnloses Zeug. Hätten wir früher vielleicht auch gemacht, allein es fehlte die Gelegenheit. Ob Fernseher früher besser war, will ich jetzt mal nicht behaupten. Es war eben anders. Ruhiger, gemütlicher und ja, häufig auch langweiliger. Wie habe ich auf meiner 60er-Jahre Web-Seite geschrieben: Fernsehen bedeutete früher vor allem eins: Warten auf. Das muss man heute im Zeiteralter von Internet und DVD (leider) nicht mehr. Es sei denn, man wartet auf die DVD-Veröffentlichung uralter TV-Serien (aber wer, ausser uns TV-Nostalgiger vermisst die schon?)