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Dieses Thema hat 35 Antworten
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 Off-Off-Topic
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Petra



Beiträge: 7.305

10.01.2009 17:48
Fernsehen gestern und heute Antworten
Ich möchte mal ein Thema zur Diskussion stellen, was mich gestern ziemlich geärgert hat, es betrifft eine Diskussion in einem anderen Forum.

Ein User äußerte sich da sehr enthusiastisch über Peter Frankenfeld, ein anderer meinte, es sei extrem unlustig gewesen, was er gemacht habe, und ihm sei unbegreiflich, wie man das damals habe lustig finden können und wie man ihn überhaupt den "großen" Peter Frankenfeld nennen könnte. Ein dritter User pflichtete ihm bei und nannte als weiteres Beispiel "Am laufenden Band" und meinte, dass es unvorstellbar sei, dass "halbwegs intelligente Menschen über eine solche Scheiße" lachen konnte. Die Sendung sei megapeinlich gewesen. Er hat die Sendung allerdings erst vor kurzem gesehen (als Wiederholung).

Abgesehen davon, dass ich es für unvorstellbar halte, dass sich halbwegs intelligente Menschen für "Ich bin ein Star, holt mich hier raus" interessieren können und die "lustigen Moderationen von Sonja und Dirk" für großes Kino halten, habe ich mich verpflichtet gefühlt, Frankenfeld zu verteidigen, und das, obwohl ich ihn auch nicht für so lustig hielt. Frankenfeld war eben ein Showmaster der 50er Jahre, es wirkte in den 70ern schon leicht verstaubt, was er brachte. Rudi Carrell mag heute auch so rüberkommen, das kann ja alles sein. Wer die heutigen "Showmaster" gewöhnt ist, weiß natürlich nicht, was gut ist .

Ein anderer User stellte die Frage, welche Showmaster denn heute überhaupt noch ankommen würden, wenn man sie heute noch mal ran ließe. Und da habe ich mich glatt für zwei eingesetzt, die ich eigentlich als Quizmaster nicht sonderlich mochte, nämlich Kulenkampff und Fuchsberger. Beide waren keine Showmaster, Entertainerqualitäten hatten sie auch nicht, aber sie waren unterhaltsam. Ich habe Kuli mit Jauch und Fuchsberger mit Gottschalk verglichen (natürlich kann man das nicht wirklich, Kuli war ironischer, Fuchsberger konnte sich noch besser darstellen als Gottschalk), aber ich glaube, diese beiden hätten heute noch eine Chance, sofern sie noch leben bzw. 30 Jahre jünger wären. Bei den Showmastern von damals glaube ich jedoch auch, dass sie keine Chance mehr hätten, hier hat sich der Geschmack zu stark verändert. Es gibt keine großen Shows mehr - leider. Nur der Musikantenstadl oder die Feste der Volksmusik bringen noch ansatzweise das, was wir früher "Show" nannten, heute wollen wir es aber auch nicht mehr sehen (was jedoch vermutlich an der Musik liegt...:-)) Bis vor ein paar Jahren hat Dieter Thomas Heck noch durch "Musik für Millionen" geführt, ich gebe zu, auch das war nicht mein Geschmack, lag aber sicher auch an Heck, dessen Art ich nur bei der Hitparade ertragen konnte. Die einzige große Samstagabendshow ist noch "Wetten dass...", verkommt aber immer mehr zur Werbesendung für neue Filme und Lieder. Gottschalk hält also noch die Fahne hoch. In der ARD haben wir Florian Silbereisen, der vor zwei, drei Jahren mal eine Ausgabe "Am laufenden Band" moderiert hat. Es hätte schlimmer sein können, fand ich. Und bei Pro 7 haben wir Stefan Raab, der sicher nicht jedermanns Liebling ist, aber wahnsinnig kreativ. Wem sonst fiele wohl ein, eine WOK-WM zu veranstalten? Ich kann die Kritik an ihm (bzw. seinem Verhalten) schon verstehen, trotzdem glaube ich, dass er wohl der einzige ist, der noch versteht, was "Show" heißt. Aber ich komme vom Thema ab!

Worauf ich hinaus will: man kann das Fernsehen von gestern nicht mit dem von heute vergleichen. Insofern war es kein "Mist", der uns vor 30 Jahren vorgesetzt wurde, ich glaube auch nicht, dass es nur daran lag, dass es keine Konkurrenz gab, dass wir heute so verklärte Erinnerungen an die alten Fernsehtage haben. Ein Teil spielt sicher mit, das mag sein. Auch unsere damalige Jugend und Begeisterungsfähigkeit.

Aber man kann meiner Meinung nach nicht plötzlich Frankenfeld, Kulenkampff oder Carrell absprechen, nicht gut gewesen zu sein, bloß weil sich die Zeiten geändert haben. Damals waren sie die "Großen", heute haben wir solche "Männer ohne Gesicht" (war ein Bericht im Spiegel, der Typen wie Geißen, Lanz, Pilawa und Kerner aufs Korn nahm), Typen, die man austauschen kann, ohne es zu merken. Da ist mir ein "unlustiger Frankenfeld" und ein "peinlicher Carrell" aber viel lieber.

Ich hoffe, ich bin niemanden zu nahe getreten, am Ende schaut hier jemand die Dschungelshow...:-)) Ich kenne ein paar Leute, die sich das angucken, und ich weiß, dass sie halbwegs intelligent sind ... Ich kann es trotzdem nicht verstehen, wie man dieses inszenierte Theater auch nur ansatzweise durch Einschalten unterstützen kann. Aber: Geschmäcker sind verschieden, wenn wir alle das gleiche wollten, wäre es ja auch langweilig.

Was meint Ihr?
Kathinka


Beiträge: 95

10.01.2009 18:00
#2 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten

Hallo Petra! Ich habe früher die Shows auch gerne gesehen. Wenn ich sie jetzt in den Wiederholungen anschaue, z. B. "Am laufenden Band" oder "Auf los geht los" finde ich sie schon ein bischen altmodisch-heute. Aber zu der damaligen Zeit haben sie mir gut gefallen. Alles, nicht nur die Shows sind jetzt schneller geworden, auch die Serien und Filme. Deswgen finde ich es auch nicht so toll jetzt über die "alten" Showmaster herzuziehen. Alles zu seiner Zeit. Wenn die "Alten Hasen" heutzutage moderieren würden hätten sie bestimmt auch einen anderen Stil.
Servus Kathinka

Kathinka


Beiträge: 95

10.01.2009 18:01
#3 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten

P.S. So einen Quatsch wie "Ich bin ein Star..." guck ich auch nicht.

Petra



Beiträge: 7.305

10.01.2009 18:16
#4 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten

Ja, wie gesagt, wir sind anderes gewöhnt heute. Trotzdem muss man das mit den Augen von damals sehen, und damals war es eben gut. Ganz ehrlich: ich finde heute auch manches langweilig, was mir früher gefallen hat. Das geht ja wohl vielen so. Aber deshalb war es doch nicht schlecht.

Wenn ich mir heute z. B. "Raumschiff Enterprise" anschaue (mit Kirk und Co.), kann ich das nicht mit "Enterprise" mit Scott Bakula vergleichen (obwohl mir beide sehr gut gefallen! Es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, aber beides gefällt mir). Bei Kirk lache ich amüsiert, wenn ich sehe, wie man sich damals die moderne Technik vorgestellt hat, die Tricks von damals wirken absolut lächerlich, aber es hat was nettes, gutes, vertrautes, schönes.

"Invasion von der Wega" habe ich im Erwachsenenalter zum ersten Mal gesehen, es sind etwa sechs oder sieben Jahre her, glaube ich. Das kann ich natürlich auch nicht mit einer Sci-Fi-Serie von heute vergleichen. Spannend ist es trotzdem. Ich kann auch "Auf der Flucht" nicht mit "Prison Break" vergleichen. "Auf der Flucht" war ein Ereignis, "Prison Break" ist nur irgendeine amerikanische Serie...:-))

Übrigens: "Auf der Flucht" ist in England bereits auf DVD erschienen, rund 1800 Minuten (30 Stunden) gibt es derzeit dort für etwa 15 Euro. Es wird auch hier erscheinen, trotzdem habe ich mir die Box mal im Original bestellt. Bei uns kommen wahrscheinlich die Staffeln 1 und 2 getrennt raus (in England sind zwei Staffeln in einer Box), wahrscheinlich kosten sie hier einzeln schon das dreifache.

Petra



Beiträge: 7.305

10.01.2009 18:30
#5 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten

Zu "Ich bin ein Star...": man kann sich dem ganzen leider praktisch nicht entziehen. Es sei denn, man hat keinen Fernseher oder schaut nicht ins Internet.

Ich muss jetzt mal RTL loben: ich kenne keinen Sender, der es schafft, seine Sendungen so penetrant zu promoten. Nicht nur, dass man eigene Trailer dreht und die ständig zeigt, nein, es kommt auch jede Menge Crosspromotion: wetten, dass in fast jedem RTL-"Magazin" irgendein Pseudo-Bericht kommt über "Menschen, die an ihre Grenzen gehen" (wie z. B. der frühere Dschungelkönig xy), es wird etwas kommen über die sengende Hitze in Australien, der momentan die "Stars" ausgesetzt sind, über schlagfertige Moderatoren ("wie Sonja und Dirk") - und jeden Tag wird mich auf meiner t-online-Seite irgendetwas anblinken, das sich damit beschäftigt. Wenn man das mal durchschaut hat, fällt es einem erst recht auf. Bei der letzten "Bauer-sucht-Frau"-Staffel, die ja immer montags lief, konnte man sicher sein, dass am Montag irgendein Skandal um die Sendung auf der t-online-Seite (gesponsert von BILD) zu finden war. Und wenn ich in der Mittagspause am Kiosk vorbeikomme, kann ich sicher sein, dass auf der ersten Seite besagter Zeitung irgendetwas darüber steht. RTL hat eine gute PR-Abteilung, das muss man ihnen lassen. Das gleiche wird zu "Deutschland sucht den Superstar" zu erwarten sein. "Restauranttester Rach" ist letzten Montag wieder gestartet - natürlich begleitet von "Extra", die irgendetwas übers Kochen brachten und natürlich - rein zufällig - einen Bericht über die Sendung brachten.

Ach, das ist ein Thema, über das ich mich stundenlang aufregen könnte, was mich aber völlig vom eigentlichen Thema abbringt.

Träumerle


Beiträge: 968

10.01.2009 19:47
#6 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten

Also ich für meinen Teil finde, dass jeder das gucken sollte was er will und dieses zumüllen von irgendwelchem Schwachsinn sollte man eigentlich überhören und übersehen. Aber leider erwische ich mich immer dabei das ich mich aufrege, wenn mal wieder ganz "schlaue" Leute auch noch über so einen Müll, wie eben diese Starrausholsendungdieichwirklichnochniegesehenhabe. Aber mich kann man da sowieso nicht als Beispiel nehmen, weil ich so viele Leute, die als Star angekündigt werden, gar nicht kenne. Muss ich mich jetzt jedes Mal schämen, oder haben wir immer mehr Stars, für immer weniger Fans die sie dafür halten. Kulenkampff,Carell,Alexander,Frankenfeld. Das waren noch Stars für alle und nicht nur für eine ganz kleine Gemeinde, wie heutzutage eben. Ich hasse diesen Pocher und den Raab, die finde ich wirklich zum .......... Aber weil andere die ja auch so super finden, müsste ich mich schon wieder schämen. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass heutzutage die Medien so schnell sind, dass eine Generation keine 25 Jahre mehr hat, sondern nur noch 3 Jahre. Da kann ein 13 jähriger in drei Jahren, wenn er dann 16 ist, die 13 jährigen nicht mehr verstehen, weil die dann schon wieder ganz andere Stars haben.

P.S.: Ich habe gehört es gibt Leute, die können über Heinz Erhardt nicht lachen. Aber andersrum gehen andere ja wieder zum Lachen in den Keller.

Doppel P.S.: Wo uns die Medien hinführen, sieht man doch gerade jetzt: Überall Krisengerede und Verunsicherung der Leute..........

Petra



Beiträge: 7.305

10.01.2009 20:36
#7 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten

Natürlich soll jeder gucken, was er will. Aber ich finde eben auch, dass man Fernsehen gestern und heute nicht vergleichen kann.

Wie peinlich das heutige Fernsehen sein kann, sieht man momentan auf RTL, die feiern sich gerade selbst, und man könnte glauben, dass sie das Fernsehen erfunden haben. Als Moderator: Oliver Geißen. Jedes Programm kriegt den Moderator, den es verdient.

Nicht alles war schlecht, was auf RTL lief, nicht falsch verstehen. Ich finde nur diese massive Eigenwerbung, das Auftreten und die Manipulation in RTL-Formaten unsympathisch. Bei keinem anderen Sender ist dies so, nicht in dieser Penetranz. Momentan verkaufen sie gerade mal wieder Günter Jauch als beliebtesten Deutschen - natürlich als RTL-Star. Wenn sie den nicht hätten, könnten sie wahrscheinlich wirklich einpacken, sie sollen ihn hegen und pflegen, denn außer ihm haben sie nicht wirklich ein Zugpferd.

Kaschi


Beiträge: 3.111

11.01.2009 01:06
#8 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten
Ich habe besagten Thread
http://www.tvforen.de/read.php?3,960403
zwar auch gelesen, mich dort aber mit eigener Stellungnahme zurück gehalten, weil ich diese großen Showsendungen nie sonderlich mochte, weder damals noch heute. Zwar gefielen mir die sanfte Ironie von Kuli, einige Sketche von Peter Frankenfeld und manches bei "Am Laufenden Band", aber die ganzen Spiele und Sülzereien, insbesondere von Wim Thoelke, aber auch von Hans Rosenthal, Frank Elstner, Peter Alexander, "Blacky" Fuchsberger, Heinz Schenk usw. gingen mir auf den Zeiger. Am schlimmsten für mich: Dieter Thomas Heck!

Die wirkten alle auf mich total gekünstelt, die die Zuschauer zuweilen wie kleine Kinder ansprachen. - Aus heutiger Sicht erzeugen diese Sendungen allerdings einen starken Nostalgie-Effekt bei mir - und sind damit plötzlich doch noch reizvoll geworden ...

Der Vergleich zu heute hinkt: mit Ausnahme von "Wetten dass", wo eigentlich die Einblendung "Dauerwerbesendung" oben links in der Ecke stehen müsste, gibt es das Format nicht mehr. Also ließe sich höchstens noch Thomas Gottschalck den damaligen Größen gegenüberstellen. Ich denke, Kuli und Carrell können mit Gottschalck mithalten, insbesondere unter den heutigen Vorzeichen, die im TV viel mehr Freiheit erlauben als damals, wo jede noch so kleine Frechheit oder Schlüpfrigkeit sofort zu Entschuldigungen oder Aufständen führte.

Stefan Raab, Anke Engelke, Hape Kerkeling, Mike Krüger, Ingo Appelt, Hugo Egon Balder, Olli Dietrich, Hella von Sinnen usw. würde ich stattdessen Jürgen von Manger, Emil Steinberger, Didi Hallervoorden, Gerhard Polt, Loriot und Heinz Erhard gegenüberstellen (mehr oder weniger) und nicht Kuli und Co. Gegenüber-, nicht gleichstellen. Das aber ist ein anderes Thema.
Petra



Beiträge: 7.305

11.01.2009 09:17
#9 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten

Mir ist auch klar, dass man Show-, Quizmaster und Komiker (noch dazu von gestern und heute) nicht vergleichen kann. Wie gesagt, mich hat nur eben die überhebliche Art gestört, indem man alle Leute, die das damals gut fanden, für blöd erklärt hat. Würde ich mich zum Dschungelcamp in dieser Art und Weise äußern, wäre da was los gewesen. Und derzeit liegt mir viel auf der Zunge...

Ich mochte viele Sülzereien damals auch nicht, speziell fiel mir immer die vorgefertigten Sketche von Rudi Carrell auf, Späße, die manchmal wirklich keine waren - aber im großen und ganzen war "Am laufenden Band" gute Familienunterhaltung am Samstagabend. Heck war für mich auch nur in der Hitparade erträglich. Hans Rosenthal und Frank Elstner waren so höflich, dass es mir oft langweilig wurde. Wim Thoelke - na ja... Er war nun mal wirklich nicht für Quiz-Shows geschaffen, aber dafür machte er das nicht mal schlecht. Tja, und Peter Alexander war der einzige, der eine Show auf die Bühne brachte, ohne eine Nebenhandlung, wie Spiele oder Quiz. Den liebt oder haßt man, vor allen Dingen liebten ihn unsere Mütter.

Wie du schon schreibst: der Vergleich hinkt. Es gab damals Mist und es gibt heute - meiner Meinung nach - noch größeren Mist. Aber man kann es nicht miteinander vergleichen. Und mich ärgert es, wenn Zuschauer von heute sich ein Urteil über Fernsehen von gestern erlauben (nein, das Urteil ärgert mich nicht - die Art und Weise ärgert mich). Hätte jemand geschrieben, dass der Humor von damals heute nicht mehr ankäme, und er sich das nicht anschauen kann, könnte ich das nachvollziehen. Aber pauschal eine Fernsehgeneration in den Boden stampfen und alle für blöd erklären, ist schonw as anderes.

Julchen-Scherzer ( gelöscht )
Beiträge:

08.02.2009 19:02
#10 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten

Zitat Paula Tracy:
Ich hoffe, ich bin niemanden zu nahe getreten, am Ende schaut hier jemand die Dschungelshow...:-)) Ich kenne ein paar Leute, die sich das angucken, und ich weiß, dass sie halbwegs intelligent sind ...

Da bin ich aber beruhigt, dass man nicht für ganz blöde gehalten wird, so ein Mindestmaß an Intelligenzvorkommen in meinen Gehirn vorausgesetzt wird.

Abgesehen davon ist es müßig alte Shows mit Dschungelcamp zu vergleichen. Vom Niveau her kann man darüber reden, denn nicht alle alten Shows waren auch gute Shows.

Die mit Frankenfeld waren so lala. Oftmals gab es ja im Anschluss an die Sendung ( Musik ist Trumpf) eine LP zu kaufen, was in meinem Elternhaus auch geschah. Diese Platten habe ich heute noch und einige Stücke sind eher selten bis unbekannt und haben einen ( für mich ) recht hohen Nostalgiefaktor.
Nett beim Frankenfeld war halt der Umgang mit den Kandidaten. Aber nett waren auch alle, ob Carell oder Wim oder auch Lou van Burg und Vico Torriani beim Goldenen Schuss.

Ich mochte nie EWG mit Kuli, die Quakerei nervte ( ich war ein kl. Kind ) ungemein. Wenn ich mich allerdings diesbezüglich zu oft zu Wort gemeldet hatte, gings ab in Bett....

Die Frankenfeld Sketche waren bis auf ein paar Ausnahmen ( Überziehrrr etc ) wenig amüsant. Wenn ich heute den einen oder anderen Ausschnitt aus diesen Sendungen sehe, befällt mich das Grauen.
Vico, Wim, Rudi oder Lou hatten tolle Showformate, auch hier gabs sehr gute bis noch gerade so akzeptable Folgen.
Die ersten Talkshows mit Schönherr, Rosenbauer und Joachim Fuchsberger waren allesamt sehenswert. Auch hier gab es besonders unterhaltsame und eben auch etwas langweilige Ausgaben, weil kein Kinski mit der Romy oder die Nina Hagen..... ).

Wie gesagt, Kuli mochte ich nicht, den Gottschalk noch nie.

In den 80ern gab es im WDR auch eine Show mit Jürgen von der Lippe " So isses", einfach spitzenklasse war die ( auch hier gibt es Ausnahmen ).

Mit Sendestart von RTL möchte ich den von Euch sehen/hören, der nicht für eine Weile Pronto Salvatore oder sonstige kurzweilige Gewinnspielchen zwischen den einzelnen Sendungen mitgemacht bzw. diese als amüsant empfunden hat.

Deshalb bin ich aber heute absolut k e i n RTL Fan, das hat viele Gründe, vor allem aber durch diese schrägen Shows, wie Bauer sucht etc., die ich allesamt gruselig finde.

Ausnahme : Das Dschungelcamp . Wenn ich abends spät daheim bin, noch einiges kramen und kochen muß, find ich es total entspannend, mir die Stunde Ekelpaket reinzuziehen. Macht gute Laune.

Ich halte mich nicht für minderbemittelt, oder wenig intelligent oder geistig asozial und garantiert schäme ich mich nicht, zuzugeben, dass ich das geschaut habe.




Petra



Beiträge: 7.305

08.02.2009 19:23
#11 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten

Den Sendestart von RTL habe ich nicht mitbekommen, ich hatte erst ab 1988 die "Chance", Privatfernsehen zu gucken. Natürlich habe ich RTL geguckt, auch SAT 1. Aber wirklich gut gefunden habe ich RTL in seiner Gesamtheit tatsächlich nie, höchstens mal Einzelsendungen oder Serien, z. B. "L.A. Law", und in den letzten Jahren finde ich es einfach nur unterirdisch, obwohl ich noch hin und wieder reinschaue. RTL war mir immer zu laut, zu aufdringlich, zu sehr "die-Welt-spricht-nur-von-RTL". Der Gipfel (bzw. der Abgrund) ist für mich eindeutig das Dschungelcamp. Andererseits ist es wirklich schon bewundernswert, was sie daraus machen. Die PR-Abteilung muss Monate daran arbeiten, und ich bin sicher, es gibt einen Deal mit BILD, denn an keiner anderen Fernsehsendung hat BILD solches Interesse. Höchstens noch an Dieter Bohlen und seinem "DSDS", auch hier leistet die PR-Abteilung Vorbildliches.

Ich akzeptiere und respektiere natürlich, dass jemand Spaß daran hat, verstehen kann ich es aber nicht, das gebe ich zu. Muss ich aber auch nicht, Geschmäcker sind verschieden.

Julchen-Scherzer ( gelöscht )
Beiträge:

08.02.2009 19:55
#12 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten

Zitat von Petra
RTL war mir immer zu laut, zu aufdringlich, zu sehr "die-Welt-spricht-nur-von-RTL". Der Gipfel (bzw. der Abgrund) ist für mich eindeutig das Dschungelcamp.
Ich akzeptiere und respektiere natürlich, dass jemand Spaß daran hat, verstehen kann ich es aber nicht, das gebe ich zu. Muss ich aber auch nicht, Geschmäcker sind verschieden.


Natürlich sind die Geschmäcker verschieden. Ich habe z.B. nach 20 Jahren aufgegeben, die Lindenstraße zu schauen. Die Storys interessieren mich einfach nicht mehr. Dass Dir z.B. diese Serie nach wie vor gut gefällt, entnehme ich dem gleichen Forum, aus dem Frankenfeld Thread stammt.
Das ist doch auch ok. Ich jedenfalls würde mir nicht anmaßen ( nicht böse gemeint ), jemanden als halbwegs intelligent zu bezeichnen, nur weil er nach wie vor Lindenstraße schaut, obwohl ich es aus vielen Gründen nicht mehr mache.
Das gleiche gilt für RTL Sendungen, die ich auch nicht schaue, zum einen, weil sie mich nicht interessieren oder weil ich sie einfach nicht mag. Wenn mir aber etwas gefällt, stehe ich dazu, egal ob es 30 Jahre alte Shows, Serien und Filme oder neuzeitliche - gewöhnungsbedürfte - RTL ( u.a.m.)- Formate sind.

Ich gebe Dir recht Petra, "Du mußt nicht", aber "Du darfst" einfach respektvoll zur Kenntnis nehmen, dass gebildete, sozialtaugliche Menschen sich halt mal etwas im TV anschauen, was Deinen Geschmack nicht trifft. Die Bewertung bzw. Klassifizierung eines Forenmitglieds bedarf es weder von Deiner und schon gar nicht ( weil ich hier Gast bin ) von meiner Seite.

Nimm es mir nicht übel, aber mir ist "der Zeigefinger" übel aufgestoßen.



Petra



Beiträge: 7.305

08.02.2009 20:17
#13 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten
Julchen, wenn du meinen Eingangsbeitrag noch einmal durchliest und auch den tvforen-Thread ansiehst, wirst du verstehen, warum ich das "halbwegs intelligent" erwähnt habe. Da schreibt ein User in den tvforen, dass er nicht verstehen kann, wie sich halbwegs intelligente Menschen früher "Am laufenden Band" angesehen haben. Das hat mich geärgert. Vor allen Dingen, weil der User selbst die Sendung früher nie gesehen hat. Wenn hier z. B. Kaschi, cessna oder auch du schreiben, dass Ihnen Frankenfeld oder Carrell nicht gefällt, ist das was anderes, als wenn jemand, der heute erstmals eine Sendung sieht, sich ein Urteil dergestalt erlaubt, dass es Schwachsinn (nein, es stand sogar "Scheiße" da) und es unvorstellbar ist, dass sich halbwegs intelligente Menschen so etwas angeschaut haben.

Ich habe hier auch nicht den Zeigefinger erhoben und klassifiziert. Das hier ist ein Forum, ich habe meine Meinung gesagt zu einem Fernsehformat, das ich nicht mag. Das machen hier und vor allen Dingen auch in den tvforen noch in ganz anderer Form. Zum Dschungelcamp habe ich mich diesbezüglich (zumindest in den tvforen), gerade, weil so viele Leute das Format so ernst genommen und sich darüber ausgelassen haben, sehr zurückgehalten. Wir könnten jetzt natürlich eine Forenregel aufstellen, dass man hier nur loben darf und über alles, was einem nicht gefällt, schweigen muss, aber das ist ja wohl kaum der Sinn der Sache.

Wie gesagt, der Grund für das "halbwegs intelligent" steht dort oben. Ich habe hier niemanden beleidigt, nur meine Meinung zu einem für mich sehr schlechten Fernsehformat kundgetan, und das muss erlaubt sein, ohne dass mir der erhobene Zeigefinger unterstellt wird.

"Gäste" gibt es im übrigen in diesem Forum nicht. Wir sind alle gleichberechtigt hier.

Edit: ich hätte das "halbwegs intelligent" vielleicht auch in Anführungszeichen setzen sollen in dem ersten Beitrag, aber ich dachte, es wäre klar gewesen, worauf ich mich beziehe.
Mrs. Peel ( gelöscht )
Beiträge:

22.02.2009 00:06
#14 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten

Ich habe den Thread heute erst entdeckt, verzeiht also, wenn ich jetzt erst etwas dazusenfe...

Als ich Kind war, hatten wir 4 Fernsehsender: ARD, ZDF, das Dritte und DDR1. Fernsehen war etwas besonderes, das nahezu zelebriert wurde. Man freute sich auf die große Samstagabendsendung, man harrte eine ganze Woche aus, bis der nächste Teil einer Serie kam.
Heut habe ich hier 37 Sender und trotzdem gibt es meist nur Mist. Wir leben auch im Bereich Fernsehen in einer Überflussgesellschaft. Quantität statt Qualität. Massenfrass zur Volksverdummung. Du musst Dein Leben nicht mehr selber leben, es reicht, wenn Du im Fernsehen guckst, wie andere Leben (siehe die ganzen Auswandererserien, Kochserien, Zooserien, Supernanny, Renovierungssendungen, usw. isf. von Big Brother und Dschungelcamp will ich gar nicht erst anfangen).

Es muss nicht jeder Frankenfeld, Alexander, Carell, Fuchsberger, und wie die alten wirklichen Showgrößen heißen, mögen, aber sie verdienen wirklich großen Respekt. Man mag mich als ewig gestrig lebend beschimpfen, aber lieber gucke ich alte "Musik ist Trumpf" oder "Dalli Dalli" Sendungen, als das meiste, was heute so läuft.
Ich kenne auch keinen "Showmaster", der heute den Namen verdient. Gottschalk ist schon lange nicht mehr gut, und dem Raab zolle ich nur Respekt, weil der aus Schei** Geld macht. Über ihn lachen kann auch auch schon lange nicht mehr.

Hach, ich will meine alten 4 Programme wieder haben(inkl. sonntags "Mach´s mit, mach´s nach, mach´s besser")!

Gandalf ( gelöscht )
Beiträge:

11.04.2010 18:16
#15 RE: Fernsehen gestern und heute Antworten

Ich meine Fernsehen von Gestern und Heute zu vergleichen ist ein vergebliches Unterfangen. Wenn ich mich zurück erinnere, verklären sich die Wirklichkeiten eben zu nostalgischen Erinnerungen. Wenn ich die Shows und Serien von damals heute sehe, dann bin ich erstaunt welche unmögliche Mode es damals gab, oder mit welch banalen Tricks wir unterhalten wurden. Ich glaube die Gründe dafür liegen in unserer Lebenserfahrung. Wir, die wir auch die alten Sendungen kennen, haben ja neben dem Fernsehen eben auch ein ganzes Leben gelebt. Wenn ich mich mit meinen erwachsenen Töchtern unterhalte, dann wundere ich mich über deren Geschmack. Aber wenn ich dann erfahre, worum es Ihnen geht, - wenn ich mit Ihnen spreche, verstehe ich. Heute müssen die Konsumenten wählen. Wir konnten nur unsere Tag organisieren um rechtzeitig zum Beginn der Sendung fertig zu sein.

All das dreht sich heutzutage vollkommen um. Heute wird Fernsehen als ein Bauchladen der Unterhaltung wahrgenommen. Jeder kann zu jeder Zeit seine Show, Serie oder Spielfilm sehen. - und muss wählen.

Ich glaube dadurch entsteht eben nicht nur Qualität. - Das gilt aber nicht nur für Fernsehen. Das gleiche gilt auch für alle anderen Sparten von Genuss. Statt eines Restaurants gibt es Fast Food, die aufgeführte Musik wird immer weiter in Sparten unterteilt, damit sie sich abheben kann. - Zu meiner Zeit gab es Rockmusik. Heute muss ich im Gespräch mit meiner Tochter zwischen Deathmetal, Speedmatal, Blackmetal, Insustrial und wie sie alle heißen unterscheiden.

Zurück zum Fernsehen: Hier gilt das gleiche, auch wenn die Namen nicht so einfach sind. Wo ist der Unterschied zwischen den Kochprofis, Zach dem Restauranttester, den Promidinner oder Lafer Lichter lecker.? - In allen wird gekocht und erzählt wie man es richtig macht.

Man muss sich eben abgrenzen um noch Publikum zu finden. Das schreibe ich hier vollkommen wertfrei und ohne nostalgische Wehmut. Die zeiten haben sich halt so entwickelt.

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