Miss Marple fand ich klasse - noch besser aber Sherlock Holmes!! Es ist zwar sehr schwierig, an ein Interview mit dem Herrn zu kommen, aber seine Räumlichkeiten in 221b Baker Street sind schon sehr vielsagend!
Das wusste ich noch nicht. Mit 13, 14 war Margeret Rutherford für mich Miss Marple, und ich fand die Filme urkomisch! Ein bißchen verdorben hat mir den Spaß später die Info, dass Agatha Christie mit Margeret Rutherford als Miss Marple überhaupt nicht einverstanden war, und tatsächlich ist ihre Miss Marple ja auch ein ganz anderer Typ (wirklich besser verkörpert duch Joan Hickson). Ich mag zwar Detektivinnen sehr, finde den kühlen, aber kreativen (und Kokain-schnupfenden) Sherlock Holmes aber einmalig!
Wußte ich auch noch nicht und bin entsetzt! Aber mal im Ernst. Das ist ein Phänomen,was einige Serien oder Filmreihen betraff/betrifft,welche im eigenen Land unter "ferner liefen" gehandelt wurden/werden und im europäischen Ausland große Erfolge feierten/feiern. Jüngstes Beispiel ist die Produktionseinstellung der Krimireihe "Kommissar Beck.."(nicht very british. zugegeben.) Vielleicht liegt es daran,das unserer Vorstellung von "very british "in den Miss Marple Verfilmungen am nächsten getroffen wird.? Die Briten selbst dem "very british" Flair der Filme nicht erliegen .Eine mögliche Erklärung des Erfolgs in Deutschland.
Vielleicht lag es an der Synchronisation? Diese Erklärung wurde mir zumindest von einem Fachmann gegeben.
Ich muss zugeben, dass ich, was Miss Marple angeht, auch sehr britisch bin. Früher, als Kind, mochte ich die Filme, heute würde ich sie mir nicht mehr freiwillig ansehen. Ich bin aber auch kein Agatha-Christie-Fan, man kann mich auch mit Hercule Poirot jagen ;-)
Wenn schon Krimi (ohnehin seltenst), dann aus den USA. Ich bin in der Richtung eine Banause ;-)
Liebe Petra, auch mein Verhältnis zu Poirot ist nicht das Beste.Der pedantisch ,extrem ordnungsliebende und immer makellos auftretende Hercule ist mir deutlich unsympathischer,als das Team Sherlock-Watson.
Die Synchronisation ist sicherlich ein Teil des Erfolges der Rutherford-Filme. Dazu kommt das Spannungsverhältnis zwischen der etwas schrulligen reiferen Dame und dem Inspektor - und Mr. Stringer, der als ewig ängstlicher Sidekick die Kapriolen von Miss Marple noch besonders hervorhebt ... und manch Fragezeichen produziert ob des trauten Miteinanders der beiden.
Das hatten wir doch schon mal irgendwo? We're needed, Miss Marple!
Lieber Kaschi, Deinen Beiträgen entnehme ich ,das Du Dich bereits auf ein Interview mit Jane vorbereitest? Falls Dir noch ein Paar warme Socken fehlen sollten,damit Du keine "Kalten Füße" bekommst,dann sag Bescheid.
Übrigens.... Joan Hickson, die ja später in den Fernsehfilme der 80er Jahre Jane Marple verkörperte, spielte im ersten Margaret-Rutherford-Marple-Film die Haushaltshilfe Mrs.Kidder, die durch den kleinen Alexander doch immer geärgert wurde... Ob sie wohl geahnt hat, daß sie 2 Jahrzehnte später mal in die Rolle der Amateurdetektivin schlüpfen würde...
Ich liebe die Miss-Marple-Filme mit Margaret Rutherford, die im wirklichen Leben (was ja allerdings auch bekannt sein dürfte) mit Mr.Stringer = Stringer Davis verheiratet gewesen ist. Ich glaube auch mal gehört/gelesen zu haben, daß die Rolle des Mister Stringer auf M. Rutherfords Wunsch in die Kriminalfälle hineingeschrieben wurd.
Und auch das (nur noch mal zur Erinnerung, ich bin mir sicher, daß ihr es wißt): Die Verfilmungen weichen ohnehin sehr von den literarischen Vorlagen ab, der vierte Miss-Marpla-Film (Mörder Ahoi!) ist ohnehin schließlich direkt auf M. Rutherford zugeschnitten und hatte nicht einmal eine wirkliche Romanvorlage von Agatha Christie.
Es mag so sein, daß Agatha Christie sich ihre Miss Marple anders vorgestellt hat (Angela Lansbury hat sie ja auch einmal dargestellt), aber ich finde nun mal die wohlbeleibte, resolute Miss Marple von Margaret Rutherford ist nun mal am schrulligsten und damit am witzigsten und irgendwie (nach meiner persönlichen Meinung) glaubwürdiger als furchtlose Amateurdetektivin als die doch eher distinguiert und beinahe zerbrechlich wirkende Joan Hickson.