Ja, sehr vieles war aus tschechischer Produktion. Schaut mal unter Ota Hofmann und Jindrick Polak. Das waren die beiden Hauptpersonen in Produktion und Regie. Karel Svoboda hat für einige Filme und Serien die Musik geschrieben, ist übrigens auch hierzulande durch die Musik zu WICKIE oder BIENE MAJA ein Begriff. Und die wunderschöne Musik zu "3 Haselnüsse für Aschenbrödel" hat er auch geschrieben.
Gruß, Frank, der Aschenbrödel toll findet, aber auch gerne ein wenig Action hat
Ich komme immer selber. Meistens sogar persönlich...
als Mitglied des Jahrgangs 1963 kann ich mich noch an einen langen, warmen Kindersommer erinnern, in dem eine Serie namens "Käpt`n Korda" oder so ähnlich lief. In Erinnerung geblieben ist mir mittlerweile über Jahrzehnte die Melodie - passend zu Kindheitserinnerungen und zu einem schönen Kindersommer. Wer will, kann dazu auf You tube unter dem Stichwort "Captain Korda" einen Ausschnitt sehen, mit der Musik dazu........seufz.
Ein Film, der mir wirklich unter die Haut ging, war "Und wieder spring' ich über Pfützen". Drehbuchautor ist Ota Hofman, der unter anderem auch für Pan Tau verantwortlich war.
Der Film handelt von einem Jungen, dessen Vater Pferde trainiert und versprochen hat, ihm das Reiten beizubringen, wenn er so groß ist, dass er auf den Zaun der Koppel springen kann. Leider erkrankt der Kleine kurze Zeit später an Kinderlähmung. Weil sein Traum, endlich reiten zu lernen aber so groß ist, schafft er es, mit Krücken wieder laufen zu lernen.
Ja, ich kann mich noch gut daran erinnern. Wir hatten hier im Forum bei anderer Gelegenheit schon einige Male darüber geredet. Der Film kommt zuweilen an irgendwelchen Feiertagen im Fernsehen und wäre mal wieder fällig.
Der Vater des Jungen ist dem Alkohol nicht abgeneigt und er redet immer ein wenig großspurig daher im Gegensatz zur stillen Art der Mutter. Er ist dem Kleinen aber von Herzen zugetan. Und der Junge gibt vor seinen Freunden mächtig damit an, dass ihm sein Vater auf General (einem imposanten Schimmel) das Reiten beibringt. In der Familie machen sie so ein Spiel. Die Mutter fragt "Wer reitet denn da" und der Vater antwortet "Aber das ist doch unser Junge".
Dann versteckt sich der Junge aus Angst vor dem Stallmeister oder irgendeiner Respektperson im Wasser und wird krank. Mit unglaublicher Zähigkeit und Willenskraft lässt er sich nicht unterkriegen und trainiert heimlich nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus auf einem braven Pferd das Reiten. Und die Endszene ist so wie in dem Spiel. Die Mutter fragt und der Papa antwortet "Aber das ist doch unser Junge". Daraufhin hatte die Mutter Tränen in den Augen und ich ebenfalls.
Ein traurig schöner Film aus Kindertagen.
Es gab auch mal eine tschechische Serie: ROTFUCHS, MÄUSE UND GALGENVÖGEL und es ging dabei - glaube ich - um eine Kinderbande und die haben sich auch Pferde "ausgeliehen" ...
jaaaaa, du hast völlig Recht. Diese "Respektperson" ist jemand, der sich dann dafür verantwortlich fühlt, dass der Junge krank geworden ist. Der Kleine wurde unmittelbar nach dem Verstecken im Wasser krank.
Ich habe leider nicht gesehen, dass ihr hier im Forum schon einmal darüber gesprochen habt. Tut mir Leid, hatte danach gesucht, aber nach dem ganzen Titel. Die Serie, die du angesprochen hast, kenne ich leider nicht.
die Respektperson war - glaube ich - Stallmeister oder Verwalter, jedenfalls irgend etwas Höheres. Der Junge wurde zwar nach seinem längeren Aufenthalt im Wasser krank, aber es ist nicht gesagt, dass er sich die Kinderlähmung dort geholt hat. Könnte - muss nicht. War halt eine teuflische Krankheit, sogar im Lesebuch der Grundschule oder vielleicht war es auch schon die Realschule gab es mal eine Geschichte darüber, nur ist es dem Kind nicht auf die Nerven der Beine geschlagen sondern auf die Lunge und es passierte auf einem Schiff. Die Rettung "eine eiserne Lunge" kam aus der Luft, sonst wäre das Kind erstickt.
Ist leider 'ne schlechte Angewohnheit von mir und einigen anderen Forummitglieder, Threads "zweckzuentfremden" aber irgendwie entwickeln solche Vorgänge eine gewisse - wie soll ich sagen - Eigendynamik, für die wir nicht verantwortlich sind. Man verplaudert sich halt, wie im richtigen Leben auch.
Ich versuche, unser "Gespräch" von damals für Dich aufzutreiben und einen Link einzubauen, könnte aber noch etwas dauern.
Entweder war der Ursprungsthread unserer "Missetaten" POLY oder FOLLYFOOT oder KEINE SERIE - EINZELFILM, wahrscheinlich letzteres denn da geht es querbeet. Brauchst Dich aber jetzt nicht selbst auf die Suche zu machen.
Ein bisschen Geduld noch, ich verspreche mich darum zu kümmern ...
Als ich zuvor nach Videomaterial suchte, war das noch nicht parat. Da hast Du oder da haben wir Glück gehabt!
Früher hätte ich Dir nur "offiziellen" Text dazu bieten können.
Sag' mal, gab es damals schon Trikes? Oder wie hießen die? Also ich kannte den Ausdruck damals noch nicht und für böhmische Verhältnisse war das doch ein hochmodernes Gefährt oder Luxus pur.
Ach' so, es kann gut sein, dass die "Unterhaltung" - mangels Interesse - über Privatmails lief. Da hättest Du gar nichts finden können.
Mit späten Grüßen und besten Wünschen für eine schöne Woche MARIPOSA
Zitat von Mariposa Sag' mal, gab es damals schon Trikes? Oder wie hießen die? Also ich kannte den Ausdruck damals noch nicht und für böhmische Verhältnisse war das doch ein hochmodernes Gefährt oder Luxus pur.
Glaub ich nicht. Ein Trike ist ja auch ein Motorrad mit drei Rädern anstatt zwei. War nicht ganz ernst gemeint von mir, deshalb auch die Anführungsstriche. :)
Mir kam dass zumindest bei den tschechischen "Familienfilmen" immer so vor, als ob da stets die gleichen Darsteller dabei waren. Fragte mich immer, ob die da nur die paar Schauspieler hätten...
Das mit den gleichen Darstellern ist mir auch bei anderen Serien aufgefallen (aus Deutschland und den USA). Da scheint es ein gewisses Stammensemble gegeben zu haben. Zum Beispiel taucht Maxl Graf bei "Funkstreife Isar 12" mehrmals in verschiedenen Rollen auf, meistens dabei als Bösewicht oder zumindest negative Figur. Später ist er ja dann auf die andere Seite gewechselt, als er Assistent beim Inspektor Wanninger wurde, der Herr Fröschl. Auch Marktfrauen, Hauswartsfrauen, Zimmervermieterinnen und andere Nebenfiguren sind immer mit den gleichen Darstellern besetzt. Und beim "Inspektor Wanninger" ist es ähnlich. Bei "Verliebt in eine Hexe" tauchen eine ganze Reihe von Schauspielern auch immer wieder auf, meistens als Kunden der Werbeagentur "Tate und MacMann", wo Darrin Stephens ja arbeitet.
Ich denke, das hat auch etwas mit Zuschauerakzeptanz zu tun. Eine Produktion muss sich rentieren. Ganz unbekannte Schauspieler sind da immer ein Risiko, weil man nicht weiß, wie sie ankommen. Vorstellen könnte ich mir auch, dass "Vertragspakete" abgeschlossen werden. Ein halbwegs bekannter Schauspieler wird nicht von Studio zu Studio tingeln, um eine Szene abzudrehen. Lohnender (und somit schmackhafter) ist da eine Verpflichtung, die ihm ein längeres Auskommen bietet.
Meine bescheidene Meinung, ich spekuliere da einfach mal wild.