Wenn ich so heute darüber nachdenke, dann fällt mir auf, dass viele Kinder-TV-Produktionen, die ich geschaut habe, aus der damaligen CSSR kamen. Pan Tau, Die Märchenbraut, Die Besucher, Saxana-Das Mädchen auf dem Besenstiel, Sechs Bären mit Zwiebel und natürlich auch der Klassiker 3 Nüsse für Aschenbrödel. Aber woher kommt das eigentlich? Warum hat ausgerechnet dieses Land soviele tolle Kindersendungen produziert? Reine Devisenbeschaffung wird es ja nicht gewesen sein :-) Und warum fanden wir die toll? Ich denke, die Sendungen waren spannend, witzig und ich konnte keinen erhobenen Zeigefinger oder sonstigen erzieherischen Mehrwert entdecken. Die wollten einfach nur unterhalten.
Ich war da wohl eine Ausnahme, ich mochte bis auf "Das Mädchen auf dem Besenstiel" keine der genannten Sachen. Am schlimmsten war für mich immer Pan Tau, den mein jüngerer Bruder ganz toll fand. Und bei Pan Tau fiel ich ja auch noch in die Altersgruppe, bei anderen wiederum (z. B. Märchenbraut) war ich schon zu alt.
Die 1970er Jahrgänge sind immer ganz fasziniert von den tschechischen Produktionen ... Es ist wirklich so, es gibt kaum jemanden, der sie nicht mag.
Einige der Schauspieler waren auch fast immer dabei. Vladimír Menšík z.B. gehört zu dieser Garde. Den kennt glaub ich fast jeder :-) Zumindest sein markantes Gesicht.
Ich nicht :-) Aber ich glaube, dass eine kleine Fernseh- bzw. Filmnation bei den bekannteren Produktionen immer die gleiche Garde einsetzt. Das sieht man auch bei den Australiern, wo einem viele Schauspieler immer wieder unterkommen. Auch bei uns ist es doch so. Wer "Derrick" im Ausland gesehen hat, wunderte sich vielleicht auch, wie oft der Insepktor Evelyn Opela verhört hat ;-)
Sabine hat ja auch immer das Beispiel von den Vierteilern gebracht. Da wurde auch oft mit den gleichen Darstellern gearbeitet.
Vom Namen her sagt der mir auch nichts. Und.... ich machte außer "Das Mädchen auf dem Besenstil die anderen Filme/Serien auch nicht. Wenn schon jemand nur "3 Nüsse...." erwähnt bekomme ich innerliche Schreikrämpfe, weil ich die Begeisterung darum nicht verstehen kann. Aber gut, daß wir alle einen anderen Geschmack haben ;-)
Zum Thema: immer die gleichen Darsteller... Das ist mir gerade gestern aufgefallen, als ich mir den ersten Teil des Durbridge-Krimis "Die Schlüssel" angesehen habe. Albert Liven, der zuvor im Halstuch einen verdächtigen Millionär gespielt hat, war nun der Kriminalbeamte, der den Fall untersucht... und ein paar Jahre später wird er in einem anderen Durbridge-Mehrteiler das Opfer sein. Ich verrate mal nicht, in welchem... ;-)
Jürgen Roland hat übrigens in seiner Stahlnetz-Reihe auch öfter die gleichen Schauspieler eingesetzt und eine der Figuren (manchmal Täter, manchmal Opfer) hatte immer den Namen "Dieberitz" oder "Wieberitz".
Klar waren da Knetmännchen bei; die musste Luzie doch als Mutprobe im Supermarkt klauen... Schöne Serien waren das. Und Vladimír Menšík hat viel, viel dazu beigetragen! Ist leider viel zu früh gestorben.
Die "Märchenbraut" war eigentlich mein Lieblingsfilm. Schade, dass Vladimír Menšík bei "Die Rückkehr der Märchenbraut" und bei "Der Zauberrabe Rumburak" dann nicht mehr mitmachen konnte.
Luzie und Tintenfische waren doch 2 verschiedene Serien. Ich schau zZ die Märchbraut, die find ich ja auch ganz ok aber die Rückkehr der Märchenbraut gefällt mir nicht mehr so gut. Die Story ist nicht mehr so gut und auch die Märchenbraut wurde ausgetauscht
Der Name Vladimír Menšík sagte mir zunächst auch nichts, habe ihn aber dennoch gleich mit einem Gesicht vor meinem geistigen Auge verbunden. Gegoogelt - ...und geistiges Auge hatte mal wieder recht.
ich bin knapp 47 und schaue mir immer noch gerne pan tau und co an bin halt eine dame die kind geblieben ist, nichts mit action und gewalt anfangen kann und alljährlich "drei nüsse für aschenbrödel" anschaut