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 Adventsvierteiler und Weihnachtsserien - Vom Seewolf zu Anna
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Mariposa



Beiträge: 899

29.06.2013 13:58
#376 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

Auf besonderen Wunsch von neugierigen, alten "Schul"-Kameraden gibt es einen ausführlichen Bericht in Mailform und vielleicht auch 'ne Collage.

Aber nicht heute, weil "uff de Schoofbrigg" Feuerwehrfest ist und ich meine aufwühlenden Erlebnisse erst mal selbst verabeiten muss.

Das war an einem Nachmittag und Abend ja mehr geballte Ladung "Kapitän Nemo" als in 6 Folgen DIE GEHEIMNISVOLLE INSEL.

40 Jahre ist das jetzt her. Er ist immer noch äußerst attraktiv und gab sich privat auch fast genauso so wie in seiner Filmrolle während der letzten Folge.

Für das traurige Ende hat es noch ein paar Jährchen Zeit, hoffe ich !!!

Und damit nicht genug. Die Nachkommenschaft eines bekannten frz.-armenischen Filmregisseurs war auch zugegen. Zu "Los Bardem" hätte ich persönlich ja mehr Bezug gehabt, aber wir waren ja nun mal in Frankreich und nicht in Spanien und so war es auch ganz toll.

Dabei wollte ich in Südfrankreich eigentlich so nebenbei auf Poly's Spuren wandeln und den "Krimi" um den schwarzen Diamanten sowie DAS GEHEIMNIS DER 7 STERNE Revue passieren lassen. Dass sich so nebenbei andere Perspektiven ergeben würden war außerhalb meiner Vorstellungskraft und ein gar glücklicher Zufall.

Von so was kann man im Allgemeinen nur träumen, das ist ja wirkich ganz außerhalb der Realität.

Die bretonische Theatergruppe, die unser Phantom NICHT kannten, gehörte zum Ensemble von "Phèdre les oiseaux". Es gab auch Darsteller, die aus Paris stammten. Eine der Hauptdarstellerinnen war übrigens palästinensischer Herkunft. Zur ihr hatte ich kaum Kontakt, obwohl ich zur Premiere eingeladen wurde. Das war ein würdevoller Abschluss einer außergewöhnlichen Ferienreise mit vielen, vielen Highlights.

Und jetzt ist doch tatsächlich Zeit, schon wieder ein schönes Wochenende zu wünschen
MARIPOSA

Elaine



Beiträge: 335

01.07.2013 20:15
#377 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

Ja, Mariposa, das sind ja G'schichten!

Du hast echt ein Talent, in der ersten Reihe zu sitzen - und nicht nur bei ARD und ZDF. Dafür zappen wir doch hier im "Fred" auch glatt ´mal von den 4- zu den 6-Teilern, wobei wir immerhin Onkel Jules und den Abenteuern auf verlorenen Inseln oder an Küsten ohne Namen treu bleiben! Auch hier wäre ein genauerer Bericht nicht unerwünscht...

Das mit der Theatergruppe wundert mich nicht so wirklich in Bezug auf die malerische Identität unseres "Phantoms der Bretagne". Was sehe ich in Galerien manchmal für tolle Bilder - doch von den Malern? Nie ´was gehört! Ist halt nicht jeder ein Georg Baselitz, Joseph Beuys oder Gerhard Richter...
Sehr wundert es mich hingegen in Bezug auf die schauspielerische Identität: Wo er doch letzthin selbst noch Theater in der Bretagne gespielt hat...
Tja, so mutiert ein Phantomjäger unversehens selbst zum flüchtigen Phantom.

Mariposa



Beiträge: 899

05.07.2013 21:48
#378 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

Es mag sich für Euch jetzt ein wenig wie ein Abschnitt aus einem utopischen Jules-Verne-Roman anhören, für mich gehört es mit Sicherheit zu den VOYAGES EXTRAORDINAIRES und wie "Onkel Jack" sagen würde, hat auch der "Grosse Gott Zufall" seine Hand im Spiel gehabt. So abwegig wie es scheint, ist meinerseits der Gedankensprung von den Weihnachts-Vierteilern zum Abenteuer-Sechsteiler gar nicht!

Erinnert Ihr Euch noch an die Zeit, als die Zweifel an Valerio Popescos Nationalität anfingen und dass ich auf der eigentlichen Michael-Strogoff-Seite einen Click aus dem Rathaus von Marseille entdeckt hatte. Es war nur ein Click, vielleicht ein Versehen, vielleicht beim Googeln zufällig dort gelandet aber es gab diesen Click aus dem Rathaus von Marseille.

Lacht jetzt nicht, aber die Sache ließ mir keine Ruhe und ich hatte in der europäischen Kulturhauptstadt nichts Wichtigeres zu tun, als eben mal einen schnellen Blick auf eben dieses Rathaus zu werfen. Zuerst von außen, aus der Ferne und da hätte ich nicht zu träumen gewagt, dass ich zwei Wochen später das Innere zu sehen bekomme und in "erlesener Gesellschaft" einen Blick vom Balkon auf die Stadt werfen könnte. Das war vielleicht eine Sache! So kann es gehen.

In der unmittelbaren Nachbarschaft gab es bei meiner Abreise eine Mode-Ausstellung - nichts Tragbares und nichts, das mich sonderlich interessierte. Aber ausgerechnet dort erfuhr ich dann von einer anderen Ausstellung, die mich zwar interessiert hätte, aber gar nicht in meine Reisepläne passte. Als ich mitbekam, wer zur Eröffnung alles eingeladen war, war ich gleich Feuer und Flamme und setzte Himmel und Hölle in Bewegung, um meine Reisepläne passend zu machen. Es war zwar schwierig aber nicht unmöglich und man muss Unmögliches versuchen um das Mögliche zu erreichen. Außerdem sollte man Versuchungen nachgeben - man weiß nie ob sie wiederkommen. (So steht es mal in unserer Konditorei zu lesen).

Und noch einen Bezug zu den Vierteilern gibt es. Vladimir Cosma, der Komponist der wunderschönen Filmmelodie von Michael Strogoff und auch von Mathias Sandorf wurde ebenfalls nach Marseille eingeladen und gab oder gibt dieses Monat ein großes Konzert.

Ich hoffe, meine Gedanken- und Threadsprünge waren nicht zu kompliziert.

Nicht nur die "Jagd nach dem künstlerischen Phantomjäger" ansich erweist sich als äußerst schwierig sondern mit dem segelnden Bruder des Phantoms ist es auch nicht besser. Scheint an der Familie zu liegen. Mit Jack Skysegel möchte ich ihn nicht vergleichen. Ich habe in einem kleinen Dorf nachgefragt, wo meiner Meinung (und meinem Langzeitgedächtnis nach) POLY-Dreharbeiten mit Stéphane hätten stattfinden sollen/ müssen. Dort konnte mir niemand was Konkretes sagen und ich war schon drauf und drann meine Meinung und mein Langzeitgedächtnis anzuzweifeln, als ich das Dorf verließ. Noch nicht einmal in der Bücherei wusste "frau", dass der Ort als Hintergrund für diese POLY-Geschichte diente. Beim Bürgermeister und im Seniorenheim habe ich nicht gefragt - da hätte ich vielleicht besser fragen sollen. Daheim habe ich sicherheitshalber nochmals auf Stéphanes Seite gestöbert und siehe da - es gibt ein Beweisfoto. Ein einziges! Ich finde die Dorfbewohner eines kleinen Ortes müssten sich doch an etwas so Wichtiges wie Dreharbeiten erinnern, auch wenn sie schon an die fünzig Jahre zurückliegen. Wenn es in unserem Nachbarland schon so schwierig ist, wie würde oder wird das in Rumänien erst werden, wo wir noch nicht einmal die Sprache sprechen.

Ein schönes und sonniges Wochenende wünscht Euch
MARIPOSA

Elaine



Beiträge: 335

08.07.2013 20:29
#379 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

Also, von der Jagd nach Jack Skysegel hat das aber ´was - und ich fände den Vergleich durchaus ehrenvoll! Wer wird schon mit einer so extravaganten literarischen Figur verglichen? Dagegen ist das "Phantom der Oper" direkt ein blässliches Gebilde...

Dass die ehrenwerten Dorfbewohner sich nicht an Dreharbeiten "erinnern", die vor 50 Jahren stattfanden, wundert mich leider auch nicht. Die, die damals dort wohnten, sind berufsbedingt längst nach Paris, Lyon, Bordeaux etc. gezogen, und die, die jetzt dort wohnen, wissen naturellement von nichts. Auch fand ich Dreharbeiten, wenn ich denn zufällig irgendwo welche sah, recht unauffällig...
Das Seniorenheim, den Bürgermeister (Stadtarchiv/ -museum) und die Regionalzeitung (Archiv) merken wir für die nächsten Versuche vor!
In Rumänien hätten wir immerhin den Vorteil, dass dort sehr viel mehr Deutsch sprechende Menschen herumwuseln als in Frankreich!

SteffiSand



Beiträge: 130

11.11.2013 20:05
#380 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

So, ich melde mich hier auch mal wieder :-)
Habe jetzt vor Kurzem auch mal Zwei Jahre Ferien gelesen, es hat mir sehr gut gefallen und wie wir wissen weicht ja der Vierteiler von der Romanvorlage ab.
Ich liste mal die Abweichungen auf, die mir noch einfallen:

- Der Fokus der Geschichte ist hier hauptsächlich auf das Leben auf der Insel gerichtet, die Schiffahrt an sich ist eher Nebensache
- Es gibt keine Flaschenpost mit darauffolgender Meuterei
- Moko taucht im Vierteiler nicht (direkt) auf (dafür ist ja Dick Sand da, warum eigentlich?)
- Das Gold des Oberst Cernar taucht ebenfalls nicht auf (Wo kommt diese Geschichte eigentlich her?)
- Im Vierteiler sind es nur 8 Jungen (Dick Sand ausgeschlossen), die auf Expedition gehen, im Buch 14.
- Außerdem haben viele der Jungen andere Namen, die einzigen übereinstimmenden sind Gordon, Service, Briant und Doniphan.
- Es gibt keine weiteren Schiffbrüchigen wie Kate und Evans.
- Außerdem fährt die Sloughi im Vierteiler gepalnt los, im Buch löst Briants Bruder die Taue, während die Crew noch am Hafen feiern ist

Habt ihr das Buch mal gelesen? Vielleicht weiß der ein oder andere ja auch eine Antwort auf meine Fragen.
Liebe Grüße

Mariposa



Beiträge: 899

18.11.2013 22:36
#381 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

Ich fange mal an zu erklären, soweit ich hier und jetzt komme:

Das Leben auf der Insel hätte keinen Vierteiler ausgemacht, da wurden Ausflüge in andere Romane unternommen. Reisestipendien fällt mir in erster Linie ein sowie ein Kapitän von 15 Jahren.

Eine Flaschenpost taucht bei Verne in der geheimnisvollen Insel auf und bei den Kindern des Kapitän Grant, wo in jeder Sprache Angaben fehlen und man aus den vorhandenen Angaben einen Kontext kreeiert.

Meutereien finden sich eher bei Jack London, aber er war ja auch Weihnachtsvierteiler-Autor. Da wollen wir mal nicht so genau sein.

Ein arg junger, schokoladenfarbiger Schiffsjunge erinnert eher an den Sarotti-Mohr und hätte sich damals bestimmt nicht so in die Herzen gespielt, wie der blonde Dick Sand. Heutzutage liegt ein schokoladenfarbiger Jockey auf unserer Rennbahn eher im Trend als seine "bleichen" Kollegen. So ändern sich die Zeiten.

Ich habe schon in Peru bei einem befreundeten Verne-Experten nachgefragt und er konnte mir auch nichts zu dem Thema das Gold des Oberst Czerna erzählen. War ein geschickter Schachzug der Drehbuch-Autoren - Chapeau, chapeau. Die Anfangssequenz mit den weißen Pferden ist bei mir schuld, dass ich die Dreharbeiten jahrelang irrtümlich ins Rhone- statt ins Donaudelta verlegte. Ein Fort Pily sucht man in ganz Neuseeland vergeblich, auch an der berüchtigten Westküste. Vielleicht haben die ein Sträflingslager in Tasmanien zum Vorbild genommen.

Im Film hat man ältere und jüngere Jungs bunt gemischt, damit jede Altersklasse seinen Favoriten findet. Hat bei gewissen Damen (mich eingeschlossen) ja bis heute angehalten, obwohl die Favoriten mittlerweile stramm auf die 60 zugehen.

Ich finde die Namen im Film sprechen sich besser aus als die im Buch. Im richtigen Leben ist mir aber noch kein Doniphan begegnet.

Na ja, dafür kommen die Entführer ebenfalls auf die gleiche Insel im Chonoss-Archipel und zusammen mit dem Phantom, was ja auch ein Schiffbrüchiger ist, wird der Zufall überstrapaziert.

Das gelöste Tau bietet wohl nicht genug Aufregung für den Film, da war es so schon besser, wie es gezeigt wurde.

Mal gucken, was Elaine dazu meint, sie hat sicher auch noch die eine oder andere Idee oder Ansicht der Sache

MARIPOSA

Elaine



Beiträge: 335

28.11.2013 22:42
#382 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

In meinem geschredderten Zustand gen Ende der Arbeitswoche fällt mir nur ein:

(1) Eine Schonerbrigg hat nicht nur ein Tau zum Festmachen, sondern vier, und die sind - insbesondere, wenn das Schiff bei starkem Wind an seinen Leinen zerrt - zu straff gespannt (und 5 cm dick), als dass ein kleiner 8jähriger sie einfach lösen könnte. Auch wäre die Sloughi von Auckland aus auf eine der Inseln vor der Stadt, spätestens auf die Coromandel-Halbinsel aufgelaufen, nicht auf eine Insel im Chonos-Archipel (siehe Atlas!). Also ist ´s ganz gut, dass die Filmemacher ein bißchen besser Karten lesen konnten als Onkel Jules!

(2) In Seewolf & Co. steht, Desailly habe sich an allen möglichen Verne-Romane bedient, um das Drehbuch zu erstellen, ähnlich wie Ulbrich sich an diversen Jack-London-Romanen für den Seewolf. Von Ulbrich stammen aber scheinbar das Gold des Oberst Cherna und Fort Pily!
Von Verne gibt es noch einen Roman, Die Gebrüder Kip, in dem ein schurkisches Duo versucht, ein wertvolles Schiff in der Tasmansee zu kapern, der hat evtl. auch Pate gestanden.

(3) Nach "Doniphan" habe ich auch schon voller Erstaunen gegoogelt. Doniphan heißen diverse Städte in den USA. Da Schriftsteller öfters ´mal mit dem Finger über die Landkarte fahren, um Namen für ihre Protagonisten zu finden... (... eigentlich hätte Onkel Jules dann das mit den Inseln vor Auckland wissen sollen!)
Zwar hatten sie in England im 19. Jahrhundert z.T. echt krasse Vornamen, aber "Doniphan" ist mir noch nie untergekommen!

Buenas noches!

SteffiSand



Beiträge: 130

30.11.2013 21:19
#383 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

Danke für eure Antworten! Echt interessante Erklärungen! :)
Stimmt, wenn man mehrere Romane von damals liest, egal ob von Verne oder jemand anderem, häufen sich ja einige Namen, aber den Namen Doniphan habe ich vorher auch noch nie gehört.

Einen schönen Abend noch!

Elaine



Beiträge: 335

05.12.2013 20:34
#384 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

Draußen braust Orkan „Xaver“ ums Haus und peitscht den Regen gegen die Fenster, das inspiriert mich, Punkt (1) noch ein bißchen farbiger auszumalen:

Also, die Sloughi (von Onkel Jules) liegt in einer stürmischen Nacht des Jahres 1860 in Auckland am alten Queen Street Wharf und zerrt an ihren vier (oder sogar fünf!) Festmacherleinen, der Vorleine, der Vorspring, der Achterspring, der Achterleine (und der Mittelspring, die evtl. ein verantwortungsvoller Kapitän bei dem Wetter hätte belegen lassen, bevor er sich in ein mehr oder weniger respektables Hafenetablissement absentierte), alle fünf jeweils 2 Zoll stark.
Da schleicht sich der kleine Lausejunge – Jacques hieß er, wie ich mich zu erinnern glaube – in die Kapitänskabine, um sich einer Axt...
... ja, solche Werkzeuge hingen damals tatsächlich in Kapitänskabinen, nämlich um in höchster Not, wenn das Schiff im Sturm durch den Winddruck auf das Rigg zu kentern drohte, die Drahttaue zu kappen, die die Masten halten, die Wanten usw., damit die Masten über Bord gehen und der Schwerpunkt des Schiffes sich nach unten verlagert... (riskantes Unterfangen, denn danach konnte natürlich der Schiffrumpf von den außenbords hängenden Masten, Rahen u. a. Spieren leck geschlagen werden – aber ich schweife ab!)
Also, der Lausebengel klettert auf den Kartentisch (oder die Koje, oder die Wäschekommode...), bemächtigt sich einer der großen Äxte, die fast so lang sind wie er selbst, schleicht sich an der Hafenwache vorbei (es mag sein, dass Schiffsjunge Moko zu diesem unbeliebten Job verdonnert worden war, während der Rest der Mannschaft sich an Land amüsierte), und haut rotzfrech alle fünf Festmacherleinen, die straff gespannt um ihre Poller liegen, durch.
Das Schiff beginnt zu treiben – achteraus, versteht sich, denn ein Schiff, das ohne Segel keinen Vortrieb hat, keine Fahrt macht, und demzufolge auch nicht auf das Steuerruder reagiert, dreht sich mit dem Bug in den Wind; doch umschifft es, wie von Geisterhand gezogen, im Zickzack alle anderen Schiffe, die im Hafen auf Reede liegen, Browns (Motukorea) Island, Waiheke Island, Ponui Island, um dann straight, immer Heck voran, den Firth of Thames zu überqueren und auf die Westküste der Coromandel-Halbinsel zu scheppern. (Ich setze mal nicht voraus, dass die Sloughi vor dieser Halbinsel flugs einen Kurswechsel um 90 Grad macht, 20 Seemeilen nach Norden treibt, um nach einem weiteren Kurswechsel von 90 Grad zielsicher an Cuvier Island vorbei in die unendlichen Weiten des Pazifiks und nach Chile abzuzwitschern – das wäre mir ein bißchen zu geisterhaft!)
Auf der Coromandel-Halbinsel, die sogar heuzutage noch ziemlich naturbelassen ist, könnten unsere jugendlichen Helden dann spannende Abenteur mit gewissenlosen Goldgräbern, wilden Holzfällern, "gumdiggers" und anderem bunten Volk erleben – kämen aber höchstens auf "Zwei Monate Ferien", denn sooo einsam war es dort nun auch wieder nicht.

Ihr seht, wir schreiben hier nicht nur die Fortsetzung zum Film, sondern auch eine neue Version vom Buch...

Mariposa



Beiträge: 899

08.12.2013 11:59
#385 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

Also ich selbst könnte mir durchaus ZWEI JAHRE FERIEN auf der Coromandel-Peninsula vorstellen. Die Landschaft könnte einem Märchenbuch entstammen und ist eigentlich meine Lieblingsgegend auf der neuseeländischen Nordinsel.

Am liebsten natürlich mit unseren Vierteiler-Helden, auch wenn sie in die Jahre gekommen sind. Aber das dürfte Utopie bleiben.

Coromandel sei gut für die Seele - so heißt es - und das kann ich nur bestätigen.

Von einem frz. Darsteller in einer POLY-Serie hat sich kürzlich eine längst verlorene Spur wiedergefunden, obwohl er noch älter ist, als unsere Lieblinge. Auch diese Spur führt Richtung Theater-Regie. So wollen wir die Hoffnung mal nicht aufgeben.

Irgendwie, irgendwo und irgendwann lässt sich vielleicht mal was Aufschnappen ...

Und ich "arbeite" weiterhin an einer Schwarzmeer-Kreuzfahrt - spätestens im Rentenalter ..

Einen schönen zweiten Advent wünsche ich

MARIPOSA

Mariposa



Beiträge: 899

10.12.2013 22:15
#386 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

Ein Rätsel ist gelöst !!!

Nun weiß ich es, aber das Wissen nützt nicht mehr viel, weil der Betreffende längst verstorben ist ...

Mein Lieblings-Ogareff Valerio Popesco (oder auch Valeriu Popesco) wurde am 1. Dezember 1938 in RUMÄNIEN geboren und verstarb bereits am 18. November 2005 ebenfalls in Rumänien.

Was hatte mir unsere Programmzeitschrift damals bloß vorgeflunkert?

Wenn man sich vor Augen führt, wieviele Vierteiler-Helden schon verstorben sind, da könnte einem angst und bange werden.

Traurige Grüsse

MARIPOSA

Elaine



Beiträge: 335

13.12.2013 18:41
#387 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

Wow!! Was war die Informationsquelle?

Schade um ihn, ich mochte ihn als Ogareff auch sehr! Immerhin wurde er 67 Jahre alt - das wollen wir erst ´mal schaffen...

Mariposa



Beiträge: 899

15.12.2013 11:24
#388 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

Das Internet !!!

Beim Routine-Googeln (primär "auf der Jagd" nach verschollenen frz. Schauspielern) hatte sich diese Meldung im World-Wide-Web verfangen.

Also haben während meiner Kindheit (und später auch) gleich zwei gut aussehende Rumänen eine Rolle gespielt, ohne dass ich wusste, dass es Rumänen sind.

Tja, jetzt habe ich immer noch das Problem, wer mir besser gefiel: der aalglatte raffi(niert) tückische Robbenwilderer oder der fanatische Tatarenfürst. Musste letztens noch mal intensiv an ihn denken, als auf dem Flugzeugbildschirm plötzlich Tver am Rande unserer Reiseroute auftauchte, weil Ogareff in der Geschichte ja aus der Zitadelle Tver geflüchtet war, mit Hilfe der rassigen Zangarre.

Werde Valeriu Popesco noch eine Gedächtniscollage für die Bildergalerie machen, gleich neben Sergiu Nicolaescu und hoffe, dass dies für die nächsten Jahre die letzte Gedächtniscollage aus traurigem Anlass sein wird.

Irgendwie wähnte ich ihn in Frankreich, in Marseille. Das war ein großer Irrtum, da schaute er wohl schon von "oben" herab.

Trotzdem: Hätte vor Jahren nicht dieser Click auf die Michael-Strogoff-Seite aus dem Rathaus von Marseille stattgefunden, so hätte ich mich nicht für die Location interessiert und mein Sommer wäre ganz anders verlaufen. Weniger aufregend und weniger magisch. Was diese alten Schinken im Nachhinein nicht noch alles "an Positivem" bewirken !!!

Übrigens ist die Jagd, ich meine die richtige Jagd, wie unser Phantom sie praktizierte (zumindest in Frankreich) recht gefährlich. Hatte doch jemand statt einer Wildsau glatt seinen Waidgefährten "erlegt". Mausetot!!! Schlimm genug, dass hier im Saarland ein Jäger eine zahme Wildsau erschoss, die ein liebevoll aufgezogenes Haustier war gewöhnlich drinnen schlief. Einmal ausgebüchst und ... peng !!!

Bevor ich jetzt zu vorweihnachtlichen Geschichten übergehe, die aus der Feder von "Loriot" stammen könnte, mache ich mich mal lieber ans Kochen. Ach so, "Rudolf's Rotnase" muss ich ja auch noch gucken, es wird Zeit.

DIE ZEIT FLIEGT DAVON, ABER WIR SIND DIE PILOTEN !!!

Einen schönen dritten Advent wünsche ich
MARIPOSA

Mariposa



Beiträge: 899

29.12.2013 21:59
#389 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

Ist Euch schon mal aufgefallen, dass "Constantin" der am meisten verbreitete Vorname in ZWEI JAHRE FERIEN ist?

Alleine im Abspann sind 5 Constatine (oder Constantins) aufgeführt; die Dunkelziffer (hinter den Kulissen) liegt wahrscheinlich noch höher.

Ich führe Euch mal die von einem Constantin verkörperten Charaktere auf:

Decksman O'Brian: Constantin Baltaretu (später noch in Lockruf des Goldes zu sehen)

Tom: Constantin Diplan

Lord Buchanan: Constantin Barbulescu

Jimmy: Constantin Nedelcu

Die Produktionsleitung hatte Constantin Tome.

Jetzt wüsste ich noch gerne ob Serge Nicola mit Sergio Nicolaescu identisch ist.

Dann freue ich mich an Neujahr auf Steward Viktors (Sascha Hehn's) Rückkehr als Traumschiffkapitän. Hatte letzte Nacht schon von ihm geträumt, bzw. dass ich ihn von einer Kreuzfahrt kenne. Das ist leider nicht der Fall ...

MARIPOSA

Elaine



Beiträge: 335

02.01.2014 19:57
#390 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern Antworten

... ja, das war mir ja noch gar nicht aufgefallen! Aber es stimmt natürlich: Die Zahl der Constantins vor und hinter der Kamera ist wirklich Legion.

Dabei soll einer der beliebteste Vornamen in Rumänien "Ovidiu" sein nach ihrem berühmtesten Exilanten, dem römischen Dichter Ovid. Der hat geschrieben, er sei von den Dakern am Schwarzen Meer freundlich aufgenommen worden, und die Rumänen sind mächtig stolz darauf, dass er (von Kaiser Augustus - ihr wisst, der mit der Volkszählung in Palästina) gerade zu ihnen verbannt wurde. Mit seinem bekanntesten Werk, den "Metamorphosen", habe ich mein Großes Latinum gar besser bestanden, als das Kleine mit Cäsars Gallischem Krieg. Dabei wusste ich damals noch gar nichts von der beflügelnden (aber zweifellos etwas weit hergeholten) Verbindung zu einem meiner Lieblingsfilme (und Latein kann ich auch nicht mehr)...

Das mit den Constantins hat bestimmt mit irgendwelchen römischen Kaisern zu tun, auf die die Rumänen vllt auch stolz sind - da gab es ja wohl ebenfalls etliche Kaiser mit diesem Namen. Und obendrein spielte auch noch die Stadt Constanţa eine Rolle: Vor ihr wurde auf dem Schwarzen Meer gedreht...

Und: Selbstverständlich ist Serge Nicola mit Sergiu Nicolaescu identisch! In "Seewolf & Co." steht Serge Nicolaescu. Da haben sie mit "Serge Nicola" den Namen wohl ein bißchen "französisiert", damit er chicer aussieht. Wer wollte damals schon ´was von Rumänien wissen?!

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