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 Adventsvierteiler und Weihnachtsserien - Vom Seewolf zu Anna
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Elaine



Beiträge: 292

06.02.2010 18:24
#76 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

Hallo Mariposa,

nun, bevor wir uns dem etwas aufmüpfigen Bryan widmen, muss dringend noch einer von dem „jungen Gemüses“ den Vortritt bekommen, den ich immer mehr ins Herz schließe, je öfter ich ihn mir ansehe! Ex-Rotkohl-Simpson...

Morris wurde auf jeden Fall Wissenschaftler!
Irgendwann angelte ihn sich auch eine Dame (hübsch genug dazu war er allemal), sorgte vielleicht sogar zielstrebig für einen Heiratsgrund (du weißt, das Rosinenbrötchen im Ofen) und schleppte ihn vor den Altar (oder zum Standesamt). Er zierte sich auch nicht lange, zumal die Dame ausgezeichnet kochen konnte, vielmehr betrachtete er die Prozedur als unvermeidliches Naturgesetz...
Ob er nun Astronom wurde und sein Teleskop in Nordchile auf dem Cerro Paranal oder einem der umliegenden Höhenzüge aufstellte, um in der klaren Luft dort seine Beobachtungen zu tätigen? Hier könnten wir Deine rassige Latina unterbringen, die... *h-m* Um das mal so etwa wie Gabriel García Márques zu formulieren: „Wenn eine Frau mit einem Mann schlafen will, können weder die Moral, noch die Religion, noch die Familie sie aufhalten.“
Oder widmete er sich gar der gerade im Kaiserreich aufblühenden Disziplin der Astrophysik und wagte sich im Dienste der Wissenschaft ins – spätere – „Feindesland“? (Die Konkurrenz zwischen Deutschen und Briten vor dem Ersten Weltkrieg war ja so schlimm, dass die Deutschen in Valparaíso sogar vom Cerro Concepción wegzogen, um nichts mehr mit ihren englischen Nachbarn zu tun haben zu müssen!) Und war es dann am Ende ein wahres Gretchen mit langen blonden Zöpfen, das ihn auf dem Blocksberg verführte und sich danach alsbald in seinem Doktorandenkämmerchen bei der Witwe Bolte einnistete?
Wie er das dann im 1. Weltkrieg handhabte, wäre noch zu erörtern... Evtl. tarnte er sich als weltfremder neuseeländischer Doktor, während er als raffinierter Doppelagent militärische Geheimcodes für die Briten knackte...
Oder blieb er brav zuhause? Schließlich betrieb man an der University of Auckland schon damals bemerkenswerte chemische Forschungen. Vielleicht schleppte ihn geistesgegenwärtig die hübsche Tochter des chinesischen Obst- und Gemüsehändlers ab, bei dem er seine Weihnachtskirschen und -erdbeeren zu kaufen pflegte, um der Zwangsverheiratung mit dem unbekannten Cousin aus Shanghai zu entgehen (sehr zum Schrecken seiner und ihrer Eltern)... Schließlich hatten unsere Helden nach ihrer Rückkehr nach Aotearoa die exotischsten Mädels vor ihrer Haustür, wir müssen sie nicht erst durch die ganze Welt schicken!
Aber wirklich treu ergeben blieb Morris Zeit seines Lebens seinen Formeln, Berechnungen und wissenschaftlichen Versuchsanordnungen.

Um sich noch einmal der Frage männlicher Röcke anzunehmen: Die Story von Sandokan sollte wohl um 1840, 1850 herum handeln, und da waren unsere fabelhaften Sloughi-Boys noch, wie man hierzulande so schön sagt, ein paar „Käse im Schaufenster“.

Und Du weißt doch: Einen wirklich schönen Menschen kann nichts entstellen!

Ja, leider habe ich weder SPÄTE LIEBE, noch TOD ODER FREIHEIT je zu sehen bekommen. Das wäre noch mal eine DVD-Produktion in kleiner, exklusiver Auflage für echte Fans wert!
In TOD ODER FREIHEIT als Schiller`scher Räuber ritt er also einen großen Braunen und half einer Dame auf ´s Pferd...? Ich schmelze dahin!
Und die Sache mit dem „Kugelporsche“ und der Baskenmütze ist auch ganz apart... Bei mir vor allem auch sehr familiär besetzt: Mein Onkel fuhr lange Zeit einen „Kugelporsche“ und mein Papa trug immer eine Baskenmütze...

Zutiefst nostalgische Grüße

Elaine

Mariposa



Beiträge: 790

06.02.2010 21:44
#77 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

Schön, dass ich nostalgische und familiäre Gefühle in Dir wecken konnte, Elaine. Für was so eine Baskenmütze und ein Kugelporsche nicht alles gut sind. Es war sehenswert !!! Für Telenovelas sind schöne Isabellen mit blonder Mähne und Schweif aber wirkungsvoller ;-)

Ja Resultanten-Morris müssen wir unbedingt mehr Beachtung schenken. Ich denke, dessen Fanclub ist größer, als wir erahnen. Ich hatte mir schon überlegt, dass wir ihn Lehrer werden lassen. Das mit den Kräften und den Winkeln und der positiven Resultante habe ich nicht so ganz kapiert, aber das war bei den Erklärungen unseres Koryphäen von Physik- und Chemie-Lehrers auch nie der Fall. Vielleicht lags an dessen fachkompetenten Erklärungen oder an mir, dass ich es nicht gerafft habe. Für Nachhilfe ist es jetzt etwas spät.

Wissenschaftler wäre genial. Hauptsache unser wissensdurstiger Freund fängt nicht damit an die Schenkel und Winkel des Bermuda-Dreiecks zu berechnen oder selbst mal "vor Ort" nachzugucken. Das würde dann auch gleich erklären, warum man rein überhaupt nichts mehr von ihm hört. Leider, leider ...

Rotkohl ist ja auch ein Gemüse, wobei wir wieder beim Obst und Gemüsehändler angelangt wären. Passt irgendwie! Handel mit exotischen Produkten hatten wir auch schon. Ist wohl auf dem Ulbrich'chen Mist gewachsen. Beim Ben nehmen wir vom Obst- und Gemüsehändler besser Abstand. Bei seiner Leidenschaft für alles Essbare lassen wir ihn einfach Koch werden. Oder er gründet die erste Schnellimbisskette im Südpazifik, die er "Hungry Ben" nennt. Da er mit zunehmendem Alter doch etwas an Umfang zunimmt, wird er im Freundeskreis nur noch "Big Ben" genannt. Seine Big-Ben-Burger erlangen Weltruhm, bis die gut eingeführte Fast-Food-Kette dann von irgend einem hungrigen Jakob aufgekauft und umbenannt wird ...

Aber Bryan, da fällt mir irgendwie nichts dazu ein. Was machen wir bloß mit Bryan? Vielleicht Banker oder Industrieller (auch Leuteschinder) oder Gewerkschaftsboss. Reden konnte er ja und wäre auf der Insel beinahe zum Bürgermeister gewählt worden ..

Mir fällt fürs Erste nichts mehr ein, aber wir arbeiten daran ...

Abendliche Grüße aus dem saarländischen Suddelwetter
MARIPOSA

Elaine



Beiträge: 292

07.02.2010 21:47
#78 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

„Big Ben“ als Gründer der ersten südpazifischen Schnellimbisskette ist eine exzellente Idee!
So einen Beruf wie Koch (auf Dienstboten-Niveau!) hatte er schließlich nicht nötig, nachdem er ein so angesehenes Erziehungsinstitut Aucklands zusammen mit den Söhnen von Großfarmern, Kaufleuten, Staatsbeamten und Militärs besucht hatte. Sein Papa muss Geld gehabt haben! War wahrscheinlich so eine neuseeländisch-Buddenbrock‘sche Ausgabe eines Kaufmanns, der selbst beim Bibellesen noch an Wolle dachte...
Und nach den zahlreichen südchilenischen Rote-Algen-Süppchen war Ben ein für alle mal von Gemüse geheilt – brr! Er brauchte fortan was Festes zwischen die Zähne.
Wahrscheinlich brachten ihn – nachdem sein Schatz einige weitere „buns“ aus dem „oven“ ans Licht der Welt befördert hatte und es nun noch mehr hungrige Mäuler als sein eigenes zu stopfen galt – die gefrorenen Schafshälften und der Cheddar-Käse für „good old britain“ auf den Gedanken, dass diese doch auch im eigenen Lande gewinnbringend zu nutzen seien!

Ich bin zweifellos schon Resultanten-Morris‘ Fanclub einverleibt worden.
Das mit den Kräften und Winkeln und positiven Resultanten hat so Anklänge an die vektorielle Geometrie, die ich seinerzeit im Mathe-Leistungskurs in der 12. Klasse eigentlich ganz einsichtig fand. Es tauchte im Segelkurs bei den „am Wind“-Kursen wieder auf, wo ich mich live davon überzeugen konnte, dass es funktioniert.
Wir hatten aber auch einen richtig guten Mathelehrer, der das erklären konnte, nachdem wir Legionen schlechter Mathe- und Physiklehrer verschlissen hatten, die nix erklären konnten. Wahrscheinlich hattest Du solche Exemplare. Und das spricht wiederum für Morris als Lehrer: Doniphan hat das ja damals auch nicht kapiert! Diese Mathe-Cracks wissen das einfach, die können das nicht erklären.
Da ich den Lehrerberuf aber schon einem anderen der Jungen zugedacht habe, untersuchen wir doch noch mal die Option mit dem Wissenschaftler: Wer weiß, wo Morris landete, als er in seinem Agenten-Nebenjob den „Seeteufel“ Graf Luckner jagte! Das Bermuda-Dreieck dürfte nicht weitab von dessen Kurs gelegen haben...
Oder er begann, sich für spiritistische Phänomene zu interessieren, die damals ja auch sehr en vogue waren... Vielleicht reiste er deshalb in die k. u. k. Monarchie, um die energetischen Schwingungen eines gewissen, von Bram Stoker beschworenen, dann jedoch zu Staub zerfallenen Vampirs zu berechnen. Da er die Querelen und Intrigen an seiner Uni ziemlich leid war, entdeckte er dort die Vorzüge des einfachen Lebens: Mit Isabella, Gretchen oder Lian ließ sich (etwa wie Sherlock Holmes) als Imker im Maramureş nieder, oder eröffnete eine Herberge für abenteuerlustige britische Wanderer in Sibiu, oder er nutzte seinen mathematischen Verstand, um das Casino in Vatra Dornei oder in Sinaia zu managen – alles gänzlich inkognito, versteht sich, um seine hoch-achtbare Familie in Neuseeland nicht zu kompromittieren!

So, und nun befassen wir uns ´mal mit Bryan:
Banker, Industrieller, Gewerkschaftsboss – alles im Bereich des Möglichen!
Gerade die „unions“ waren ja damals in Australien und Neuseeland ein sehr schlagkräftiger Haufen...
Wegen seiner bemerkenswert frühen Kenntnis nautischen Fachvokabulars („... der Besan steht achtern, vorne ist die Fock!“ und [die Strickleitern da rechts und links] „... das sind die Wanten!“), und weil seine legendäre Abenteuerfahrt ihm zu noch mehr nautischen Erfahrungen verholfen hatte, dachte ich allerdings so bei mir...
... außerdem hatte er stets seinen eigenen Vorteil fest im Blick, legte wahrscheinlich großen Wert auf ein angemessenes und regelmäßiges Salär – und ging deshalb zur Royal Navy.
Als forscher Kadett dürfte er zwar so einiges einzustecken gehabt haben, aber spätestens, als er es bis zum Bootsmann (Unteroffizier) gebracht hatte, schlug seine große Stunde!
Trotz seines rauschgoldengelhaften Aussehens stelle ich ihn mir ja nicht als so angenehmen Zeitgenossen vor, zumindest nicht für seine Untergebenen. Hatte wohl einen zu autoritären Vater... Vermutlich liebäugelte er mit solchen Zerstreuungen, wie z.B. seine Wache nachts um 4 Uhr mit Pipette und Teelöffel die Bilge lenzen zu lassen. (Für alle nicht so Seefahrtsbewanderten: Die Wache früh morgens von 4 bis 8 Uhr ist eine der Scheußlichsten, und die Bilge der unterste Raum des Schiffes, aus dem regelmäßig das dort zusammensickernde, ölige oder faulige Dreckwasser abgepumpt (= gelenzt) werden muss.)

Und wie dürfen wir uns seine Beziehungen zum zarten Geschlecht vorstellen?
Nun, wenn die Damen ihn überhaupt je zu Gesicht bekamen, weil er andauernd auf See umher schipperte, dann bedurfte es wohl einer Lady mit Nerven wie Stahlseilen, um an seiner etwas ruppigen Art Gefallen zu finden. Vielleicht fand sie allerdings (wie die Gattin von Kapitän Mac Whirr bei Joseph Conrad,„Taifun“) viel mehr Gefallen an seinem guten und regelmäßigen Salär sowie der zu erwartenden Pension und „hatte eine abgründige Angst vor dem Tag, an dem ihr Mann heimkehren würde, um für immer dazubleiben“.
Oder wir bringen hier ebenfalls eine Maori-Haushältern unter, aber eine mit barocken Formen (denn, wie hübsch auch immer, diese Damen neigen manchmal zu sehr üppiger Körperfülle): Diese Dame bescherte ihm dann nach und nach (jeweils in Folge seiner Landurlaube und natürlich ohne lästige Heiratsformalitäten) ein Dutzend freche, lockenköpfige Gören, deren Krawall im Hafenviertel jeden „haka“ in den Schatten stellte. Und – wenn er gar zu grantig war – schreckte die Dame auch nicht vor häuslichen Disziplinarmaßnahmen zurück wie die Königin von Fitu Iva bei Jack London („The Feathers of The Sun“)...

Mariposa



Beiträge: 790

09.02.2010 18:44
#79 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

Du stellst mich mit Deinen Phantasien wirklich vor eine schwierige Aufgabe, liebe Elaine. Ich fasse mal schnell zusammen:

HELDEN, HOCH ZU ROSS ODER IM KUGELPORSCHE, MIT BASKENMÜTZE, IM SARONG, SCHOTTEN- ODER BASTRÖCKCHEN, das ganze als „Special Edition“ für die „Interessengemeinschaft der ECHTEN Fans“, am besten auch noch „digital remastered“ … so ein Wunschzettel brächte selbst den Weihnachtsmann (höchstpersönlich) in die Bredouille …

Ich würde fast sagen: MISSION IMPOSSIBLE, auch wenn wir es letztens öfters mit Missionaren hatten, freilich nur im Geiste ...

Vielleicht sollten wir doch etwas kleinere Brötchen backen, wenn hier schon soviel gebacken wird …

Aber wie heißt es so schön: „FRAU“ MUSS DAS UNMÖGLICHE VERSUCHEN, UM DAS MÖGLICHE ZU ERREICHEN. Oder vielleicht mein Lieblings-Büro-Spruch: „UNMÖGLICHES ERLEDIGEN WIR SOFORT, WUNDER DAUERN ETWAS LÄNGER“ oder bleiben wir in diesem Forum besser bei den Fernsehserien: „WAS HEUTE NOCH WIE EIN MÄRCHEN KLINGT, KANN MORGEN SCHON WIRKLICHKEIT SEIN …“

Übrigens: Der Braune vom Traumprinzen ist bestimmt längst im Pferdehimmel und der „Kugelporsche“ dürfte inzwischen ein „Gebrauchter“ mit hohem Sammlerwert sein, falls er letztes Jahr nicht der Abwrackprämie zum Opfer fiel. Und jetzt bin ich gespannt, was das allgegenwärtige Forum-Orakel zu diesen Wortspielerein meint oder ob ich ihm damit den Wind aus den Segeln nehme …

Ich selbst bin in meinem Leben eigentlich mehr vom Pferd "gesegelt" als "am Wind", aber ich lasse mich gerne belehren ...

Was hältst Du von Rauschgoldengel-Bryan als Politiker? Mit seinem Aussehen dürfte er "auf Stimmenfang" doch recht erfolgreich sein. Und dann kann er sich ja auch ein paar Yachten im Hafen von Auckland leisten und seine Mannschaft drangsalieren...

Mit den Flügeln im Wind
MARIPOSA

Mariposa



Beiträge: 790

09.02.2010 18:50
#80 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

Vorschläge vom Forum-Orakel: "Vom Urknall zum Durchknall" sowie "Ist Ihr Bauch zu dick". Grenzt schon ein bisschen an Kaffeeklatsch-Spielen!

Bei letzterem hat wohl Big Bens Körperumfang inspiriert aber wer ist nun durchgeknallt oder urgeknallt?

Das Forum selbst ist ein Knüller oder Knaller und es bleibt natürlich spannend ...

Mit rätselhaften Grüßen
MARIPOSA

Elaine



Beiträge: 292

11.02.2010 21:07
#81 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

Mit Rauschgoldengel-Bryan als Politiker bin ich äußerst einverstanden: Da kann er seine frühen Neigungen und Talente voll und ganz austoben!
Kandidierte er für die Liberalen, die (eher konservative) „New Zealand Reform Party“ oder für Labour? Manchmal hatte er ja so Anfälle von Einsatz für das Gemeinwohl (wenn es seinen Ruhm und sein Ansehen mehrte), wie z.B. der Hechtsprung ins kalte Wasser vom gestrandeten Schiff aus...
Is‘ aber auch egal, auf jeden Fall sind wir damit wieder bei Onkel Julio (nein, nicht Iglesias, sondern Verne):
„Durch diesen Taschenspielertrick war er nun Staatsoberhaupt geworden, und wie jedes Staatsoberhaupt nahm er sein Amt sehr ernst, wohl wissend, dass es ihn aller Sorgen um sein künftiges Wohlergehen entheben würde. Es wäre ja völlig uninteressant, Politiker zu werden, wenn dieser Beruf nicht das Recht einschließen würde, auf Kosten der Wähler zu leben.“ (Les Naufragés du Jonathan, Teil 1, Kap. 12)

Zum Thema
„HELDEN, HOCH ZU ROSS ODER IM KUGELPORSCHE, MIT BASKENMÜTZE, IM SARONG, SCHOTTEN- ODER BASTRÖCKCHEN, das ganze als „Special Edition“ für die „Interessengemeinschaft der ECHTEN Fans“, am besten auch noch digital remastered“
kann ich nur zitieren:
„Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr!“ – oder:
„Träume sind unzerstörbar.“

Das Forum-Orakel phantasiert grade von „Obst und Gemüse“, „Zahnersatz“ und „nur für Pädagog/innen“. Zumindest bei zwei Sachen weiß ich, woher es das hat...

Was wurde aber nun aus Jimmy??

Mariposa



Beiträge: 790

12.02.2010 20:10
#82 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

Dann träum' mal weiter, liebe Elaine ...

Wenn die Sehnsucht oder die Neugierde zu groß wird, solltest Du es mal auf einer Faschings-, Karnevals- oder - je nach Herkunft - Fastnachtsveranstaltung versuchen. Da findest Du (wahrscheinlich) kuglige Porschefahrer (oder diejenigen, die sich als solche ausgeben), Recken im Sarong, Schotten- oder Baströckchen, Typen mit Baskenmütze (zumindest hier in Grenznähe), Bundeswehrsoldaten, Pfaffen, Rauschgoldengel und auch Sandokane mit oder ohne die entsprechenden Tigerlillies. Ein paar Matrosen im Ringel-Outfit oder Kapitäne wahrscheinlich auch u.v.a.

(Nimm' mich mit, Kapitän auf die Reise ...)

Das Forum-Orakel ist beim letzten Sichten zwar dem Gemüse treu geblieben (ist ja auch gesund) und hat mir so nebenbei Mietwagen für Neuseeland schmackhaft machen wollen. Vielleicht brauchen die Pädagog/innen jetzt Zahnersatz, für ein blendendes Lächeln. Wird auch ein ungelöstes Rätsel bleiben ...

Und da Faasenachd iss unn die Kichelcher geback werre (keine Lautschrift, aber saarländisch Bladd) fasse ich mich für heute kurz und sage nur:

Alleh hopp
MARIPOSA

Elaine



Beiträge: 292

13.02.2010 17:57
#83 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

Oh, ja... das närrische Treiben...
Eigentlich ist hier, in dieser schönen (preußischen) Stadt, ja immer Fasching, weil man jeden Tag die schrillsten Typen... ... usw. in den abgefahrensten Klamotten auf der Straße sieht...
Um aber termingerecht zur 5. Jahreszeit als Südseeschöne im Baströcklein oder als Burgfräulein verkleidet zwischen Porschefahrern, Recken im Sarong oder Schottenrock, Räubern, Bundeswehrsoldaten, handfesten Handwerksburschen oder Matrosen im Ringel-Outfit mein Wesen zu treiben, müsst‘ ich natürlich nach Süden reisen!
Da mir das aber grad‘ nicht so ohne weiteres möglich und der Weiberfasching auch schon vorbei ist – in dem ich den einen oder anderen Herrn um seine Krawatten hätte erleichtern, aber mit einem süßen Busserl für den Verlust entschädigen können –, bleibt mir vorerst nur das Träumen und zwar von noch südlicheren Gegenden dieser Welt:
Service wurde also Farmer... Aber wo und womit? Hielt er tausende von Schafen auf den weiten Canterbury Plains oder doch lieber auf den lieblichen grünen Hügeln der Nordinsel? Hatte er Zitronenbäumchen und „Chinesische Stachelbeeren“ als Ziersträucher vor seinem Farmhaus stehen? Ritt er einen großen Rappen oder anmutigen Schimmel und war ständig von einer fröhlichen Schar hervorragend trainierter Border Collies umgeben? (Der laufenden Bettvorleger, der ihm im Film immer um die Füße wuselte, war ja wohl eher ein so eine Art ungarischer Hütehund – neben dem Luchs mithin ein weiteres Tierchen, das dem Ulbrich‘schen Perfektionismus entschlüpfte). Oder etablierte Service sich etwa als einer der ersten Weinbauern auf Waiheke Island, bei Napier oder Blenheim?
Ich finde ja, zu seinen frühen Talenten gehören ein unverwüstlicher Humor, eine gute Portion Unternehmungslust und viel Phantasie! Vielleicht wurde ihm das Landleben irgendwann zu eintönig und begrenzt, so dass er seine kreativen Neigungen als Künstler auslebte – sagen wir als Bildhauer??

Mariposa



Beiträge: 790

14.02.2010 22:12
#84 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

Eine Reise in den Süden - da kann man auch ins Träumen kommen, liebe Elaine ...

Weißt Du: IT'S NICE TO BE A PREISS BUT IT IS HIGHER TO BE A BAYER - soweit zu den regionalen Unterschieden in deutschen Landen ...

Wenn Dir das Faschingsgeschehen abgängig ist, so sollst Du halt von meinen heutigen Erlebnissen ein wenig profitieren. Bast- und Schottenröckchen waren witterungsbedingt gar nicht vertreten, was aber nicht weiter verwunderte, da ein paar Schneeflöckchen während des Umzugs mittanzten.

Aber es gab ein Aufsehen erregendes Geflügelpaar, sie als Schwan und er als Seidenhuhn. (Falls Du mir nicht glaubst, es gäbe Beweisfotos.) Vielleicht vergrößtert sich auf diese Weise die Interessengemeinschaft der echten Fans ja noch. Waren übrigens begehrte Fotoobjekte, die beiden ...

Aber es gab auch Marlboro-Cowboys, die ins Schneegestöber ritten und einen kugligen Mönch mit seinen Moonshineladies. Die Zusammenstellung war schon mal recht seltsam, ob der Mönch wohl bei Vollmond auch im Geheimen Brötchen bäckt?

Außerdem gab es Sträflinge im Ringel-Outfit (mit der Nummer 610 und 825), verboozte Bordercollies oder als Bordercollies verboozte Herrchen, und die Hunde erregten überhaupt genausoviel Aufmerksamkeit wie das Geflügelpaar. Ein kleiner "Bettvorleger" war ebenfalls als Sträfling verkleidet (wäre optisch auch als Mini-Zebra durchgegangen)und der Kleine machte einem doppelt so großen Möchtegern-Polizeihund (mit Punkten, da Dalmatiner) Avancen.

Piratinnen gab es auch (ohne eine Joe im Schlepptau) und da wir gerade schon mal in der Karibik sind, durften Jamaikaner nicht fehlen. Auf dem Wagen war die Stimmung am besten. Maria Juana !!! Ach so, Kühe gab es auch, die den Vacas auf gewissen Herrenslips gar nicht so unähnlich waren. Welche Herrenunterwäsche da wohl Pate gestanden hat?

Genug geplaudert und immer noch Alleh hopp !!!

Bei den aufregenden Ereignissen auf saarländischen Straßen komme ich gar nicht dazu, über angehende Farmer und Politiker oder passende Locations nachzudenken, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben ...

MARIPOSA

Elaine



Beiträge: 292

15.02.2010 20:38
#85 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

Na, also da waren in Eurem Faasenachd-Umzug ja (fast) alle Gestalten vertreten, die wir hier schon im Thread beschworen haben - das musst Du auskosten, da würd `ich auch nicht erst lange drüber schreiben, solange es noch andauert...!

Und:

Zitat von Mariposa
IT'S NICE TO BE A PREISS BUT IT IS HIGHER TO BE A BAYER


Gegen die Gnade der richtigen Geburt ist einfach nichts zu sagen!

Alleh hopp!

Mariposa



Beiträge: 790

20.02.2010 20:52
#86 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

Ich weiß gar nicht so genau, wo oder vielmehr mit wem ich beginnen soll. Wenn ich mich an die alphabetische Reihenfolge halte, wäre das Bryan.

Besagter Physik- und Chemie“koryphäe“ hielt sich beim Aufrufen für irgendwelche dämlichen Tests immer an die alphabetische Reihenfolge. Da war anfangs leicht abzuschätzen wann man seine Hausaufgaben besser machte oder es genauso gut bleiben lassen konnte. Dann kam unser Teacher auf die raffi-tückische Idee, von hinten im Klassenbuch anzufangen und da war ich meistens unter den bedauernswerten Opfern zu finden. Kein Wunder, dass ich mit positiven Resultanten bis heute meine Probleme habe. Aber nun zurück zum findigen Bryan. Lt. Verne-Roman wurde er als findiger Bryan tituliert, im Vierteiler wurde er ja durch seine Hilfsbereitschaft berühmt. Findig passt besser zu seinem Charakter, finde ich …

Ich bin mir immer noch nicht so ganz schlüssig, als was er später durchs Leben ging, aber er ist sicher berühmt, betucht und kann sich eine eigene Yacht leisten und vielleicht auch ein Ferien- oder Wochenendhaus auf der malerischen Coromandel-Halbinsel. Die verwunschene Märchenbuchlandschaft dort hat es mir persönlich schon ein bisschen angetan. Seine Yacht nennt er Virginia aber in Freundeskreisen ist sie eher als Jungfrauenfalle bekannt geworden. Bryan hat es mit den ganz jungen, unerfahrenen Dingern, bei denen kann er noch mit seinen nautischen Grundkenntnissen imponieren, während er mit einer erfahreneren Dame schon „Schiffbruch“ erlitten hat. Das könnte z.B. die rassige Latina gewesen sein. Nennen wir sie Pilar, so wie Javier Bardems Mama und weil man den Namen im Englischen irgendwie verunstalten kann. Ich stelle mir Pilar so vor, wie Jennifer Lopez in dem gut gemachten Videoclip „Ain’t it funny“. Da lässt sie sich die Karten legen und trifft dann auch bald auf ihren Traumtypen, mit dem sie ordentlich abtanzt. Das war vielleicht mega-romantisch aber so etwas passiert wohl nur in Videoclips …

Zurück zu Pilar. Bryan kann den spanischen Namen nicht richtig aussprechen und nennt sie immer mein „Piller-Mädchen“, was sie anfangs in Verbindung mit seinem rauschgoldengelartigen Aussehen sehr sexy findet. Er ist natürlich ganz begeistert von der südamerikanischen Schönheit, von der er sich ein schnelles Abenteuer verspricht. „The devil sent you“, ist sein Kommentar auf ihre Kurven und sie antwortet: „And you’re the devil in disguise, Honey, you look like an angel, talk like an angel … but I got wise“. Plötzlich lässt sie von ihm ab und beschwert sie sich, er sei ein lausiger Liebhaber und er antwortet wutentbrannt, „woher willst Du das denn nach nicht ganz einer Minute schon wissen“. Seit diesem Erlebnis steht er halt auf junge, unerfahrene Dinger …

Genug geplaudert aus fremden Nähkästchen
MARIPOSA

Elaine



Beiträge: 292

26.02.2010 14:12
#87 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

„Bryans Hilfsbereitschaft“... darüber musste ich diese Woche erst einmal reiflich nachdenken und mir auch noch einmal seine „Star“-Auftritte im Film zu Gemüte führen!
Diese Formulierung im Film hat mich nämlich schon immer etwas „in Erstaunen versetzt“...

Im Roman ist Briant ja der eigentliche Held, der freundlichste, mutigste, moralisch integerste und erfindungsreichste von der ganzen Truppe (Onkel Verne musste im Zeitalter der erbitterten Konkurrenz um ganze Kolonialreiche natürlich beweisen, dass die Franzosen doch besser als die Briten sind)!

Im Film hingegen würde ich sagen: Bryan ist immer für ein Abenteuer zu haben, und dabei immer in Konkurrenz zu Doniphan - stets darauf bedacht zu beweisen, dass er mutiger, stärker, demokratischer usw. ist als der. Das sieht natürlich manchmal so aus, als sei er hilfsbereit.

Wenn ich ´s mir genau überlege: Sofern Bryan in seinem späteren Leben Politiker wurde, kandidierte er höchstwahrscheinlich doch für Labour – allein schon, um Doniphan zu zeigen, was eine Harke ist.

Findig ist er, keine Frage!
Sehr heldenhaft, trotz fraglich vorhandener und fraglich feiger Haie des Nachts über Bord zu hoppsen, um eine rettende Trosse vom Schiff zur Küste zu schleppen, natürlich, natürlich...
Und manchmal kriegen sie ihn auch an die Arbeit, nämlich genau dann, wenn es seinen eigenen Interessen dient und frommt:
Gewiss birgt er Segel und steuert die Sloughi im Sturm mit seinen letzten Kräften, denn er will ja schließlich nicht, dass „der Kahn quer liegt, die Brecher Kleinholz daraus machen“ und er einen nassen Hintern bekommt!
Und am Ende macht er doch beim Habseligkeitentransport vom Schiff zur Höhle mit – auch wenn er noch einen Flunsch zieht, als Dick ihm die Annehmlichkeiten bevorstehender Floßfahrten schmackhaft zu machen versucht – denn selbstredend will er es warm und gemütlich und immer satt zu essen haben („Die letzte Corned-Beef-Büchse“ usw.), statt auf einem langsam verrottenden Schiff zu hocken, auf dem der Regen durch das nach und nach immer rissiger werdende Deck in seine Koje tröpfelt...

In späteren Jahren ein extravagantes "bach" (kurz von „bachelor pad“) in einer bevorzugten Wohngegend zu besitzen – das sieht ihm schon ähnlich!
Allerdings glaube ich, die Coromandel-Halbinsel war zur Zeit unserer Helden noch eine wilde, von Regenwald überwucherte Gegend, in dem ungehobelte Goldsucher und Holzfäller (insb. von Kauri-Kiefern) ihr Wesen trieben. Oder hast Du auf Deinen dortigen Reisen mit kunstvollen Schnitzereien verzierte Wochenendhäuschen im „Ostsee-Bäderstil“ vom Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt?
Die bevorzugten Gegenden waren damals wohl eher noch das „North Shore“ von Auckland, vielleicht kaufte er gar 1912 ein Stückchen Land auf dem exklusiven Kawau Island...?

Und die Yacht Virginia als Jungfrauenfalle – *kicher* – böse, böse... ;-)
Und das in einem sittenstrengen Zeitalter, in welchem unjungfräuliche, unverheiratete Damen in echten Schwierigkeiten waren (wie wir uns schon von „Sachrang“ schockierender-, aber nichtsdestotrotz historisch korrekterweise belehren lassen mussten)!
Aber, ich muss gestehen, auch das traue ich Bryan in seinem späteren Leben zu.
Zweifellos gehörte er zu den Jungen, die sich während ihrer Wartezeit in Valparaíso in dem halbseidenen Viertel um den Mercado herumtrieben – und dort dürfte es genug rassige Latinas gegeben haben, die über ihre Erfahrungen mit Typen, die reden können wie ein Engel, weise geworden waren und ihm eine gewisse Vorliebe für unerfahrene, junge Dinger eingeimpft haben könnten...

Mariposa



Beiträge: 790

05.03.2010 19:43
#88 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

Beginnen wir heute mit „C“ wie Coromandel-Halbinsel. Offen gestanden bezweifle ich auch, dass die verträumte Gegend zu Zeiten, in denen unser Roman spielt, als „Erholungspark“ für Auckland populär gewesen ist. Damals war zwar Thames durch Goldfunde schon berühmt geworden, sozusagen das Mekka aller Glücksritter in Kiwiland und das zwei Jahrzehnte bevor es am Yukon und in Alaska so richtig zur Sache ging. Na ja, ‚ne Boomtown halt, aber eher so was für die beiden Spitzbuben Forbes und Pike. Die Mercury-Bay vor den Toren von Whitianga wurde sogar viel früher durch Captain Cook bekannt. Nicht der Captain Cook mit den singenden Saxophonen sondern den richtigen, der dort mit seiner Endeavour vor Anker lag und den Merkur beobachtete.

Ich selbst habe Coromandel erst recht spät für mich entdeckt und bringe Thames wohl eher mit wunderschönen Angora-Katzen, meinem Lieblingssupermarkt Pack’ n Save und mit einem dieser bauchtanzenden Weihnachtsmänner in Verbindung, der dort – mitten im neuseeländischen Frühsommer – zu den Klängen von Jingle-Bells-Rock vor sich hin wackelte. Aber Weihnachtsmänner sind ja jetzt nicht so unbedingt brandaktuelles Thema und zu neuseeländischen Osterhasen fällt mir nichts ein …

Bleiben wir trotzdem bei den Viechern. Es gibt ‚ne rumänische Hirtenhundrasse, die letztens im 3SAT-Beitrag „Winter in Draculas Wäldern“ namentlich erwähnt wurde. Den Namen konnte ich mir aber nicht merken. Im Internet findet sich was unter „Karpartenwilli“. Vielleicht heißen die hierzulande so. Ich weiß nicht, ob es sich bei Phann um ein solches Exemplar oder um eine reinrassige Promenadenmischung handelte. Vielleicht weiß das nur Service, weil der sich ja meistens mit ihm abgab oder drehbuchgerecht abgeben musste.

Bestimmt hatte der freundliche Service auch im späteren Leben immer fröhlich wedelnde Hunde um sich herum und einen Stall voller Kinder. Könnte ich mir gut vorstellen! Möglicherweise war er ein richtiger, kleiner Romantiker und hat seiner Braut ganz romantisch im Örtchen Te Aroha (dem Maori-Begriff für „Liebe“) am Valentinstag einen Heiratsantrag gemacht. Die Hochzeitsreise führte die beiden dann „bis ans Ende der Welt“, weil Service anfangs nicht von der christlichen Seefahrt lassen konnte und seiner besseren Hälfte dauernd davon vorschwärmte, bis er sich als Farmer niedergelassen hat. Auch später war er als treusorgender Ehemann und liebevoller Familienvater immer erfinderisch, wenn es darum ging, neue, aufregende Locations für sich und seine Angetraute ausfindig zu machen, damit der Farmeralltag und das Familienleben nicht langweilig wurden. Da gab es Wollschuppen, aber da riecht es ja nach Wollfett – also lassen wir das besser. Aber im Getreidespeicher, dass die Körner purzeln – die Idee hat was …

Soviel ich weiß gibt es noch keinen offiziellen Fanclub für unseren verpäteten Womanizer „Resultanten-Morris“. Vielleicht solltest Du einen gründen, Elaine, und gleich die Leitung übernehmen. Fände ich sehr positiv. Du könntest ihm im Faceless-Book ;-) ein Profil erstellen und die weiblichen Anhängerinnen werden Dir ewig dankbar sein. Oder Doniphan malt uns ein Bild von ihm und dann könntest Du ihm dieses Profil sogar im Facebook erstellen und mit Leben erfüllen. Das mit dem Selbstportrait hatte Doniphan in jungen Jahren ja prima hingekriegt, wenn ich mich so an alte Illustrierte erinnere …

Und das waren jetzt genug Erläuterungen und Phantastereien für hier und jetzt …
MARIPOSA

Elaine



Beiträge: 292

25.03.2010 17:31
#89 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

„C“ wie Coromandel-Halbinsel...
Zweifellos war Thames im späten 19. Jh. ein Mekka aller Glücksritter, gewissermaßen „zwielichtiger Gestalten..., die wenig zu verlieren und viel zu gewinnen haben“ – und es ist leicht vorstellbar, dass die spätere „Nummer 217“ und „Nummer 241“ neben ihrem „Drogenhandel“ auf den ländlichen Märkten, mit dem sie die Farmer um etliche ihrer schwer verdienten Pennies oder gar Shillings brachten, auch einen Abstecher dorthin machten. Vermutlich stellten sie aber schnell fest, dass das Goldwaschen „Mühe und Arbeit“ bedeutet, sie „ihr Brot im Schweiße ihres Angesichts essen“ sollten und sich ihnen wenig Aussicht auf schnellen Reichtum bot. Daher sahen sie sich flugs nach lukrativeren Methoden des Golderwerbs um...

... oder „C“ wie Christmas auf Neuseeland...
... mit Erdbeeren,
http://www.mychillybin.co.nz/Photo_Close...lybin100170_848

blühendem Pohutukawa,
http://www.nzhistory.net.nz/media/photo/pohutukawa-flowers

faschingsähnlichen Verkleidungs-Parties,
http://www.nzhistory.net.nz/media/video/...nta-parade-1958

und anderen Niedlichkeiten mehr!
http://www.nzhistory.net.nz/media/photo/...nds-giant-santa

Was die wohl zu Ostern mitten im Herbst machen? Dieser Frage muss ich mich tatsächlich ´mal eingehender widmen!

... oder sogar „C“ wie Cristian:
Sicher hatte er eine der nettesten Rollen im Film, die er mit unverwüstlichem Humor und viel Phantasie gespielt hat – er macht aus der Figur des „Service“, der im Roman ja eher der Clown der Truppe ist, eine richtige kleine Lichtgestalt, welche glatt der (Roman-)Figur des Briant den Rang ablaufen könnte!
Und im Umgang mit dem „lieben Vieh“ bewies er nicht nur einen unverwüstlichen Humor, sondern auch eine Engelsgeduld: Denn sein „Filmpartner“, dieses unzeitig kläffende und gewohnheitsmäßig an seiner Leine zerrende weiße Wollknäuel, war nun gewiss nicht das Musterbeispiel eines disziplinierten Hütehundes, der aufs Wort gehorcht!
Den Artikel über rumänische Hirtenhunde auf der Internet-Seite von „Karpartenwilli“ – die übrigens in meinem Rumänien-Reiseführer als Informationsquelle lobend erwähnt wird – finde ich äußerst charmant. Und auf der damit verlinkten Seite zu Hütehundrassen können sich alle, die es interessiert, bzgl. der Frage weidlich austoben, welcher Rasse denn nun der Hund angehörte, der den Phann „spielte“ und Cristian Ş. regelmäßig spazieren führte...

Wenn wir uns wiederum einen fiktiven Service vor 100 Jahren am anderen Ende der Welt genauer ausmalen, dann muss ich mir – auf Neuseeland – definitiv wohlerzogenen Border-Collies vorstellen, die fröhlich um seine Füße scharwenzelten!
Allerdings dürfte seine Angebetete – romantisch hin oder her – nicht so etepetete gewesen sein: Wenn Sie mit ihm zur See „bis ans Ende der Welt“ reiste, müsste sie wohl ebenso seefest wie er gewesen sein, und als patente Farmersfrau hatte sie gewiss nichts gegen Wollfett einzuwenden (ist schließlich gut für die Haut)! Wo dann seine später fröhlich tobenden Kinder im Einzelnen produziert wurden...? Vielleicht auf den „C“ wie Canterbury Plains, wo die Neuseeländer ihren Weizen anbauen...

Einen offiziellen Fanclub für „Resultanten-Morris“? Coole Idee! Bevor ich mir aber die Finger an irgendwelchen „face(less)books“ verbrenne, würde ich doch lieber erst gründlich vor Ort recherchieren, ob es den nicht schon längst gibt... wer weiß – in einem Stadtviertel von Bucureşti, Braşov oder Constanţa mit einem Portrait in Öl über dem Sessel der... „c“ wie chairwoman?
Und für „einen echten Di Napoli“ müssten wir wohl noch ein paar weitere Fanclub-Mitglieder anwerben und unter ihnen kräftig sammeln: Denn wenn Du bedenkst, wieviel Zeit ein Künstler in so ein Bild steckt und dass er davon leben muss, sind wir mit ein paar tausend Euro dabei...

Swiftnick ( gelöscht )
Beiträge:

25.03.2010 18:56
#90 RE: Romanvorlagen für und Drehorte von Vierteilern antworten

ich lese euer Brainstorming schon seit langer Zeit mit großem Vergnügen.
Über Zwei Jahre Ferien habe ich mir selbst schon sehr viele Gedanken gemacht.

Nachdem der Vierteiler Anfang der 90er nach ewig langer Zeit wiederholt wurde, befriedigte mich das Ende damals noch weniger als in den 70ern. Natürlich konnte es kein anderes Ende, geschweige denn eine Fortsetzung geben.
Tja, Swiftnick, dachte ich damals, wenn du wissen willst, wie es weitergeht, dann musst du selbst etwas schreiben.
Dass man das Jahre später Fan-Fiction nennen würde, das hätte ich nicht gedacht.

Bei mir ist Gordon Rechtsanwalt. Dick fährt immer noch zur See, als zweiter Steuermann auf einem Viermaster.
Brian und Jimmy waren auf einer Elite-Uni in England und sind gerade zurückgekommen. Service hat eine Farm.
Doniphan ist 'Lord', was auch immer das heißen soll. Ich bin bis zu Kapitel vier gekommen. Da taucht er in einer kurzen Szene gerade zum ersten Mal auf.
Von den anderen war bisher noch keine Rede, das käme aber noch

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