Ich habe gestern übrigens auch den letzten Star Trek Film (Star Trek XI) geguckt. Raumpatrouille war um Längen besser, und das meine ich ganz im Ernst. Das war absolut kein Star Trek, und ich hoffe, die drehen da nicht weiter.
Bitte (mit alten Darstellern) einen DS9- oder Voyager-Film! Wobei sich das mit DS9 wahrscheinlich am besten bewerkstelligen könnte, weil man das fortgeschrittene Alter besser erklären kann als bei Voyager (es sei denn, man blendet die letzte Folge aus).
Das ist ja neben der durchaus spannenden Handlung das Reizvolle an Raumpatrouille: die 66er Zukunftsversionen, die mehr über 1966 aussagen als über die Zukunft. Dazu die visionäre Bügeleisentechnologie ...
Ich habe mir auf Grund der Inspiration durch diese Serie gestern übrigens ein neues gekauft. Nein, das stimmt nicht. Mein Bügeleisen ist schlicht und einfach runtergefallen, ich brauchte ein neues. Leider gab es keins im Orion-Design.
Kaschi, natürlich ist das das Amüsante an dieser Serie, die Technik, die Annahmen, wie es sein könnte ... 5 Folgen habe ich jetzt gesehen. Heute abend ist die sechste dran, bin gespannt, ob McLane noch auf Chroma ist oder wieder an Bord des schnellen Raumkreuzers. Zum Schießen.
Raumpatrouille ist ganz nett, man sollte es wirklich gesehen haben, aber ... Wo bleiben da nur die Klingonen und die Ferengi? Zuerst dachte ich, Tamara Jagellovsk wäre eine Vulkanierin, aber nach dem Gefühlsausbruch auf Chroma stimmt das wohl auch nicht. Hm.
Ja, die Fluggeräte der Frogs sind tatsächlich phantastisch. Picard würde sich wundern, aber der ist ja im Jahr 3000 schon lange tot.
Ich habe in Eva Pflugs Wiki-Eintrag gelesen, dass die Rolle der Tamara Jagellovsk ihre Filmkarriere beendet hat. Sie hatte ab da den Stempel einer "Emanze". Unglaublich, oder? Dabei kommt sie mit ihren schmachtenden Blicken gegenüber Schönherr gar nicht so rüber. Aber so ändern sich wohl die Einstellungen im Laufe der Jahrzehnte.
Schön auch, wie die Oberste von Chroma gestern zu McLane sagte, dass man für die Planung und Technik (oder so ähnlich) immer noch (das "leider" klang so durch) Männer brauchte. Klar, Frauen können zwar despotisch sein und einen Planeten regieren, aber mit Naturwissenschaften haben sie natürlich nichts am Hut!
Ab dem Jahr 2999 wurde, wie jeder weiß, die Papierfliegertechnologie wegweisend in der Raumkreuzfahrt.
Ich bezweifle, ob's der Emanzenstempel war. Auch Dietmar Schönherr spielte nach Raumpatrouille jahrelang keine allzu großen Rollen mehr, verlegte sich aufs Moderieren (u.a. Wünsch Dir was, Je später der Abend ...) - und schaffte damit den Absprung von McLane. Eva Pflug war durchaus auch noch zu sehen, in diversen Nebenrollen, aber auch im Durbridge-Mehrteiler Wie ein Blitz von 1970. Die ganz großen Rollen bekam sie aber nicht mehr. Aber nicht wegen der "Emanze", denke ich - Frauenemanzipation war in den 70ern ein gesellschaftliches Hauptthema (zum Glück) und spielte auch in Kino und Glotze eine große Rolle.
Ich denke, Raumpatrouille war so ungeheuer populär, dass das praktisch nicht zu wiederholen, geschweige zu toppen war. Und so, wie etwa Heinz Schubert ab 1973 automatisch mit Alfred Tetzlaff assoziiert wurde vom Publikum, Ingrid Steeger mit Klimbim, Inge Meysel mit Mutter Scholz, Claus Wilcke mit Percy Stuart, ... wurde auch Eva Pflug mit Tamara Jagellovsk fest assoziiert. Eine solch über die Maßen populäre Rolle kann hinterher auch zur Fessel werden. Andererseits haben sich die Genannten mit diesen Paraderollen ins hiesige kollektive Gedächtnis für lange, lange Zeit eingegraben, haben hierzulande Fernsehgeschichte geschrieben.