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TV-Nostalgie-Forum

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Dieses Thema hat 18 Antworten
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leo ( gelöscht )
Beiträge:

23.03.2010 05:51
Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten

Orson Welles sprach in seinem letzten Filmauftritt ("Someone to love" von Henry Jaglom, fertiggestellt 1987) in einer kleinen Szene folgenden Kurzmonolog:

"Der Mensch ist immer allein. Man kommt allein auf die Welt, lebt allein und stirbt allein. Nur Liebe und Freundschaft können einem die Illusion geben, nicht allein zu sein."

Seit geraumer Zeit fühle ich mich mit meinen TV-Erinnerungen an die 60er und 70er Jahre und mit meinem unzeitgemässen Filmgeschmack als ein Fossil aus einer Zeit, die es nicht mehr gibt, und glaubte, ich sei damit ziemlich allein. Nun entdecke ich beim Stöbern nach "Zwei Jahre Ferien" diese Webseite, fühle mich schon sehr viel besser und danke daher der Person, die das Ganze ins Leben gerufen hat, und allen Mitgliedern für Ihre Beiträge sehr herzlich. (Es gab viel zu lesen und manche Freudenfeuer der Erinnerung und Verlebendigung) Vielleicht denke ich bei Welles' Zitat nun bald als Drittes die Illusion der Verbundenheit in der Nostalgie hinzu.

Ich lebe seit fast 20 Jahren glücklich mit meiner Partnerin, deren Muttersprache Italienisch ist und die in der Kindheit durch den kulturellen Einflussbereich Italiens und des italienischen Fernsehens geprägt wurde. (Immerhin gab es damals etliche hervorragende amerikanische und italienische Filme der 40er bis 70er Jahre zu sehen). Unsere einzige gemeinsame TV-Nostalgie neben "La Pantera Rosa" und "L'ispettore Derrick" war "Sandokan"; natürlich war sie in IHN verliebt, ich hingegen war in den schelmischen, grossartigen Yanez de Gomera vernarrt. In den frühen 60er Jahren geboren, über Niedersachsen, Hamburg, Frankfurt und Dänemark (Pat & Patachon!) in die Schweiz geraten (ARD, ZDF, Drittes Programm), waren meine unvergesslichen Fernseherlebnisse die folgenden:

Lange Serien:
Am Fuss der Blauen Berge, Daktari, Lolek & Bolek, Bonanza, Salto Mortale, Bastian, Shiloh-Ranch, Dick & Doof, Derrick, Der kleine Doktor, Väter der Klamotte, Männer ohne Nerven, Trickfilmzeit mit Adelheid, Der Rosarote Panther, Der Unsichtbare (mit David McCallum), Reich und Arm.

Mehrteiler:
Zwei Jahre Ferien, Seewolf, Schatzinsel (mit dem phänomenalen Ivor Dean), Tom Sawyer & Huckleberry Finn, Lederstrumpf, Die Gentlemen bitten zur Kasse (mit Horst Tappert, Siegfried Lowitz, Grit Böttcher), Miss Marple, Ulenspiegel (toller NL-Vierteiler Mitte der 70er Jahre auf ARD oder ZDF), Sandokan, Der Fall Maurizius (exzellenter Sechs- oder Siebenteiler), Der Monddiamant (gewaltiger Dreiteiler), Tadellöser & Wolff (grossartig), Ein Kapitel für sich (grossartig), Der Dünne Mann (6 Filme von 1934 bis 1947 mit dem witzigen Filmpaar Wiliam Powell und Myrna Loy).

Ansonsten:
Dietmar Schönherr & Vivi Bach; Rudi Carell; Hans Rosenthal; die Boxkämpfe von Ali, Frazier, Foreman und Norton; das Aktuelle Sportstudio, die Sportschau.

Lieblingswerbung (pathetische, tiefe, sonore Männerstimme, unheilverkündend):
"Der Weisse Riese: Nie war er so ergiebig ... wie heute!" Bei dieser Werbung kugelten wir Kinder vor Lachen ob des grotesken Blödsinns, bis wir vom Sofa fielen.

Lieblingsschauspieler:
Lino Ventura, Spencer Tracy, Edward G. Robinson, Katharine Hephurn, Michel Piccoli, Buster Keaton, Oliver Hardy, Charlotte Rampling, Jean Gabin, Jacqueline Bisset, Jean-Paul Belmondo, Robert Mitchum, Stephàne Audran, James Stewart, Cary Grant, Gert Fröbe, Lauren Bacall, Alan Bates.

Der stärkste Filmeindruck meiner Kindheit und Jugendzeit war "Zwei Jahre Ferien"; den "Seewolf" habe ich erst bei der Zweitausstrahlung besser verstanden. (Er ist von den "alten" deutschen Mehrteilern der hintergründigste.)

Ich beabsichtige, in den nächsten Tagen einen Forumsbeitrag für "Zwei Jahre Ferien" zu schreiben. Darin vergleiche ich auch meine Erinnerung von 1974 mit der Wiederbegegnung 2009. Zudem möchte ich einiges zu der französischen Version ergänzen, auch ein paar neue Vergleichsaspekte beisteuern. Als Drittes möchte ich etwas zur allgemeinen Frage nach der Entzauberung oder Wiederverzauberung beitragen. Vielleicht werde ich auch einmal berichten, wie es meinem kleinen Experiment ergangen ist, meine Lebenspartnerin an dem teilhaben zu lassen, was für mich ein bewegendes Wiedersehen war, für sie jedoch fast eine Begegnung mit einer anderen Welt.

leo

Jenzi



Beiträge: 1.238

23.03.2010 10:45
#2 RE: Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten



Willkommen an Bord!

Petra



Beiträge: 7.271

23.03.2010 22:03
#3 RE: Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten

Vielen Dank für die ausführliche Vorstellung, wir freuen uns auf Deine Beiträge. Willkommen im Forum!

leo ( gelöscht )
Beiträge:

25.03.2010 13:46
#4 RE: Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten

Hallo Jenzi

Herzlichen Dank für die seemännische Begrüssung und die zwei lustigen Gesichter (drei mit deiner Löwenprachtsvisage des alten Serienhelden ... meine Fresse!); um deinen Avatar nicht zu konkurrenzieren und meinem Namen dennoch gerecht zu werden, werde ich mir die Plüsch-Variante zulegen.

leo ( gelöscht )
Beiträge:

25.03.2010 14:06
#5 RE: Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten

Hallo Petra

Herzlichen Dank für die Begrüssung. Ja, ich möchte in deinem schönen Forum wirklich nicht untätig bleiben. Ich wünsche dir für deine morgige Herausforderung Glück, Erfolg und dass das Können auch in der Stresssituation sichtbar wird. Mir hat dabei immer der Gedanke geholfen: Ich halte mir jetzt mal alle bisherigen ähnlichen Situationen des Lebens fest vor Augen, in denen ich das Ganze trotz Selbstzweifel, nervöser Verunsicherung und eines schweren mulmigen Gefühls noch gut geschaukelt habe. Diese erinnerte Erfahrung des Gelingens gab mir immer die grösste Sicherheit.

Elaine



Beiträge: 332

25.03.2010 17:44
#6 RE: Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten

Hi Leo,

auch von mir ein maritimes "Willkommen an Bord!"
War doch "Zwei Jahre Ferien" der Film, der meine nautischen Leidenschaften erweckte... Ich bin gespannt auf Deine Sicht darauf, denn wie Du bestimmt schon gesehen hast, bist Du hier nicht der einzige, den dieser Film immer noch umtreibt!
Und "Der Seewolf" als den "hintergründigsten" der alten Mehrteiler zu bezeichnen, finde ich ganz treffend!

Elaine

Sundowner ( gelöscht )
Beiträge:

26.03.2010 07:40
#7 RE: Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten

Willkommen, Leo!


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To boldly go, where no man has gone before.

leo ( gelöscht )
Beiträge:

26.03.2010 07:44
#8 RE: Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten

Hallo Elaine

Herzlichen Dank für deinen Willkommensgruss. Ich bin froh bei "Zwei Jahre Ferien" und "Seewolf" auf eine Gefühls- und Geistesverwandte zu treffen. Und "immer noch umtreibt" hast du trefflich gesagt: Komme mir vor wie ein nie strandendes Treibholz zwischen Auckland und dem Archipiélagos de los Chonos!
Deinen witzigen und beziehungsreichen Austausch mit Mariposa über den Drehort konnte ich wegen seines Gehalts und Umfangs noch nicht zur Gänze würdigen. Eine vielleicht spannende Spur, auf die ich heute morgen gestossen bin, werde ich an diesen Ort stellen.

Leo

leo ( gelöscht )
Beiträge:

26.03.2010 10:42
#9 RE: Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten

Hallo Sundowner

Herzlichen Dank für die Begrüssung. Dein Leibspruch sagt einem gleich, mit wem man es hier wohl etwa zu tun hat. Was Ähnliches, aber nicht so geballt, habe ich mal in folgender Situation gehört. Ein Lehrer beendete uns gegenüber seine Standpauke mit dem üblichen: "Ha, wo kämen wir hin?!" Da sagte ein Schüler von deinem Schlage: "Wo kämen wir hin, wenn alle nur fragen: 'Wo kämen wir hin?' und niemand ginge mal schauen, wohin man käme, wenn man ginge?!"

Leo

Mariposa



Beiträge: 861

26.03.2010 22:10
#10 RE: Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten

Komme spät mit meinem "Willkommen LEO", aber ich komme noch. Gut Ding braucht Weile! Muss dazu sagen, dass ich verreist war und eine Reise in eine andere Welt meistens auch mit einer Forum-Abstinenz einhergeht. Ich bemühe mich um Offline-Urlaube, manchmal gelingt es sogar ...

Klingt ja mächtig interessant, was Du alles zu sagen und beizutragen hast ...

SANDOKAN, da gäbe es außer anderen Dingen noch eine Gemeinsamkeit. Auch ich schwärmte im Teenie-Alter für den tollen Kabir Bedir und mochte den ersten Yanez de la Gomera eigentlich lieber als den zweiten, obwohl ich das Glück hatte, Fabio Testi einmal persönlich zu erleben. Ich meine, Fabio Testi war nicht schlecht und ist immer noch ein sehr attraktiver Mann, aber der erste Eindruck des Yanez de la Gomera war der entscheidende und da konnte niemand mehr mithalten. Iss halt so ...

Genug der Begrüßung, mehr Text demnächst an anderer Stelle ...
MARIPOSA

leo ( gelöscht )
Beiträge:

27.03.2010 00:06
#11 RE: Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten

Pardon, muss hier meinen kleinen Fehler korrigieren (richtig ist 'sagen' statt 'fragen'): "Wo kämen wir hin, wenn alle nur sagen: 'Wo kämen wir hin?' und niemand ginge mal schauen, wohin man käme, wenn man ginge?!"

leo ( gelöscht )
Beiträge:

27.03.2010 00:57
#12 RE: Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten

Hallo Mariposa

Herzlichen Dank für deinen Willkommensgruss. "Spät" ist kein Ausdruck, ich hätte mich noch nach zwei Jahren über dein "Willkommen" gefreut. Danke übrigens für deine elegante, unerwähnt gebliebene Korrektur meiner falsch geschriebenen Namen (natürlich 'Bedir' statt 'Bedi' und 'de la Gomera' statt falsch 'de Gomera'). Das kommt davon, wenn man sich immer noch viel auf sein Gedächtnis einbildet und es nicht für nötig hält, die innerlich klingenden Namen noch einmal zu prüfen.

Deinem fabelhaften Fabio Testi attestiere ich, dass er seine Sache in "The Return of Sandokan" wirklich gut gemacht hat und ein "sehr attraktiver Mann" ist. Mit deinem "immer noch" gehe ich sehr grosszügig um. Für mich sind etwa Jeanne Moreau, Charlotte Rampling oder Lauren Bacall nach wie vor und für immerdar sehr attraktive Frauen.

Philippe Leroy hatte einfach einen solchen Schalk in den blitzenden Augen, einen solchen Witz in Minenspiel und Benehmen sowie eine unfassbare zuversichtliche Gelassenheit vermittelt, dass jede(r) idealistische Kämpfer/in für das übergeordnet Erhaltens- und Erstrebenswerte einen solchen Freund und Gefährten in den gefährlichen Lagen des Lebens neben sich wünschte.

Leo

leo ( gelöscht )
Beiträge:

27.03.2010 15:25
#13 RE: Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten

Pardon, aber "Minenspiel" statt korrekt "Mienenspiel", diesen meinen schweren Lapsus muss ich hier mit Nachdruck richtigstellen! Ob durch Abenteuerfilm-Assoziationen eingesickert oder nicht, dies ist nicht zu entschuldigen in einer Zeit, wo Minen als getarntes Kinderspielzeug hergestellt und jährlich viele Kinder getötet oder verstümmelt werden. Unverzeihlich! Leo

Mariposa



Beiträge: 861

28.03.2010 15:42
#14 RE: Fand in der medialen Öde diese Oase und grüsse euch alle sehr herzlich. Antworten

Der schelmische Philippe Leroy hatte später noch einmal in DER ALTE FREIBEUTER mitgewirkt und wenn er nicht die Urbesetzung vom Yanez de la Gomera und eng mit meinen Kindheitserinnerungen gewesen wäre, so wäre ich mit Fabio Testi voll zufrieden gewesen. Aber so fing ich an zu vergleichen (genau wie ich alle Nachfolge-Seewolf-Verfilmungen vergleiche) und dem Vergleich hält keiner stand. Iss halt so ...

Hatte Fabio Testi aber trotzdem nicht auf La Gomera kennengelernt, was namentlich besser gepasst hätte (wäre ja ein Gag), sondern auf Gran Canaria. Unsere TV-Moderatorin war ganz verrückt auf ihn und mich hat die Begegnung auch nach so vielen Jahren schon irgendwie berührt. Er war ganz chic, trug 'nen weißen Anzug und dann noch der italienische Charme. Mamma mia ...

Genug erinnert, bis nächstens ...
MARIPOSA

leo ( gelöscht )
Beiträge:

29.03.2010 17:08
#15 RE: Fabio Testi in SANDOKAN und: Figuren beim ersten Mal und später Antworten

Eine Begegnung mit einem ganz besonderen Menschen, dazu noch Star mit dem gewissen Etwas, wie du sie mit Fabio Testi hattest, oder sogar eine nähere Bekanntschaft und Zusammenarbeit, wie sie etwa Marlene Dietrich mit Spencer Tracy hatte ("What a man!" O-Ton Dietrich) oder ich mit Charlotte Rampling ("O du flotte Charlotte!", kurz bevor der Wecker heute morgen klingelte ...), ist gewiss etwas sehr Bewegendes. Mir ist die Ehre noch nicht zuteil worden, stelle es mir als einen wohltuenden Schauer vor, der noch viele Jahre später in der Erinnerung die Nackenhärchen als Nädelchen zum Pieksen bringt.

Ich kann dich gut verstehen, dass du nun auch die fachlichen Qualitäten dieses Schauspielers herausstellen möchtest und völlig richtig auf den grossen Schatten von Philippe Leroy in der Rolle des Yanez hinweist, aus welchem kaum jemand heraustreten wird. Alles, was du über die Qualitäten von Testi sagst und noch sagen würdest, glaube ich dir! Nicht weil du durch deine persönliche Begegnung in deinem Urteil vielleicht befangen wärst, sondern einfach deshalb, weil ich dir im Beurteilen gar nicht Paroli bieten kann; denn ich habe ihn ausser in DIE RÜCKKEHR DES SANDOKAN noch nie gesehen, davor nicht einmal seinen Namen gekannt! Bevor du nun "Banause" rufst, muss du wissen: Ich hatte zwischen 1990 und 2001 keinen Fernseher; vor etwa 8 Jahren gab mir eine Verwandte die Videokassette mit dem Film, und ich habe nicht einmal gewusst, dass Kabir Bedi seit den Siebzigern überhaupt noch irgendetwas gedreht hat! Als wir die Kassette anschauten, rief meine Partnerin auf einmal, wie von Yanez' ritterlicher Pistole geschossen: "Ah, das ist Fabio Testi!", sieht meinen verdutzt-fragenden Blick und holt dann zu einer Erläuterung aus. Du siehst, Mariposa, sie war völlig im Bilde! Nur ein unverbesserlicher Nostalgiker und Freund von des Mondes Schattenseite wie ich habe ihn nicht gekannt und seitdem auch nicht wieder gesehen. Das spricht nicht gegen Fabio Testi als vielmehr für meine Bildungslücke! Was mir an Testi's Darbietung sehr gut gefallen hat, war sein ganz eigenständiger Yanez. Das war auch wegen seiner mächtigeren Gestalt und seines ziemlich jungen Alters angebracht. Ansonsten hätte ja im Anschluss an Philippe Leroy und in gleicher Weise gealtert wie Kabir Bedi jemand wie Freddie Frinton für diese Rolle gesucht werden müssen.

Zitat von Mariposa
...wenn er [Philippe Leroy] nicht die Urbesetzung vom Yanez de la Gomera und eng mit meinen Kindheitserinnerungen gewesen wäre, so wäre ich mit Fabio Testi voll zufrieden gewesen. Aber so fing ich an zu vergleichen (genau wie ich alle Nachfolge-Seewolf-Verfilmungen vergleiche) und dem Vergleich hält keiner stand. Iss halt so ...

... aber der erste Eindruck des Yanez de la Gomera war der entscheidende und da konnte niemand mehr mithalten. Iss halt so ...



Deinen Gedanken mit der Kindheit und dem ersten Eindruck finde ich sehr interessant! Ist es dir bei anderen Vergleichen stets auch so ergangen? Wäre dieser Gedanke von jetzt an nicht einen eigenen Thread wert? Wie sieht das die Kenner- und Nostalgikergemeinde? Welche Vergleiche haben sie in ihrer eigenen TV-Biografie angestellt? Ist es ein 'ehernes' Gesetz oder nur eines von grosser Wahrscheinlichkeit mit entsprechenden Ausnahmen?

Wenn ich mich besinne, fällt mir gerade nur ein schwaches Gegenbeispiel ein: Als Kind habe ich LOHN DER ANGST von Clouzot gesehen (u.a. mit Yves Montand und Peter van Eyck). Etwa 12 Jahre später habe ich das amerikanische Remake gesehen (ohne mich jetzt eines Schauspielers erinnern zu können). Ich muss gestehen: Damals, Mitte der 80er Jahre, fand ich das US-Remake viel besser als das französische Original! (Jetzt werden mir alle Cinéasten die Pest an den Hals wünschen.) Schwach ist mein Beispiel deshalb, weil es nicht auf eine ganz bestimmte Figur und ihre Interpretation zielt (wie in Mariposas Gesetz), sondern 'nur' auf den Film als Ganzes. Das Einzige, was mir dazu im Augenblick einfällt: Wenn ich, wie ich glaube, DIE SCHATZINSEL von 1966 mit Ivor Dean als "Silver" erst nach der SCHATZINSEL von 1972 mit Orson Welles in dieser Rolle gesehen habe, dann wäre es so, dass der zweite Eindruck, Ivor Dean, um Dimensionen besser war! Für mich eine der besten Darstellerleistungen der Filmgeschichte!

Doch ich muss zugeben: Weitere Beispiele gegen Mariposas Gesetz (sofern die Chronologie in meiner Erinnerung überhaupt stimmt!) wollen mir einfach nicht mehr einfallen.

Danke für deinen Hinweis auf den Freibeuter-Film mit Leroy! Wusste ich nicht! Werde ich mir besorgen, selbst wenn ich für eine gebrauchte VHS-Version als letztes Exemplar nach Französisch-Guyana tuckern müsste! (Ach, wie fehlt mir jetzt die Hephurn ...)

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